News von heute: Verschärfte Lage an Belarus-Grenze: Merkel telefoniert erneut mit Lukaschenko

Die News von heute im stern-Ticker.

News von heute: Verschärfte Lage an Belarus-Grenze: Merkel telefoniert erneut mit Lukaschenko

Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:  

17.53 Uhr: Kreise – Union will Corona-Pläne der Ampel im Bundestag ablehnen

Die Unionsfraktion will die Pläne der Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP an diesem Donnerstag im Bundestag mehrheitlich ablehnen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin. Da die Ampel-Fraktionen aber über 40 Stimmen mehr als die notwendige Mehrheit im Bundestag haben, dürfte der Antrag von SPD, Grünen und FDP dennoch vom Parlament beschlossen werden. An diesem Freitag soll dann der Bundesrat in einer Sondersitzung über die geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz beraten.

17.34 Uhr: Berlin verkürzt Zeitraum für Auffrischimpfungen

In Berlin können Menschen ihren Corona-Impfschutz künftig schon fünf statt sechs Monate nach ihrer letzten Impfung auffrischen lassen. Dazu sei eine Landesregelung für die sogenannte Booster-Impfung getroffen worden, hieß es aus der Gesundheitsverwaltung, nachdem der "Tagesspiegel" berichtet hatte. Die Regelung gilt von Donnerstag an.

STERN PAID Booster Impfung Fragen 10.05

17.32 Uhr: Britischer F-35-Kampfjet bei Routineflug über Mittelmeer abgestürzt

Ein britischer Kampfjet des hochmodernen Typs F-35B ist nach Angaben des Londoner Verteidigungsministeriums während eines Routineflugs über dem Mittelmeer abgestürzt. Der Pilot habe sich während des Vorfalls am Vormittag rechtzeitig per Schleudersitz retten können. Er sei sicher zum Flugzeugträger "HMS Queen Elizabeth" gebracht worden, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Zu den Hintergründen gab es zunächst keine Details. Die Ermittlungen hätten begonnen, hieß es.

17.17 Uhr: Bundespolizei findet 14-jährigen Dieb in Zug in Hannover

Die Bundespolizei hat am Hauptbahnhof Hannover einen 14-Jährigen gefunden, der seit Tagen vermisst wurde und seinem Großvater 4000 Euro gestohlen hatte. Ein Beamter sei am Mittag in einen Zug Richtung Wolfsburg gestiegen und habe gesehen, dass der Junge seine Maske unter dem Kinn trug, teilte die Polizei mit. Er sei dann kontrolliert worden.

Nachdem sich herausgestellt habe, dass der Jugendliche bereits am Sonntag von einer Jugendeinrichtung in Berlin als vermisst gemeldet worden war, hätten Beamte ihn mit zur Wache genommen. Weitere Ermittlungen hätten dann ergeben, dass er seinem Großvater das Geld gestohlen hatte, um damit durch Norddeutschland zu reisen. Er hatte die 4000 Euro bereits ausgegeben. Die Polizei übergab den Jungen vorerst dem Jugendamt.

17.09 Uhr: Mehr als 100.000 Drogentote in USA in zwölf Monaten der Pandemie

In den USA hat die Zahl der Drogentoten während der Corona-Pandemie vorläufigen Daten zufolge einen traurigen Rekord erreicht. Die US-Gesundheitsbehörde CDC veröffentlichte erste Zahlen zu den Drogentoten innerhalb von zwölf Monaten bis April 2021. Nach offiziellen Schätzungen der Behörde starben in diesem Zeitraum mehr als 100.000 Menschen an einer Überdosis. Das sind 28,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und mehr als je zuvor innerhalb von zwölf Monaten.

STERN PAID Mord-Epidemie USA Oakland 19.06

17 Uhr: Neue Corona-Höchstwerte in Niederlanden – 21.000 Neuinfektionen

Die Niederlande haben rund 21.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Das sei ein neuer Höchstwert, teilte das Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Am Vortag waren es etwa 20.000 gewesen. Die Inzidenz liegt damit deutlich über 700. In den vergangenen sieben Tagen hatte das RIVM etwa 48 Prozent mehr Neuinfektionen festgestellt als in der Vorwoche. Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge Rotterdam und Amsterdam.

16.48 Uhr: Lindner offen für Impfpflicht in Pflegeheimen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner schließt eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und Einrichtungen nicht aus. "Da sind wir offen in dieser Frage", sagte Lindner am Mittwoch beim "Wirtschaftsgipfel" der "Süddeutschen Zeitung" in Berlin. Die FDP-Fraktion werde kurzfristig eine Expertenanhörung durchführen zu der Frage, ob eine solche Maßnahme - etwa in Pflegeeinrichtungen - verhältnismäßig und verantwortungsethisch begründbar sei.

16.47 Uhr: Nach Schüssen auf Touristinnen: Mexiko schickt Soldaten nach Tulum

Fast einen Monat nach dem Tod von zwei ausländischen Urlauberinnen im mexikanischen Urlaubsort Tulum sollen nun Soldaten einer neuen Spezialeinheit die Touristen in der Region schützen. "In wenigen Tagen werden etwa 1500 Mitglieder der Nationalgarde entsendet werden", kündigte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Cancún an. Die Touristinnen aus Deutschland und Indien waren im Oktober in einer Bar in Tulum in eine Schießerei zwischen rivalisierenden Banden geraten und getötet worden. Das Auswärtige Amt mahnte daraufhin Mexiko-Urlauber im Raum Tulum und Playa del Carmen an der Karibikküste zu Vorsicht.

Deutsche in Mexiko getötet 11.40

16.42 Uhr: Hohe Corona-Zahlen im Norden – Schweden führt Coronapass ein

In den skandinavischen Ländern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Nach Angaben des norwegischen Gesundheitsinstituts Folkehelseinstitutt wurden in der letzten Woche 20 Prozent mehr Fälle registriert als in der Vorwoche. Dänemark erreichte mit 3907 registrierten Fällen die höchste Anzahl täglicher Neuinfektionen in diesem Jahr.

Angesichts der Entwicklung in seinen Nachbarländern will auch Schweden Maßnahmen einführen, die die Verbreitung des Coronavirus bremsen. Die Regierung plane, ab dem 1. Dezember für Veranstaltungen im Innenraum mit mehr als 100 Teilnehmern ein Coronazertifikat einzuführen, sagte Sozialministerin Lena Hallengren.

