Wachsende Spannungen zwischen Biden und Harris – bei einbrechenden Zustimmungswerten

Während die Zustimmungswerte für Joe Biden und Kamala Harris rapide einbrechen, glaubt die erste weibliche US-Vizepräsidentin, dass sie nicht die gleiche Unterstützung erhält wie die anderen Mitglieder der Regierung Biden. Der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney hatte eine höhere Zustimmungsrate als Harris – und Biden liegt nicht weit dahinter.

Wachsende Spannungen zwischen Biden und Harris – bei einbrechenden Zustimmungswerten

Abstürzende Zustimmungswerte sowohl für Joe Biden als auch für Kamala Harris hätten die beiden Politiker und ihre jeweiligen Lager angeblich gegeneinander aufgebracht, so die Gerüchte, die aus beiden Enden des politischen Spektrums kommen.

Laut einer aktuellen Umfrage liegt Harris' Zustimmungsrate bei miserablen 28 Prozent, und die Schlagzeilen über ihre Leistung als Vizepräsidentin waren erbarmungslos.

Nun hat CNN preisgegeben, dass einige Mitarbeiter der Vizepräsidentin "verzweifelt" sind. In einem aufschlussreichen Bericht vom Montag hieß es, die Mitarbeiter des Westflügels seien "erschöpft" von der offensichtlich "tief verwurzelten Dysfunktion und dem Mangel an Fokus" im Team von Harris.

In der Zwischenzeit beschweren sich mehrere derzeitige und frühere Berater darüber, dass Harris vom Büro des Präsidenten "ins Abseits gestellt" worden sei, so der Bericht.

Am Montag versuchte die Regierung verspätet, der Öffentlichkeit das Bild eines harmonischen Weißen Hauses zu vermitteln. Pressesprecherin Jen Psaki nannte Vizepräsidentin Harris eine "wichtige Partnerin" für Biden – aber die Kritiker des US-Präsidenten haben sich schon seit Wochen öffentlich an den Anzeichen von Unruhe innerhalb der Regierung ergötzt.

Eine Umfrage von USA Today/Suffolk von vergangener Woche hat ergeben, dass die Zustimmung für den US-Präsidenten bei besorgniserregenden 38 Prozent liegt. Fast zwei Drittel der US-Amerikaner fordern, dass die Partei im Jahr 2024 einen anderen Kandidaten aufstellt, darunter 28 Prozent der Demokraten.

Während Harris mit einer schlechteren Zustimmungsrate kämpft als Dick Cheney während der Bush-Regierung, haben einige ihrer Unterstützer, darunter Reverend Al Sharpton, angedeutet, dass sie zum Scheitern verurteilt sei, und fordern die Regierung auf, deren Talente besser zu nutzen.

"Kamala Harris ist eine Führungspersönlichkeit, aber sie wird nicht in eine Führungsposition gebracht. Das macht keinen Sinn. Wir müssen langfristig denken und das tun, was das Beste für die Partei ist", sagte ein Top-Spender Bidens gegenüber CNN. Ein ehemaliger Berater von Harris erklärte, die Regierung schicke sie immer wieder in Situationen, für die sie nicht die richtigen Fähigkeiten habe.

Ein Beispiel dafür sei die Entscheidung des Präsidenten gewesen, Harris mit der Rolle der Grenzschutzbeauftragten zu betrauen, die die Vizepräsidentin Berichten zufolge nur widerwillig annahm. Sie habe gewusst, dass es sich um eine Situation handelte, in der man nicht erfolgreich sein konnte.

Die erste weibliche farbige US-Vizepräsidentin wurde nach den Wahlen im November 2020 dafür gefeiert, dass sie die gläserne Decke durchbricht. Viele US-Amerikaner hatten sich jedoch bereits von Harris' eigenen scheiternden Präsidentschaftskampagne und ihrer nicht gerade fortschrittlichen Vergangenheit als kalifornische Generalstaatsanwältin abgewandt.

Sogar die First Lady habe Berichten zufolge Erkundigungen eingezogen, in der Hoffnung, einen Weg zu finden, Harris unauffällig aus der Regierung zu entfernen, so der konservative Publizist Jack Posobiec. Der ehemalige Offizier des US-Marinegeheimdienstes behauptete vergangenen Monat, dass Harris' eigene Mitarbeiter den US-Präsidenten als "die Titanic" bezeichneten.

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