Stiftung Warentest: Klarer Sieger im Smartwatch-Test: Die schlauste Uhr trackt auch am besten

Smartwatches werden immer beliebter, das gleiche gilt für Sportuhren. Stiftung Warentest hat nun 14 Modelle gegeneinander antreten lassen. Und mit der Apple Watch einen klaren Sieger gekürt. Wenn da nur ihre Achillesferse nicht wäre...

Stiftung Warentest: Klarer Sieger im Smartwatch-Test: Die schlauste Uhr trackt auch am besten

Smartwatches werden immer beliebter, das gleiche gilt für Sportuhren. Stiftung Warentest hat nun 14 Modelle gegeneinander antreten lassen. Und mit der Apple Watch einen klaren Sieger gekürt. Wenn da nur ihre Achillesferse nicht wäre...

Die Benachrichtigungen immer im Blick, nebenbei gezählte Schritte und zusätzlich wird noch der Sport getrackt: Smartwatches und Sportuhren werden immer beliebter. Ein aktueller Test der Stiftung Warentest mit 14 Modellen zeigt aber erhebliche Qualitätsunterschiede - vor allem beim Sporttracking.

Denn von allen getesteten Geräten trackt nur eine Puls und Kalorienverbrauch gut: die Apple Watch Series 6. Alle anderen schneiden in diesem Punkt mittelmässig bis schlecht ab. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es sich bei mehreren getesteten Uhren um dedizierte Sportuhren handelt. Und auch Apples eigene Spar-Watch, die Apple Watch SE, kann nicht mit dem teureren Schwester-Modell mithalten. Schade: Die neue Apple Watch Series 7 (hier unser ausführlicher Test) erschien den Warentestern zu spät, um noch berücksichtigt zu werden, auch die Samsung Galaxy Watch 4 schaffte es nicht mehr in den Test.

Apple in den wichtigsten Disziplinen vorn

Dass Apple beim Sport so punkten kann, ist vor allem deshalb beeindruckend, weil die Uhr als Smartwatch die Konkurrenz in noch größerem Maße deklassiert. Die Apple-Uhren können hier beide als einzige im Test "sehr gute" Leistungen vorweisen, beide verpassen haarscharf die Bestnote. Nur Garmin schafft es sonst überhaupt, eine gute Bewertung in diesem Bereich zu liefern. Alle anderen schnitten höchstens mittelmässig ab.

Dass die Apple Watch Series 6 mit der Gesamtnote "gut" (2,0) trotzdem kaum vor dem Zweitplatzierten landet, liegt vor allem an zwei Punkten: Zum einen ist Warentest mit der Akkuleistung von 9 Stunden im Trainingsmodus und 48 Stunden im Alltag nicht zufrieden. Zum anderen wird die Apple Watch wegen Mängeln in der Datenschutzerklärung stark abgewertet. Sonst wäre der Sieg wohl erheblich klarer ausgefallen. Der Preis ist seit Erscheinen des Nachfolgers stark gefallen: Je nach Größe und Farbe ist die Uhr bereits ab 295 Euro zu bekommen. Weil sie damit kaum teurer ist als die günstigere Apple Watch SE (Vierter Platz, Wertung "gut", 2,3) und dabei Sport besser trackt, lohnt sich der Griff zum Einsteigermodell nur noch bei bestimmten Größen- und Farbwünschen. Hier muss jeder selbst abwägen.

Sportlicher Zweiter

Dass auch die zweitplatzierte Uhr, die Fenix 6 Pro von Garmin, attraktiv ist, hat mehrere Gründe. Zum einen ist da die Wahl des Betriebssystems: Nutzt man ein Android-Smartphone, ist die Apple Watch schlicht nicht zu verbinden. Aber auch die Uhr selbst kann durchaus überzeugen. Zwar ist die Kalorienzählung und die Pulsmessung nicht auf dem Niveau der Apple Watch, dafür ist die Garmin aber bei der Routenführung besser. Und auch beim Akku: Mit 24 Stunden Dauertraining und 336 Stunden Alltagsnutzung muss sie erheblich seltener ans Kabel als der Testsieger. Die Smartwatch-Funktionen kommen zwar nicht an Apple heran, fallen aber immer noch besser aus als bei nahezu allen anderen Uhren im Test. Ingesamt holt die Fenix 6 Pro daher mit einer Gesamtnote von "gut" (2,1) fast die Series 6 ein. Der Preis ist mit 425 Euro aber höher.

Eine weitere Alternative für Sportfans ist die Polar Grit X, die mit der Gesamtwertung "gut" (2,2) auf dem dritten Platz landet. Sie trackt ähnlich gut wie die Garmin, hält mit 24 Stunden Training und 336 Stunden Alltagsnutzung exakt gleich lange durch. Zudem handelt es sich bei der Outdoor-Uhr um das stabilste Modell im Test. Mehr zu den Outdoor- und Langtrainingsfunktionen erfahren Sie in unserem Test. Leider kann sie als Smartwatch nicht im selben Maß überzeugen, hier bewertet Warentest die Leistung nur als Mittelmaß. Der Preis liegt um etwa 500 Euro.

Billige Kompromisse

Wer weniger als 300 Euro ausgeben will, muss mit teils erheblichen Kompromissen rechnen, von ungenauerer Sportmessung bis zu kaum benutzbaren Smartwatch-Funktionen. Überraschenderweise ist die mit Abstand günstigste Uhr im Test - die Mi Watch Lite von Xiaomi - nicht die letztplatzierte. Mit einer Wertung von "befriedigend" (3,0) liefert sie zwar nur mittelmäßige Leistung, kostet dafür aber mit einem Preis um 50 Euro nur einen Bruchteil der teils schlechter bewerteten Konkurrenten. Weil die Distanzmessung und die Akkuleistung mit 8 Stunden Sporttracking und 228 Stunden Alltagsnutzung gut abschneiden, kann sie als einfaches Einsteigergerät ausreichen.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.


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