16.38 Uhr: US-Touristen müssen 800 Euro Strafe für Einbruch ins Kolosseum zahlen

Zwei junge US-Touristen müssen für einen nächtlichen Einbruch ins Kolosseum in Rom 800 Euro Strafe zahlen. Wie die Polizei mitteilte, hatte das Paar sich Zugang zu dem Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt verschafft, um auf den Rängen des antiken Amphitheaters ein Bier zu trinken. Die Übeltäter seien geständig, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden 24- und 25-Jährigen waren demnach am Montag im Morgengrauen in den zweiten Ring der antiken Gladiatorenarena geklettert, dabei jedoch entdeckt worden. Nähere Angaben dazu, wie die Touristen in das weltberühmte, 2000 Jahre alte Gebäude gelangt waren, machte der Sprecher nicht.

16.30 Uhr: Belarus-Grenzkrise: Merkel telefoniert erneut mit Lukaschenko

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat wegen der Krise um die Migranten an der polnisch-belarussischen Grenze erneut mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko telefoniert. Das teilte das Präsidialamt von Belarus am Abend in der Hauptstadt Minsk mit. Merkel und Lukaschenko seien sich dabei einig gewesen, dass es zur Lösung des Problems Gespräche zwischen Vertretern der EU und Belarus geben sollte.

Auch Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte das Gespräch. Die Kanzlerin habe dabei "humanitäre Versorgung und Rückkehrmöglichkeiten der betroffenen Menschen" in Zusammenarbeit mit der UNO und der EU-Kommission gefordert, erklärte Seibert.

PAID Interview Polen Vize-Außenminister 16.00

16.22 Uhr: Seehofer: Rechtsextremismus ist aktuell größte Bedrohung für Gesellschaft

Der Rechtsextremismus ist nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) "derzeit die größte Bedrohung unserer Gesellschaft". Taten wie die Anschläge von Halle und Hanau, die Mordserie des NSU und die Tötung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke seien "Angriffe auf unser Gemeinwesen", sagte der noch amtierende Minister in seiner Eröffnungsansprache bei der digitalen Herbsttagung des Bundeskriminalamts (BKA). Zugleich warnte Seehofer vor einer zunehmenden "Verrohung der politischen Kultur und Sprache".

16.15 Uhr: Unionsgeführte Länder fordern Änderungen im Infektionsschutzgesetz

Die unionsgeführten Bundesländer fordern von den Ampel-Parteien Nachbesserungen am Infektionsschutzgesetz und halten den jetzigen Entwurf im Bundesrat für "nicht zustimmungsfähig". Der von SPD, Grünen und FDP vorgelegte Gesetzentwurf sei "nicht ausreichend", um für die nächsten Wochen den nötigen Schutz vor einer weiteren dynamischen Ausweitung des Coronavirus zu bieten, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU). Er ist gerichtet an den geschäftsführenden Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Koordinator der SPD-geführten Länder.

16.07 Uhr: Reiserücktritt auch ohne Reisewarnung des RKI möglich

Mit Blick auf die Corona-Pandemie können Pauschalreisende unter Umständen auch dann von der Reise zurücktreten, wenn das Robert-Koch-Institut (RKI) noch keine Reisewarnung für das Zielgebiet ausgesprochen hat. Voraussetzung einer kostenlosen Stornierung sei, dass "eine erhebliche Beeinträchtigung der Reise" besteht, wie das Landgericht Oldenburg in einem bereits rechtskräftigen Urteil entschied. (Az: 5 S 127/21)

16.05 Uhr: IS-Anhängerin mit Kontakten nach Deutschland in Mailand verhaftet

Die italienische Polizei hat eine IS-Anhängerin mit mutmaßlichen Kontakten nach Deutschland verhaftet. Nach wochenlangen Ermittlungen wurde die 19 Jahre alte Frau in Mailand festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die Italienerin mit kosovarischen Wurzeln habe sich schon im Alter von 16 Jahre radikalisiert und sei eine "glühende Unterstützerin" des sogenannten Islamischen Staates.

"Vor Kurzem" habe sie in Deutschland einen Kämpfer geheiratet und sei mit diesem in den vergangenen Monaten in Kontakt geblieben, hieß es. Der Mann mit Wurzeln im Kosovo habe Verbindungen zu dem IS-Sympathisanten gehabt, der am 2. November 2020 in Wien bei einem Terroranschlag vier Menschen getötet und mehr als 20 verletzt hatte.

16.03 Uhr: Merkel bekommt nach Amtszeitende Büro mit sieben Mitarbeitern und zwei Fahrer

Noch ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschäftsführend im Amt - nach dem Ende ihrer Regierungszeit wird sie sich auf ein Büro mit sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stützen können. Der Hauptausschuss des Bundestags billigte am Dienstagabend eine entsprechende Vorlage des Bundesfinanzministeriums. Demnach sollen Merkel außerdem zwei Fahrerinnen oder Fahrer zur Verfügung stehen.

15.50 Uhr: Tote und Verletzte bei Protesten gegen Putsch im Sudan

Bei Kundgebungen für Demokratie im ostafrikanischen Sudan sind mindestens zwei Zivilisten von Sicherheitskräften erschossen worden. Sicherheitskräfte hätten in der Hauptstadt Khartum mit scharfer Munition auf friedliche Demonstranten geschossen, erklärte das Zentralkomitee der sudanesischen Ärzte (CCSD). Zahlreiche Demonstranten seien verletzt worden; einige befänden sich in kritischem Zustand.

STERN PAID Sudan Sturz der Regierung durch das Militär 8.10

15.38 Uhr: Kreise: Macron und Draghi unterzeichnen Abkommen nächste Woche

Italien und Frankreich wollen ein Abkommen für eine stärkere Zusammenarbeit in der kommenden Woche unterzeichnen. Dafür würden sich der italienische Ministerpräsident Mario Draghi und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Rom treffen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen erfuhr. Laut Nachrichtenagentur Ansa wird Macron am 25. und 26. November zu einem Besuch erwartet. Auch eine Audienz beim Papst sei geplant. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Macron und Draghi hatten vor Monaten angekündigt, den Vertrag noch in diesem Jahr unterzeichnen zu wollen.

