Traditionell genießen: Veganes Weihnachtsmenü: Rotkohl mit Klößen und Rahmsauce

Ein gelungenes Festtagsessen macht das Weihnachtsfest erst rund. Neben den klassischen Gerichten bietet sich ein veganes Weihnachtsmenü an: Hausgemachter Rotkohl mit Klößen und veganer Rahmsauce begeistert nicht nur Veganer.

Traditionell genießen: Veganes Weihnachtsmenü: Rotkohl mit Klößen und Rahmsauce

Ein gelungenes Festtagsessen macht das Weihnachtsfest erst rund. Neben den klassischen Gerichten bietet sich ein veganes Weihnachtsmenü an: Hausgemachter Rotkohl mit Klößen und veganer Rahmsauce begeistert nicht nur Veganer.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – bald ist es wieder soweit. Weihnachten steht fast vor der Tür und mit ihr eine Zeit voller kulinarischer Erlebnisse und Highlights.

Wunderbare Weihnachtszeit

Weihnachten ist nicht nur ein Fest, sondern ein Gefühl. Besuche auf dem Weihnachtsmarkt, ein warmer Glühwein in der Hand, prunkvoller Lichterglanz, beleuchtete Straßen und der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen entzücken Groß und Klein jedes Jahr aufs Neue.

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Doch so besinnlich die Weihnachtszeit auch ist – in manchen Aspekten bringt sie die ein oder andere Herausforderung mit sich. Im vorweihnachtlichen Stress der Geschenkesuche, Dekoration und Festtagsvorbereitung sollte die Mahlzeitenplanung beispielsweise nicht zu kurz kommen. Schließlich gibt es nichts Schöneres als ein gelungenes festliches Mahl im Kreise seiner Liebsten zu genießen. Fest steht: Das Weihnachtsessen hat Tradition und gehört zum Fest wie der Weihnachtsbaum und Santa Claus.

Die Menüplanung: Ein unterschätzter Punkt

Im Laufe der Zeit hat sich die Einstellung vieler Menschen hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung und der Reduktion des Konsums tierischer Produkte gewandelt. Laut einer Statista-Grafik auf Basis einer Umfrage des IfD Allensbach ordneten sich 2020 1,3 Millionen mehr Menschen als Vegetarier ein als noch 2016. Das entspricht einem Zuwachs von rund 23 Prozent. Demnach verzichten mittlerweile acht Millionen Deutsche komplett auf Fleisch und Fisch. Bei den Veganern fällt das Plus in absoluten Zahlen mit etwa 300.000 Menschen geringer aus – ein Anstieg um rund 41 Prozent. Der Trend geht demnach ganz klar in Richtung der veganen Ernährung. Ob Sie nun selbst vegan leben, einfach nur neugierig auf ein veganes Menü sind oder vielleicht sogar vegane Gäste zu bewirten haben – ein veganes Weihnachtsessen ist definitiv machbar und kommt dem Original – im besten Fall – sehr nahe.

Traditionsgericht Rotkohl mit Klößen

Traditionelle Weihnachtsrezepte gibt es wie Sand am Meer, sie enthalten jedoch so gut wie immer Fleisch oder Fisch. Sei es Roastbeef, Kartoffelsalat mit Würstchen, Weihnachtskarpfen, Fondue, Entenbraten oder die gute alte Weihnachtsgans.

Gerade letztere wird mit Vorliebe in Kombination mit Klößen und Rotkohl gegessen. Doch wussten Sie, dass die traditionelle Zubereitung des weihnachtlichen Rotkohls nicht einmal vegan ist? Meist wandern Schmalz, Butter und Fleischbrühe mit in den Topf, um dem Wintergemüse seine charakteristische Note zu verleihen. Doch Rotkohl gelingt auch ohne tierische Produkte – statt Butter oder Schmalz verwenden wir pflanzliche Margarine, auf Fleischbrühe wird verzichtet. Stattdessen wird kräftig gewürzt – und im Nu verleihen Lorbeerblatt, Gewürznelke und Co. der Beilage ihren typischen Geschmack.

Klöße sind übrigens von Natur aus vegan. Sie bestehen lediglich aus Kartoffeln, Stärke und Gewürzen und können somit bedenkenlos in ein veganes Weihnachtsmenü integriert werden.

