Treffen in Kabul: Normalisiert Deutschland seine Beziehung zur Taliban-Regierung?

Wie das Auswärtige Amt mitteilt, traf sich der designierte deutsche Botschafter am Donnerstag mit den stellvertretenden Ministerpräsidenten der Taliban-Regierung in Kabul. Die afghanische Seite setzte sich in den Gesprächen für die Freigabe von gesperrten Konten des afghanischen Staates ein.

Treffen in Kabul: Normalisiert Deutschland seine Beziehung zur Taliban-Regierung?

Unlängst bezeichnete der geschäftsführende Außenminister Heiko Maas die Redeerlaubnis für Taliban vor der UN-Vollversammlung als "Showeinlagen" und hielt sie nicht für "hilfreich". Erstmals seit der Machtübernahme der Miliz in Afghanistan vor etwa drei Monaten entsandte die Bundesregierung nun jedoch einen ranghohen Diplomaten nach Kabul, um einen Gesprächskanal mit der neuen afghanischen Regierung zu eröffnen.

Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, der Afghanistan-Sonderbeauftragte Jasper Wieck und der designierte deutsche Botschafter Markus Potzel seien am Donnerstag zu Gesprächen mit der Taliban-Regierung in der afghanischen Hauptstadt gewesen. Dabei sei Wieck in Kabul mit den stellvertretenden Ministerpräsidenten der Taliban-Regierung, Abdul Salam Hanafi und Mullah Abdul Ghani Baradar, zusammengetroffen. 

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, traf die Delegation, der auch der niederländische Botschafter angehörte, zudem den Taliban-Außenminister Amir Khan Muttaqi und den neuen Direktor des Geheimdienstes, Abdul Haq Wasiq.

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