15.34 Uhr: Novavax beantragt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Novavax hat für seinen Corona-Impfstoff eine Marktzulassung in der Europäischen Union beantragt. Die in Amsterdam ansässige EU-Arzneimittelbehörde (EMA) teilte mit, sie habe bereits mit der Prüfung begonnen und werde voraussichtlich in "einigen Wochen" eine Entscheidung bekanntgeben. Bei dem Vakzin handelt es sich um einen sogenannten Totimpfstoff, der für die Immunisierung also abgetötete Bestandteile des neuartigen Coronavirus enthält.

15.09 Uhr: 1500 Visa für afghanische Ortskräfte in den vergangenen drei Wochen

Rund zweieinhalb Monate nach der Bundeswehr-Luftbrücke in Afghanistan kommt die Ausreise ehemaliger Ortskräfte nach Deutschland nun langsam voran. Die deutschen Visa-Stellen in der Region hätten seit dem Ende der militärischen Evakuierung mehr als 3000 Visa für Ortskräfte und besonders gefährdete Menschen ausgestellt, davon rund 1500 allein in den vergangenen drei Wochen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Das zeige, dass die Geschwindigkeit der Ausreise "deutlich anzieht", sagte der Sprecher. "Darüber sind wir sehr froh."

STERN PAID Letzte Reportage Volker Handloik 16.25

15.08 Uhr: Polens Regierung: Belarus bringt Migranten mit Bussen weg aus Kuznica

Belarus hat nach Angaben der polnischen Regierung damit begonnen, die am geschlossenen Grenzübergang Kuznica-Brusgi kampierenden Migranten mit Bussen an einen anderen Ort zu bringen. "Ich habe die Information bekommen, dass Lukaschenko erste Busse bereitgestellt hat, in die die Migranten einsteigen und wegfahren. Das Zeltlager bei Kuznica leert sich", sagte Polens Vize-Innenminister Maciej Wasik dem Sender TV Republika. "Es sieht danach aus, dass Lukaschenko diese Schlacht um die Grenze verloren hat."

14.50 Uhr: Urteil: Tantramasseur muss sich als Prostituierter anmelden

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat einen Tantramasseur dazu verpflichtet, sich als Prostituierter anzumelden. Damit müsse er regelmäßig an einer durch den öffentlichen Gesundheitsdienst angebotenen Beratung teilnehmen, entschied das Gericht in einem veröffentlichten Urteil. Mit diesem wiesen die Richter eine Klage des Manns gegen eine entsprechende Verfügung des Kreises Mettmann zurück. (Aktenzeichen: 29 K 8461/18)

14.40 Uhr: Großrazzia wegen gefälschter Impfpässe in Hessen

Die Polizei in Hessen ist mit einer Großrazzia gegen Fälschungen von Impfpässen vorgegangen. Dabei seien die beiden mutmaßlichen Fälscher sowie zehn der mutmaßlichen Käufer gefälschter Impfpässe vorläufig festgenommen worden, teilten das hessische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Insgesamt durchsuchten demnach 200 Einsatzkräfte 23 Objekte.Gefälschte Impfausweise Hamburg 11.45

14.37 Uhr: Schweden: Vater gesteht Messerangriff auf seine Kinder

Nachdem am Sonntagabend in Hässelby bei Stockholm zwei schwer verletzte Kinder gefunden wurden, hat nun der Vater ein Geständnis abgelegt. Der Mann räumte ein, seine Kinder mit einem Messer verletzt zu haben, wie seine Anwältin bei einem Termin mit dem Haftrichter sagte, über den der schwedische Fernsehsender SVT berichtete. Außerdem habe er verursacht, dass die beiden aus großer Höhe zu Boden fielen. Eines der beiden starb am Montag, das andere erlitt lebensbedrohliche Verletzungen.

14.26 Uhr: Studie aus Bochum: Zweijährige können lernen, sich abzulenken

Kleinkinder können ihre Emotionen zum Beispiel in Wartesituationen durch Beschäftigung regulieren und sich dabei die nötige Strategie von ihren Eltern und auch Fremden abschauen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Uni Bochum mit 96 Zweijährigen, die in der Zeitschrift "Child Development" veröffentlich wurde. Die Forscher um Johanna Schoppmann ließen Kinder drei Minuten lang auf ein Geschenk oder Süßigkeiten warten. Während die eine Gruppe in dieser Situation alleingelassen wurde, konnten die anderen Kinder Mitglieder des Forscherteams beim Warten beobachten. Dazu machten die Erwachsenen ihnen vor, wie sie sich mit aktivem Spielen ablenkten. "In dieser Situation zeigte sich, dass die Kinder, die eine erwachsene Person beim Warten beobachtet hatten, sich selbst mehr ablenkten als die Kinder, die niemanden beim Warten beobachtet hatten", so Autorin Schoppmann.

14.20 Uhr: Starkoch Schuhbeck wegen Steuerhinterziehung angeklagt

Der Münchner Starkoch Alfons Schuhbeck (72) ist wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden. Das bestätigte sein Sprecher. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Die Staatsanwaltschaft München I wollte sich unter Verweis auf das Steuergeheimnis nicht dazu äußern. Schuhbecks Sprecher teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: "Weitere Aussagen zum Verfahren kann ich Ihnen leider nicht geben." Schuhbeck wolle sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

14.11 Uhr: Politisch motivierte Kriminalität nimmt weiter zu

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten steigt weiter an. Sollte sich der Trend der vergangenen Monate fortsetzen, dann dürfte die Zahl der registrierten Fälle in diesem Jahr noch über dem Niveau des Vorjahres liegen, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, zu Beginn der BKA-Herbsttagung in Wiesbaden. Die Corona-Pandemie biete extremistischen Ideologien offensichtlich "weiteren Nährboden".

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten war im Jahr 2020 um 8,5 Prozent auf insgesamt 44.692 Delikte angestiegen. Damit erreichte die politisch motivierte Kriminalität den höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Jahr 2001. Mehr als die Hälfte der erfassten Straftaten war rechtsmotiviert. Die BKA-Herbsttagung steht diesmal unter dem Motto "Stabilität statt Spaltung: Was trägt und erträgt die Innere Sicherheit".Periodischer Sicherheitsbericht

13.57 Uhr: Großrazzia in NRW: Durchsuchungen und sechs Festnahmen

Bei einer Großrazzia ist der Polizei in Nordrhein-Westfalen erneut ein Schlag gegen den organisierten Drogen- und Waffenhandel gelungen. Insgesamt 47 Objekte in mehreren Städten – darunter Wohnungen, Betriebe und Lagerhallen – sind durchsucht worden, teilte die federführende Polizei in Duisburg mit. "Der heutige Einsatz ist der krönende Abschluss aufwendiger und verdeckter Ermittlungen gegen die Organisierte Kriminalität", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Laut Reul hat die Polizei sechs Männer verhaftet und zwei weitere Verdächtige vorläufig festgenommen. "Alle haben die türkische Staatsangehörigkeit. Die Tätergruppe war extrem umtriebig im Waffen- und im Drogenhandel", sagte der Innenminister.

