Übergang zur Kohlenstoffneutralität wird Bedarf an bestimmten Metallen deutlich erhöhen

Weltweit hat sich das Verständnis etabliert, dass man sich von Kohlenstoffen als Energiequelle befreien muss. Doch was passiert, wenn Energie "grüner" wird? Laut der Modellrechnung eines Bergbauunternehmens wird die Nachfrage nach einigen Metallen stark zunehmen.

Übergang zur Kohlenstoffneutralität wird Bedarf an bestimmten Metallen deutlich erhöhen

Der Übergang der Weltwirtschaft zur Kohlenstoffneutralität wird den Bedarf an Metallen, die in der Elektrofahrzeugindustrie verwendet werden, in den nächsten 30 Jahren vervielfachen. Darauf wies der australische Bergbaukonzern BHP am Mittwoch hin. Vandita Pant, Chefin der Handelsabteilung bei BHP, stellte auf dem FT Commodities Asia Summit fest:

"Einige der von uns durchgeführten Modellrechnungen haben gezeigt, dass in einer, sagen wir kohlenstofffreien Welt, in den nächsten 30 Jahren fast doppelt so viel Kupfer benötigen wie in den vergangenen 30 Jahren."

Pant fügte hinzu, dass sich der Bedarf an Nickel in den nächsten drei Jahrzehnten vervierfachen wird.

"In den nächsten 30 Jahren wird viermal so viel Nickel benötigt wie in den vergangenen 30 Jahren. Und das alles so nachhaltig wie möglich."

Sowohl Nickel als auch Kupfer werden in der Elektroautoindustrie häufig verwendet. Nickel ist für die Batterien von Elektroautos unerlässlich, während Kupfer für die Verkabelung von Elektroautos und Ladestationen benötigt wird. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen als Folge der Abkehr von fossilen Brennstoffen werden die beiden Metalle ebenfalls in nie gekanntem Ausmaß nachgefragt.

Anfang dieser Woche warnte das in der Schweiz ansässige Rohstoffhandelsunternehmen Trafigura vor möglichen Defiziten bei Kupfer und Nickel aufgrund der rasch wachsenden Nachfrage. Der CEO von Trafigura Jeremy Weir erklärte:

"Einige dieser Metalle werden aufgrund der steigenden Nachfrage einfach nicht mehr verfügbar sein."

Er wies darauf hin, dass das Angebot unter anderem deshalb schrumpfen könnte, weil Metalle aus bestimmten Regionen einen sehr hohen Kohlenstoff-Fußabdruck haben. Dies widerspricht der "grünen" Agenda, es sei denn, die Unternehmen modernisieren die Minen in Übereinstimmung mit den Umwelt- und Sicherheitsstandards.

Die Chefin der BHP-Handelsabteilung sprach ebenfalls davon. Vandita Pant stellte fest, dass Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit zu den wichtigsten Anforderungen der Metallindustrie gehören.

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