USA: Mitarbeiter eines Geschäfts kündigen gemeinsam – weil ihr Gehalt nicht zum Leben reichte

Die Lebenshaltungskosten steigen – die Löhne leider nicht überall entsprechend. In den USA trafen mehrere Angestellte daraus eine konsequente Entscheidung.

USA: Mitarbeiter eines Geschäfts kündigen gemeinsam – weil ihr Gehalt nicht zum Leben reichte

Die Lebenshaltungskosten steigen – die Löhne leider nicht überall entsprechend. In den USA trafen mehrere Angestellte daraus eine konsequente Entscheidung.

Mann kennt es auch hierzulande: Die Mieten steigen überall, Lebensmittel werden teurer, Strom und Benzin. Aber das Gehalt? Das ist seit Jahren das Gleiche. Für viele Menschen wird der Alltag deshalb immer schwieriger zu bewältigen, am Ende des Monats hat so mancher keinen Cent mehr übrig. Wenn man dann auch noch eine Familie zu versorgen hat, kann das schon mal für Verzweiflung sorgen.

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Bei den Beschäftigten eines Ladens im amerikanischen Minnesota, "Hot Topic Company", war das Verständnis für diese Praxis irgendwann aufgebraucht. Nachdem Diskussionen mit dem Geschäftsführer über die mageren Gehälter nichts brachten, trafen die Mitarbeiter:innen eine konsequente Entscheidung: Sie kündigten. Und zwar alle gemeinsam, gleichzeitig. Da so schnell kein Ersatz gefunden werden konnte, musste der Laden vorerst geschlossen bleiben.

Die Mitarbeiter hinterließen eine Nachricht

Ärgerlich für die Kunden. Aber dank eines Zettels, den die Angestellten an der Ladentür angebracht hatten, gab es für diese eine Erklärung. Dort war zu lesen: "Fast alle Mitarbeiter haben heute gekündigt. Das liegt hauptsächlich daran, dass die 'Hot Topic Company' nicht in der Lage ist, uns das Existenzminimum zu zahlen.

Echter Lohn statt "Leidenschaft" gefordert

Wir haben so hart gearbeitet und können weder uns noch unsere Familien über Wasser halten. Das können wir jetzt nicht mehr tolerieren. Man kann seine Mitarbeiter nun mal nicht nur mit Leidenschaft bezahlen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten."

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Dieser schlichte A4-Zettel sorgte für eine überraschend große Resonanz, wohl, weil es vielen Angestellten in den USA ähnlich ergeht wie den "Hot Topic Company"-Mitarbeiter:innen – viel Arbeit für sehr wenig Geld. Fotos des Zettels machten schnell die Runde in den sozialen Netzwerken und bekamen dort große Zustimmung. "Ich bin da total bei den Beschäftigten – absolut richtig", schreibt etwa jemand bei Twitter. Auch der landesweite Nachrichtensender ABC berichtete über die Massenkündigung und deren Hintergrund.

Der Arbeitgeber hat sich bisher noch nicht zu der Aktion geäußert – es dürfte ihm wohl auch schwerfallen, plausible Argumente für seine mageren Löhne zu finden.

Quellen:  Twitter"Yahoo News", ABC