13.55 Uhr: Corona-Überlastungsstufe in Sachsen erreicht

Sachsen hat die Corona-Überlastungsstufe bei seinen Krankenhausbetten offiziell erreicht. Damit gelten ab Freitag verschärfte Regeln und Kontaktbeschränkungen. Wegen der drastisch gestiegenen Infektionszahlen will die Landesregierung zudem am Freitag vorzeitig eine neue Corona-Schutzverordnung beschließen. Diese würde dann ab Montag nächster Woche gelten. Sachsen hat mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 742,2 den mit Abstand höchsten Wert aller Bundesländer.

Von Freitag an dürfen sich somit Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen; Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre zählen nicht mit. Das 2G-Modell (geimpft oder genesen) gilt dann auch im Einzelhandel. Davon ausgenommen sind etwa Supermärkte oder Drogerien.

13.47 Uhr: Vereinbarung: Opel-Werke werden nicht ausgegliedert

Der Autokonzern Stellantis hat seinen Plan aufgegeben, die Produktionswerke der deutschen Tochter Opel auszugliedern. Das Unternehmen und die IG Metall haben sich darauf geeinigt, den Stammsitz Rüsselsheim und das Werk im thüringischen Eisenach innerhalb der deutschen Opel Automobile GmbH weiterzuführen, wie beide Seiten mitteilten. Am Standort Eisenach soll die zwischenzeitlich wegen Teilemangels gestoppte Produktion zum Jahresbeginn wieder aufgenommen werden. Das Werk soll dann das gesamte Volumen des Modells Grandland herstellen, wie Stellantis erklärte. Der Wagen wurde zwischenzeitlich auch an anderen Stellantis-Standorten montiert.

13.35 Uhr: Hamburger Uni übergibt NS-Raubgut an Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Staats- und Universitätsbibliothek der Uni Hamburg hat mehr als 100 Bücher, Briefe und Materialien zu Reichskanzler Otto von Bismarck an die Friedrich-Ebert-Stiftung übergeben. Die Sammlung der einstigen Bismarck-Bücherei Specht war zur Zeit des Nationalsozialismus als Raubgut in den Besitz der Bibliothek gelangt, wie diese mitteilte. Bei der Sammlung handelt es sich um 118 Bücher rund um den früheren Reichskanzler von Bismarck (1815-1898), Kopien von Bismarck-Briefen, ein Liederheft und anderes. Da die parteinahe Friedrich-Ebert-Stiftung die Restitutionsansprüche der SPD bei NS-Raubgut wahrnimmt, wurde sie als rechtmäßige Eigentümerin festgelegt.PAID STERN 2006_49 Die Geschichte der DeutschenFakten

13.30 Uhr: Frau in Frankreich bringt Baby auf Standstreifen zur Welt

Auf dem Standstreifen einer Autobahn bei Toulon in Südfrankreich hat eine 25 Jahre alte Frau ein Baby zur Welt gebracht. Der Partner der Frau hatte die Fahrt Richtung Klinik zuvor am Rand der Autobahn gestoppt, als die Wehen heftiger wurden, berichtete der Sender France bleu. Der Mann wählte den Notruf und wurde vom Telefonisten der Leitstelle angewiesen, wie er bei der Geburt im Auto helfen kann. Und dies mit Erfolg: Denn als der Krankenwagen vor Ort ankam, war die Tochter des Paares bereits geboren, mit vier Kilo übrigens kein Leichtgewicht. Alle Beteiligten waren wohlauf, hieß es.

13.21 Uhr: Neun britische Klimaaktivisten müssen ins Gefängnis

Ein Gericht in London hat neun 20 bis 58 Jahre alte Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Insulate Britain wegen zivilen Ungehorsams zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt, einer von ihnen muss sogar sechs Monate ins Gefängnis. Die Verurteilten hätten deutlich gemacht, dass sie weiterhin Gerichtsbeschlüsse missachten wollten, so die Begründung. Die Aktivisten hatten gegen eine einstweilige gerichtliche Verfügung verstoßen und trotzdem weiter an Protestaktionen teilgenommen.

Insulate Britain fordert die flächendeckende Wärmeisolierung von Häusern in Großbritannien. Die jüngst stark gestiegenen Energiepreise machten eine Lösung des Problems umso dringender, betonte die Gruppe. Sie hatte in den vergangenen Wochen mehrfach die Londoner Ringautobahn M25 und andere Verkehrswege blockiert, indem Beteiligte sich auf den Asphalt geklebt hatten.

13.02 Uhr: Benzinpreis klettert weiter Richtung Allzeithoch

Der Benzinpreis steigt weiter – der Dieselpreis dagegen ist leicht gefallen. Laut ADAC werden an der Zapfsäule für einen Liter E10 im Bundesdurchschnitt 1,692 Euro fällig. Im Vergleich zur Vorwoche entspricht dies einem Preiszuwachs von 0,3 Cent. Der Benzinpreis nähert sich somit weiter seinem Allzeithoch. Laut ADAC war dieses am 13. September 2012 mit 1,709 Euro erreicht worden. Diesel wurde dagegen im Vergleich zur Vorwoche um 1,2 Cent günstiger und lag im Schnitt bei 1,557 Euro pro Liter.

Der ADAC kritisierte, vor dem Hintergrund sinkender Rohölpreise bestehe ein Spielraum für Vergünstigungen bei den Spritpreisen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent koste derzeit gut 82 Dollar und sei damit fast drei Dollar günstiger als in der Vorwoche.

