Russland: Gewaltsame Antwort auf israelische Bombardements auf Syriens Staatsgebiet wäre unproduktiv

Russland ist gegen die rechtswidrige Bombardierung syrischer Gebiete durch Israel, doch in jetziger Lage wäre eine gewaltsame Antwort darauf kontraproduktiv. Diese Einschätzung gab der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Syrien, Alexander Lawrentjew, ab.

Russland: Gewaltsame Antwort auf israelische Bombardements auf Syriens Staatsgebiet wäre unproduktiv

Eine gewaltsame Antwort auf die gleichwohl rechtswidrigen Bombardements von Zielen auf Syriens Staatsgebiet durch Israel wäre momentan kontraproduktiv. Diese Lageeinschätzung gab der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Syrien, Alexander Lawrentjew, bei einem Rundtischgespräch in Damaskus im Rahmen des Besuchs einer russischen behördenübergreifenden Delegation. Es folgen Zitate durch die russische Nachrichtenagentur TASS:

"Nun zur Frage der illegalen Bombardierung syrischen Territoriums durch Israel. Wir lehnen diese unmenschlichen Aktionen kategorisch ab und rufen dazu auf, auf allen Ebenen mit der israelischen Seite über die Notwendigkeit zu sprechen, die Souveränität und territoriale Integrität Syriens zu respektieren und diese Bombardierungen einzustellen."

Allerdings, so Lawrentjew, wäre "in diesem Zusammenhang eine gewaltsame Reaktion kontraproduktiv, weil niemand einen Krieg auf dem Gebiet der Arabischen Republik Syrien braucht". Gleichzeitig betonte er, dass derartige Maßnahmen Israels dem Völkerrecht zuwiderlaufen, und kündigte an, man werde weiter daran abreiten, dass diese eingestellt würden:

"Syrien darf nicht in ein Schlachtfeld zur Abrechnung mit irgendwelchen Gegnern, auch nicht mit regionalen, verwandelt werden. Deshalb werden wir unsere Arbeit in dieser Richtung fortsetzen und uns um eine bedingungslose Einstellung dieser Aktionen bemühen."

An der Diskussion unter dem Motto "Syrien in einer globalen Blockade. Wie lässt sich der Krieg gewinnen und der Frieden nicht verlieren?", nahmen syrische und russische Diplomaten, Regierungsbeamte und Vertreter der Wissenschafts- und Fachwelt teil.

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