Vormundschaft: "Ich habe nichts vergessen": Britney Spears droht ihrer Familie

In einem Video hat sich Britney Spears mit offenen Worten an ihre Fans gewandt. Sie spricht über die Strapazen ihrer Vormundschaft, aus der sie sich vor allem dank der "Free Britney"-Bewegung befreien konnte. 

Vormundschaft: "Ich habe nichts vergessen": Britney Spears droht ihrer Familie

In einem Video hat sich Britney Spears mit offenen Worten an ihre Fans gewandt. Sie spricht über die Strapazen ihrer Vormundschaft, aus der sie sich vor allem dank der "Free Britney"-Bewegung befreien konnte. 

Wann immer Britney Spears in der Vergangenheit ein Fragen-und-Antworten-Video auf Instagram hochgeladen hatte, war die Aufregung groß, die Enttäuschung in der Regel größer. Denn die meistgestellte Frage ihrer Fans – 'Wie geht's Dir?' – konnte Spears nie ehrlich beantworten. 

PAID Jamie Spears 20.00

Britney Spears beantwortet die wichtigste Fan-Frage

Stattdessen ging sie auf Fragen ein, die ihr vermutlich nie gestellt wurden: "Was war dein liebster Business-Trip?", "Was ist deine Schuhgröße?" oder "Was ist dein Traumauto?". Doch jetzt, nachdem ihre Vormundschaft nach 13 Jahren beendet wurde, veröffentlichte die Sängerin erneut ein Video auf Instagram und wurde konkreter. Endlich, dürften sich ihre Fans freuen. 

Sichtlich nervös steht sie in ihrem Garten, wippt von einem Bein aufs andere. "Ich bin einfach nur dankbar für jeden Tag und dafür, dass ich die Schlüssel zu meinem Auto habe, dass ich unabhängig bin und mich als Frau fühlen kann, dass ich eine Geldautomatenkarte habe und zum ersten Mal Bargeld sehe, dass ich Kerzen kaufen kann", verrät sie. "Es sind die kleinen Dinge für uns Frauen, aber sie machen einen großen Unterschied und dafür bin ich dankbar."

Jahrelang wurde jeder Schritt der 39-Jährigen streng kontrolliert. Vor Gericht hatte Spears im Frühjahr ausgesagt, sie könne keine Entscheidung in ihrem Leben frei treffen. Ihr sei es sogar verboten worden, weitere Kinder zu bekommen. In ihrem Video betont sie aber, sich nicht als Opfer zu sehen und stichelt gegen ihre Familie. "Ich bin nicht hier, um ein Opfer zu sein. Ich habe als Kind mein ganzes Leben mit Opfern gelebt, deshalb bin ich von zu Hause ausgezogen", macht sie deutlich. "Ich bin eine sehr starke Frau, also kann ich mir nur vorstellen, was das System diesen Menschen angetan hat", erklärt Spears im Bezug auf andere Betroffene, die unter Vormundschaften stehen. "Also wird meine Geschichte hoffentlich etwas bewirken und einige Änderungen im korrupten System auslösen", sagt Spears. 

"Free Britney" habe ihr Leben gerettet

Und sie dankt der Bewegung, die seit Jahren auf die Missstände in ihrem Leben aufmerksam gemacht hat: die "Free Britney"-Bewegung. "Meine Stimme wurde so lange gedämpft und bedroht, und ich war nicht in der Lage, mich zu äußern oder irgendetwas zu sagen", erklärt sie. Indem die Fans immer wieder laut waren und auf Britneys Situation aufmerksam gemacht haben, hätten sie "allen ein Bewusstsein dafür gegeben". "Ich glaube wirklich, dass ihr mein Leben gerettet habt. 100 Prozent."

Die kommenden Monate dürften für Britney und ihre Fans spannend werden – für ihre Familie jedoch gefährlich. Denn Spears kündigt an, auspacken zu wollen, in dem sie Talkmasterin Oprah Winfrey im Beitrag verlinkt. Außerdem schießt sie erneut gegen ihre Mutter, deren Rolle in der Vormundschaft lange unklar war. "Ich erwähne noch nicht einmal all die schlimmen Dinge, die sie mir angetan haben und für die sie alle im Gefängnis sitzen sollten. Ja, einschließlich meiner in die Kirche gehenden Mutter", schreibt sie zum Video. "Ich habe nichts vergessen", macht die Musikerin klar.

13 Jahre wurde Britney zum Schweigen gebracht. Es wird Zeit, dass sie ihre Stimme wieder nutzt.