12.56 Uhr: Auto landet bei Angel-Ausflug im Duisburger Hafen

Bei einem missglückten Angel-Ausflug hat ein 47-jähriger Duisburger keine dicken Fische an Land gezogen – stattdessen hing am Ende sein Auto am Haken eines Feuerwehrschiffes. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann in der Nacht am Duisburger Hafen unmittelbar am Wasser geparkt und angefangen, Angelzubehör auszuladen. Dabei habe er offensichtlich vergessen, die Handbremse anzuziehen. Das Auto rollte eine Böschung herunter, stürzte ins Wasser und versank. Feuerwehr und Polizei hätten vier Stunden für die aufwendige nächtliche Bergungsaktion gebraucht. Der unachtsame Angler nahm statt leckerer Fische eine Anzeige mit nach Hause.

12.44 Uhr: Ehe für alle ab 1. Juli 2022 auch in der Schweiz

Nach einer positiven Volksabstimmung gilt die Ehe für alle ab kommendem Jahr auch in der Schweiz. "Gleichgeschlechtliche Paare können ab dem 1. Juli 2022 heiraten oder ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln", teilte die Regierung mit. Die Schweiz ist damit eines der Schlusslichter in Europa. Ein Gesetzentwurf musste auf Eis gelegt werden, weil Gegner der Ehe für alle mit einer Unterschriftenaktion eine Volksabstimmung erzwungen hatten. Die ging im September mit 64,1 Prozent Zustimmung zur Ehe für alle aus. Die Gegner hatten vergeblich versucht, mit Fotos von weinenden Kindern Stimmung zu machen, und argumentiert, das Wohl von Kindern leide in sogenannten Regenbogenfamilien.

12.43 Uhr: Verurteilter Vergewaltiger in Südafrika zum Bürgermeister gewählt

Die Wahl eines wegen Vergewaltigung verurteilten Kommunalpolitikers zum Bürgermeister hat in Südafrika Empörung in sozialen Medien ausgelöst. Der 50 Jahre alte Mann wurde Medienberichten zufolge gestern vom Gemeinderat von Kannaland in der Provinz Westkap zum Bürgermeister gewählt – ein Amt, das er bereits in der Vergangenheit innegehabt hatte. Während seiner früheren Amtszeit war er im Jahr 2008 wegen Vergewaltigung einer 15-Jährigen zunächst zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er legte allerdings Berufung ein. In der höheren Instanz wurde die Haftstrafe ausgesetzt. Stattdessen musste der Politiker eine Geldstrafe zahlen und an einem Programm für Sexualstraftäter teilnehmen. Nach südafrikanischem Recht wäre er nur im Fall einer Haftstrafe von mehr als einem Jahr von der Wahl in ein öffentliches Amt ausgeschlossen. "So etwas ist nur in Südafrika in Ordnung", hieß es in einem Twitter-Kommentar. "Schwer vorstellbar, dass wir geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen." In einem anderen Tweet hieß es: "Irgendwas machen wir sehr falsch."

12.36 Uhr: Schleswig-Holstein beschränkt private Zusammenkünfte mit Ungeimpften

Schleswig-Holstein verschärft vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Dabei werden auch Kontakte eingeschränkt: Private Zusammenkünfte innerhalb geschlossener Räume sind in dem Bundesland von Montag an nur noch mit bis zu zehn ungeimpften Personen zulässig, wie die Landesregierung in Kiel ankündigte. Zudem sollen Ungeimpfte von Montag an keinen Zutritt mehr zu Gaststätten, zum Sport in Innenräumen und zu Dienstleistungen mit Körperkontakt erhalten. Ausnahmen gelten für Friseure und medizinische und pflegerische Dienstleistungen. Schüler müssen in dem Bundesland von Montag an im Unterricht wieder eine Maske tragen.STERN PAID 47_21 Keine Rücksicht auf die Rücksichtslosen! 9.12

12.20 Uhr: Iran will Haltung von Haustieren unter Strafe stellen

Ein Haustier zu halten oder mit einem Hund Gassi zu gehen, soll im Iran verboten und strafbar werden. Medienberichten zufolge haben die Hardliner im iranischen Parlament diesbezüglich einen neuen Gesetzentwurf vorbereitet. Demnach ist für Gassi gehen eine hohe Geldstrafe vorgesehen, Fahrzeuge, in denen Hunde transportiert werden, sollen gar für drei Monate beschlagnahmt werden. Außerdem dürfen Hausbesitzer demnächst ihre Wohnungen nicht mehr an Hunde- und Katzenbesitzer vermieten.

12.15 Uhr: Merkel attackiert Corona-Pläne der Ampel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Abkehr der Ampel-Parteien von der epidemischen Notlage mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage scharf kritisiert. "Auch wenn es rechtlich keine Mehrheit mehr für die Verlängerung der epidemischen Notlage von nationaler Tragweite mehr gibt, kann es für mich keinen Zweifel geben, dass wir uns mitten in einer solchen Notlage befinden", sagte Merkel auf der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages. "Die gegenwärtige Pandemielage in Deutschland ist dramatisch. Die vierte Welle trifft unser Land mit voller Wucht", mahnte die Kanzlerin in ihrer Rede.Kommentar Ende der epidemischen Lage 14.44

Von dem morgen geplanten Spitzentreffen von Bund und Ländern forderte Merkel daher konkrete Beschlüsse. Konkret verlangte sie von den Entscheidungsträgern in Bund und Ländern die Festlegung eines Schwellenwertes beim sogenannten Hospitalisierungsindex, "ab dem verbindlich zusätzliche Maßnahmen eingeleitet werden müssen". Ohne einen solchen Schwellenwert bleibe der Index, der Auskunft über Krankenhauseinweisungen gemessen an der Bevölkerungszahl gibt, "ein zahnloser Tiger". Weiter forderte Merkel mehr Anstrengungen, um "dringend beim Impfen voranzukommen". Auch für die anstehenden Auffrischungsimpfungen sei nun "eine nationale Kraftanstrengung" erforderlich. All dies sei notwendig, "damit wir die vor uns liegenden sehr schwierigen Wochen halbwegs glimpflich überstehen können".

12.10 Uhr: Flixtrain baut Netz aus

Fernzüge des Anbieters Flixtrain fahren von Mitte Dezember an auch zwischen Frankfurt und Köln. Damit kommen Bonn, Koblenz und Mainz ans Netz des Deutsche-Bahn-Konkurrenten. Wie Flixtrain mitteilte, steuern die Züge mit dem Winterfahrplan insgesamt zehn neue Halte an. Für das Frühjahr werden knapp 20 weitere Ziele anvisiert, darunter Dresden, Kassel, Karlsruhe und Freiburg. Insgesamt sollen die grünen Züge dann in 70 Orten halten. Weg fällt mit dem Winterfahrplan die Nachtverbindung Berlin-München. Auf der Strecke will das Unternehmen sein Busangebot Flixbus ausweiten.