Der Star des Gerichts: Die vegane Rahmsauce

Die waschechte Herausforderung des Gerichtes steht noch bevor: Die Sauce. Auf zahlreichen Festtagstafeln landet zur Weihnachtszeit Braten- oder Rahmensauce. Die Bedeutung der Sauce sollte dabei nie unterschätzt werden – schließlich verleiht sie einem gelungen Mahl den letzten Schliff und sorgt für einen harmonischen Gesamtgeschmack. Anders als eine cremige Rahmsauce aus Butter und Schlagsahne, basiert die vegane Version auf Soja-Sahne. Clou des Ganzen sind jedoch scharf angebratene Pilze und Zwiebeln, die der Sauce ein fantastisches Bratenaroma verleihen. Abgelöscht wird das Spektakel mit ein wenig Weißwein und voilà – schon steht das aromatische vegane Festtagsgericht auf dem Tisch.

Tipp: Das vegane Weihnachtsmenü ist schon pur ein Genuss. Wer auf eine fleischähnliche Komponente nicht verzichten möchte, kann die Rahmsauce auch zusammen mit diversen Fleischalternativen servieren. Besonders eignet sich hierfür Geschnetzeltes auf Soja- oder Erbsenbasis.

Rezept für ein veganes Weihnachtsmenü mit Rotkohl, Klößen und Rahmsauce

Zutaten

Rotkohl

  • 500 Gramm Rotkohl
  • 1 weiße Zwiebel
  • 1 Boskop-Apfel (circa 200 Gramm)
  • 1 Esslöffel Margarine
  • 25 Milliliter Apfelessig
  • 50 Milliliter trockener Rotwein
  • 50 Milliliter Apfelsaft
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Wacholderbeere
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Zimtstange
  • 2 Teelöffel Zucker
  • Salz, Pfeffer

Rahmsauce

  • 400 Gramm Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Teelöffel Kokosöl
  • 100 Milliliter Weißwein
  • 100 Milliliter Soja-Sahne
  • ¼ Teelöffel Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Klöße

  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 100 Gramm Kartoffelmehl
  • 2 Esslöffel Weichweizengrieß
  • Eine Prise Salz
  • ¼ Teelöffel geriebene Muskatnuss

Zubereitung

  1. Die äußeren Blätter des Rotkohls entfernen und den Rotkohl waschen.
  2. Kohl vierteln, den Strunk entfernen und in 3 Millimeter feine Streifen schneiden.
  3. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  4. Die Margarine in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin drei Minuten andünsten.
  5. Den Rotkohl hinzugeben und gut verrühren.
  6. Den Apfelessig, Wein und Apfelsaft zugießen, alles unter Rühren aufkochen.
  7. Mit Lorbeer, Wacholder, Nelken, Zimtstange, Salz, Pfeffer und 2 Teelöffeln Zucker würzen.
  8. Apfelstücke unter den Rotkohl heben. Rotkohl zugedeckt bei mittlerer Hitze circa eine Stunde schmoren lassen, dabei hin und wieder umrühren. Gegebenenfalls nochmals mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
  9. Für die vegane Rahmsauce die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, die Zwiebel schälen und würfeln.
  10. In einer Pfanne Kokosöl schmelzen und die Zwiebel anschwitzen. Die Champignons hinzugeben und mit Weißwein ablöschen. Unter Rühren die Soja-Sahne hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  11. Zuletzt die Knödel zubereiten. Die Kartoffeln mit Schale garkochen. Die warmen Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
  12. Die gepressten Kartoffeln in einer Schüssel mit Grieß, Kartoffelmehl, Salz und Muskatnuss vermengen. Gegebenenfalls etwas mehr Kartoffelmehl hinzufügen.
  13. Aus dem Teig circa sechs gleich große Knödel formen und diese in leicht gesalzenes, köchelndes Wasser geben.
  14. Das Wasser kurz aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze für 20 Minuten ziehen lassen. Wenn die Knödel im Wasser aufsteigen, sind sie fertig.
  15. Die Knödel durch ein Sieb abgießen und zusammen mit dem Rotkohl auf zwei Tellern anrichten.
  16. Die vegane Rahmsauce auf den Knödeln verteilen und sofort servieren.