12.05 Uhr: Benzin wird trotz sinkender Ölpreise teurer

Die sinkenden Ölpreise bringen keine Entspannung an der Zapfsäule. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich im Wochenvergleich weiter, wie der ADAC mitteilte. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Dienstag 1,692 Euro – das sind 0,3 Cent mehr als vergangene Woche. Zum Rekordpreis aus dem Jahr 2012 fehlen damit nur noch 1,7 Cent. Diesel verbilligte sich dagegen: 1,557 Euro pro Liter sind 1,2 Cent weniger als vor einer Woche. Davor war der Preis elf Wochen in Folge angestiegen.

Da die Ölpreise zuletzt ein gutes Stück gesunken sind, sieht der ADAC "Spielraum für Vergünstigungen bei den Spritpreisen". Der Anstieg der vergangenen Monate war insbesondere auf die steigenden Ölpreise zurückgeführt worden. Der Verkehrsclub ruft die Autofahrer daher auf, ihre Marktmacht gezielt einzusetzen und beim Tanken möglichst preiswerte Tankstellen zu nutzen.

12.00 Uhr: Reaktor in Atomkraftwerk in Belarus abgeschaltet

Das einzige und vor einem Jahr in Betrieb genommene Atomkraftwerk in Belarus hat offenbar neue Probleme. Ein Reaktorblock sei vom Netz genommen worden, der Grund für den automatisch vollzogenen Schritt sei unklar, teilte das Energieministerium in der Hauptstadt Minsk mit. Spezialisten seien dabei, die Ursache herauszufinden. Es sei keine erhöhte Strahlung festgestellt worden. Das Kernkraftwerk in Ostrowez an der Grenze zum EU-Land Litauen war vor mehr als einem Jahr in Betrieb genommen worden und hatte bereits mit Technikproblemen zu kämpfen.STERN PAID Fukushima und die deutsche Energiewende 15.30

11.55 Uhr: Nach Corona-Fällen bei Mitarbeitern: Eintracht gibt Entwarnung

Eintracht Frankfurt hat nach dem Bekanntwerden von Corona-Fällen unter seinen Mitarbeitern Entwarnung gegeben. "Alle PCR-Tests, die bei der Mannschaft und bei Personen um das Team herum getätigt wurden, fielen negativ aus", twitterte der Fußball-Bundesligist. Die Mitarbeiter hatten sich beim Deutschen Sportpresseball am 6. November infiziert. Dort galt für die Gäste die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Insgesamt wurden nach Angaben eines Veranstalters 14 Gäste und Mitwirkende nach dem Sportpresseball positiv auf das Coronavirus getestet.

11.50 Uhr: Wieder schwere Unwetter auf Sizilien: Mann stirbt durch Tornado

Sizilien ist erneut von Unwettern heimgesucht worden, bei denen es einen weiteren Toten gab. Ein Mann wurde am Mittwochmorgen in der Gemeinde Modica im Süden der italienischen Mittelmeerinsel von einem Tornado erfasst und starb. Das teilte die Feuerwehr bei Twitter mit. Eine erste Rekonstruktion habe ergeben, dass der Mann ins Freie ging, weil er Schäden durch das Unwetter an seinem Haus befürchtete, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Er sei dann aber voll von dem Tornado erfasst und getötet worden.

Wie bereits mehrfach in den vergangenen Wochen ziehen wieder Unwetter mit starkem Regen und Stürmen über Sizilien hinweg. Seit Dienstag bildeten sich vor den Küsten der Insel immer wieder Tornados, die zu Angst bei den Bewohnern an Land führten. Zahlreiche Sizilianer stellten Videos davon ins Internet.

11.45 Uhr: Indien schaltet wegen Mega-Smog zeitweise Kohlekraftwerke ab

Wegen eines dicken und stinkenden Smogs über der indischen Hauptstadt Neu Delhi haben die Behörden mehrere umliegende Kohlekraftwerke vorübergehend schließen lassen. Auch Lastwagen dürfen nur eingeschränkt in die Hauptstadt fahren. Die meisten Bauarbeiten wurden gestoppt. Schulen sollen bis auf weiteres geschlossen bleiben, wie eine Kontrollkommission, die sich mit Luftverschmutzung beschäftigt, mitteilte.

11.30 Uhr: In Russland verurteilter Ex-US-Soldat beendet Hungerstreik

Der in Russland zu neun Jahren Haft verurteilte ehemalige US-Soldat Trevor Reed hat seinen Hungerstreik beendet. Der 29-Jährige habe den Streik nach rund zwei Wochen eingestellt, weil er aus der Isolationshaft entlassen worden sei, erklärte sein Anwalt Sergej Nikitenkow. Reed hatte die Verweigerung der Nahrungsaufnahme am 4. November begonnen, um gegen "wiederholte" Verletzungen seiner Grundrechte zu protestieren. Reed soll 2019 betrunken zwei Polizisten attackiert haben, die zu einer Party in Moskau gerufen worden waren. Vergangenen Sommer wurde er dann zu den neun Jahren Haft verurteilt. Der 29-Jährige hatte auf nicht schuldig plädiert und erklärt, er könne sich an nichts erinnern. STERN PAID 12_21_Straflager_Russland_7.15Uhr

11.26 Uhr: Beschäftigte des öffentlichen Dienstes setzen Warnstreiks fort

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes setzen hunderte Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen ihre Warnstreiks fort. Sie wollen damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Neben dem Personal der Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf und Essen beteiligten sich auch Beschäftigte der Universität Duisburg-Essen, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und des Justizvollzugskrankenhauses NRW in Fröndenberg/Ruhr am teils ganztägigen Ausstand. Auch in Berlin und Niedersachsen waren am Mittwoch Warnstreiks angekündigt.

11.23 Uhr: Polens Regierung: Belarus bringt Migranten mit Bussen weg aus Kuznica

Belarus hat nach Angaben der polnischen Regierung damit begonnen, die am geschlossenen Grenzübergang Kuznica-Brusgi campierenden Migranten mit Bussen an einen anderen Ort zu bringen. "Ich habe die Information bekommen, dass Lukaschenko erste Busse bereitgestellt hat, in die die Migranten einsteigen und wegfahren. Das Zeltlager bei Kuznica leert sich", sagte Polens Vize-Innenminister Maciej Wasik dem Sender TV Republika. "Es sieht danach aus, dass Lukaschenko diese Schlacht um die Grenze verloren hat."

Staatsnahe belarussische Medien veröffentlichten Videos von vier Reisebussen. Diese sollten einige der Migranten "an andere Orte" bringen, hieß es unter Berufung auf das Rote Kreuz. So solle vermieden werden, dass es in dem neuen Nachtlager zu voll werde. Nach Schätzungen des polnischen Grenzschutzes von Dienstag sind bei Kuznica rund 2000 Migranten zusammengekommen.

11.20 Uhr: Stiftung Warentest: Viele Pasten und Extrakte enthalten kaum Vanille

Zur Adventszeit ist Vanille gefragt - viele Pasten und Extrakte im Supermarkt enthalten trotz anderslautender Werbeversprechen aber kaum etwas von dem beliebten Gewürz. Zu dieser Einschätzung kam die Stiftung Warentest, die 42 Produkte mit Vanille untersuchte, darunter auch Vanillezucker und Schoten. Das Fazit: Nur 14 Produkte konnten überzeugen, das meiste Aroma bringen ganze Schoten mit.

11.12 Uhr: Lockdown verdoppelte Zahl depressiver junger Menschen in Frankreich

Die Pandemie hat in Frankreich die psychische Gesundheit von jungen Menschen massiv beeinträchtigt. Nach der ersten Ausgangssperre im Frühjahr 2020 habe sich die Zahl der jungen Menschen mit depressiven Leiden verdoppelt, heißt es in einem veröffentlichen Bericht über die Rechte der Kinder. Mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen seien davon betroffen gewesen. Es hätten auch mehr junge Menschen Angstzustände und soziale Phobien entwickelt als zuvor, führt der Bericht aus. Die Schließung von Schulen - die in Frankreich weniger lange gedauert hat als in anderen Ländern - habe das Risiko der Abhängigkeit von Bildschirmen vergrößert.PAID Depressionen bei Männern_20.10

11.10 Uhr: Inflationsrate im Euroraum steigt über vier Prozent

Die Inflationsrate im Euroraum ist im Oktober über vier Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise legten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Analysten erwartet bestätigt. Getrieben wurde die Teuerung abermals durch Energie, die sich zum Vorjahresmonat um 23,7 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren 1,9 Prozent teurer als vor einem Jahr. In ähnlichem Ausmaß verteuerten sich Industriewaren und Dienstleistungen. Ohne Energie, Lebens- und Genussmittel stieg das Preisniveau um 2,0 Prozent. Diese sogenannte Kernrate wird von vielen Ökonomen als verlässliches Inflationsmaß angesehen.

10.50 Uhr: 14.400 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat am Mittwoch in Österreich einen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden laut Behörden 14.416 Neuansteckungen verzeichnet. Das ist – unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner – in etwa das Zweieinhalbfache des deutschen Wertes. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 953 Fälle pro 100.000 Einwohner. Den stärksten Anstieg gab es erneut im Bundesland Oberösterreich, das eine besonders niedrige Impfquote hat.

10.48 Uhr: Pfizer beantragt US-Notfallzulassung für neues Corona-Medikament

Das Pharmaunternehmen Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Covid-19-Medikament Paxlovid beantragt. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei der Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie Pfizer am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Die in einer jüngsten Studie erzielte "überwältigende Wirksamkeit" des Medikaments verdeutliche, dass oral einzunehmende antivirale Therapien eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen könnten, sagte Konzernchef Albert Bourla.Medikamente gegen Corona 21.25

Nach Angaben des Unternehmens von Anfang November verhindert die Corona-Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke, teilte Pfizer mit. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen, ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

10.45 Uhr: Peking verschärft weniger als 100 Tage vor Olympischen Spielen Einreiseregeln

Weniger als 100 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking sind die Corona-Restriktionen für Besucher von Chinas Hauptstadt verschärft worden. Laut der nun in Kraft getretenen Regelung müssen nun alle Peking-Besucher einen negativen Corona-Test nachweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Inlandsflüge aus Corona-Risikogebieten nach Peking werden gestrichen oder zumindest deutlich eingeschränkt. In der Volksrepublik werden derzeit mehr als hundert Städte als Risikogebiete eingestuft.

10.40 Uhr: Studie: 600 Millionen Brutvögel in der EU verschwunden

In der Europäischen Union sind laut einer Studie in fast 40 Jahren rund 600 Millionen Brutvögel verschwunden. "Es handelt sich dabei aber kaum um imposante Großvögel, sondern um die vielen unscheinbaren Finken, Sperlinge und Lerchen, die unsere Wiesen und Felder lebendig machen", so Leif Miller, Geschäftsführer des Naturschutzbundes (NABU). Wissenschaftler der britischen Vogelschutzorganisation RSPB, dem internationalen Dachverband des NABU BirdLife International und der Tschechischen Gesellschaft für Ornithologie haben Daten von 378 der 445 in der EU heimischen Vogelarten im Zeitraum 1980 bis 2017 ausgewertet.

10.35 Uhr: Bericht: Linnemann will Vorsitz des Unions-Wirtschaftsflügels abgeben

Der CDU-Politiker Carsten Linnemann zieht sich einem Medienbericht zufolge von der Führung des Wirtschaftsflügels der Union zurück. Linnemann gebe den Vorsitz der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ab, berichtete der "Spiegel". Der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete habe intern bereits vor einiger Zeit seinen Abschied angedeutet und unter anderem mit der Dauer seiner Amtszeit begründet. Linnemann steht seit 2013 an der Spitze der MIT.

10.30 Uhr: Experten: Boostern essenziell in der vierten Welle

Auffrischungsimpfungen auf breiter Front können nach Ansicht eines Berliner Corona-Modellierers den Trend der stark steigenden Corona-Zahlen umkehren. "Wir sehen in den Simulationen deutlich infektionsreduzierende Effekte, sobald circa 30 Prozent der Bevölkerung den Booster erhalten haben", sagte Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Voraussetzung dafür sei, entsprechende Impfkapazitäten zu schaffen. Bislang haben in Deutschland rund fünf Prozent der Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten.STERN PAID Booster Impfung Fragen 10.05

10.25 Uhr: Nach jüngster Eskalation: Aserbaidschan bestätigt sieben Tote

Nach Gefechten im Grenzgebiet zu Armenien hat Aserbaidschan den Tod von sieben Soldaten bestätigt. Das Verteidigungsministerium in Baku veröffentlichte eine Liste mit den Namen der Gefallenen. Offiziellen Angaben der Südkaukasus-Republik zufolge wurden zudem zehn Menschen verletzt. Armenien hatte bereits am Vortag über einen getöteten Soldaten in den eigenen Reihen informiert. Eriwan wirft Baku zudem vor, 13 Gefangene genommen zu haben. Mehr als 20 Armenier gelten als vermisst.

10.10 Uhr: Eine Tote nach schweren Regenfällen und Erdrutschen in Kanada

Nach tagelangen heftigen Regenfällen in der westkanadischen Provinz British Columbia ist eine Frau bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. British Columbias Verkehrsminister Rob Fleming bezeichnete die Unwetter als "den schlimmsten Sturm seit einem Jahrhundert". Sintflutartige Regenfälle, die über das Wochenende bis in den Montag hinein im Süden der Provinz niedergingen, hatten Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Zahlreiche Ortschaften sowie ein Teil der Städte Chilliwack und Abbotsford wurden Medienberichten zufolge evakuiert. Einsatzkräfte bargen die Leiche der Frau am Montagmorgen nach einer Schlammlawine auf einer Schnellstraße in der Nähe von Lillooet, wie die Polizei mitteilte. Mindestens zwei weitere Personen seien bei dem Vorfall nahe der Gemeinde rund 185 Kilometer nordwestlich von Vancouver als vermisst gemeldet worden. Weitere Fahrzeuge mit Insassen könnten demnach erfasst worden sein.

9.55 Uhr: Ehepaar soll mit Drogen und gefälschten Impfpässen gehandelt haben

Ein Ehepaar aus Bayern soll gefälschte Impfpässe und Drogen verkauft haben. Ermittler fanden in der privaten Wohnung der beiden gefälschte Impfpässe, die eine Corona-Impfung nachweisen sollten, wie die Polizei mitteilte. Zudem stießen sie dort und in dem Geschäft des 59-Jährigen und der 62-Jährigen auf Kokain und Marihuana, eine Schreckschusspistole und ein Springmesser. Das Ehepaar aus dem Landkreis Erding wurde nach der Durchsuchung Ende Oktober festgenommen, ein Haftrichter erließ Haftbefehl.Handel Impfpass 20.07

9.50 Uhr: Österreich verschärft Corona-Regeln für die Einreise

Ungeimpfte Reisende müssen an der österreichischen Grenze künftig einen PCR-Test vorweisen. Antigen-Schnelltests werden bei der Einreise ab Montag nicht mehr akzeptiert. Nur noch für Grenzpendler sind diese ungenaueren Tests gültig, wie aus einer Verordnung hervorging, die am Dienstagabend öffentlich gemacht wurde. Grundsätzlich gilt jedoch für Deutsche eine Reisewarnung, da die Bundesregierung seit Sonntag fast ganz Österreich als Corona-Hochrisikogebiete einstuft. Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien.

Wer dennoch nach Österreich will, muss strengere Kriterien laut der neuen 2,5G-Regel (Geimpft, Genesen oder PCR-Getestet) erfüllen. Impfzertifikate sind nicht mehr ein Jahr lang, sondern nur noch neun Monate gültig. Ungeimpfte Pendler müssen negative PCR-Testergebnisse vorweisen, die nur noch für 72 Stunden gelten (bisher eine Woche). Schnelltests sind für Pendler nur noch 24 statt 48 Stunden lang gültig.

9.01 Uhr: Raser heizt mit 188 Stundenkilometern über Bundesstraße

Mit einer Geschwindigkeit von 188 Stundenkilometern statt der erlaubten 70 ist ein Autofahrer über eine Bundesstraße bei Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern gerast. Die Polizei zog den 66-Jährigen am Dienstag aus dem Verkehr, wie eine Sprecherin sagte. Die Besatzung eines Videowagens der Polizei hatte den Raser ertappt. Die Technik liefere einen eindeutigen Beweis, hieß es. Der Mann aus Schleswig-Holstein müsse nach den neuen Bußgeldregelungen mit drei Monaten Fahrverbot, etwa 700 Euro Bußgeld und zwei Punkten in der Verkehrssünderdatei in Flensburg rechnen.

8.57 Uhr: 86-jährige Salina Steinfeld ist "Miss Holocaust Survivor 2021"

Salina Steinfeld aus der israelischen Küstenstadt Haifa ist mit 86 Jahren zur "Miss Holocaust Survivor 2021" gekürt worden. "Wir müssen überall stark sein, um zu wissen, wie wir uns um uns selbst kümmern können – und am wichtigsten, uns gegenseitig zu helfen", sagte Steinfeld nach der Wahl in Jerusalem, wie die Veranstalter mitteilten. "Lasst unglückliche Menschen nicht allein." Die Seniorin besucht demnach trotz ihres hohen Alters mindestens einmal in der Woche als Freiwillige andere Holocaust-Überlebende. Ziel der ungewöhnlichen Miss-Wahl sei es, "den Heldinnen, die den Holocaust überlebt haben, Freude zu bringen", hieß es in einer Mitteilung. Die letzte Wahl zur "Miss Holocaust Survivor" hatte wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2018 stattgefunden.PAID Interview Anita & Maya Lasker-Wallfisch 15.22 Uhr

8.40 Uhr: Schweinepest-Fall in Mecklenburg-Vorpommern: Tier-Tötung gestartet

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Mastbetrieb bei Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Räumung des gesamten Bestandes begonnen. Wie eine Sprecherin des Landkreises Rostock am Mittwoch in Güstrow sagte, sollen die etwa 4000 Schweine innerhalb von drei Tagen unter größten Sicherheitsvorkehrungen von einer Spezialfirma entsorgt werden. Die getöteten Tiere werden demnach in gesonderten Behältern in eine Tierkörperentsorgungsanlage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gebracht. Ziel ist es, dass möglichst keine Erreger der Tierseuche außerhalb der betroffenen Anlage gelangen, hieß es.

8.30 Uhr: Inflation in Großbritannien steigt auf Zehnjahreshoch

Die Inflation in Großbritannien zieht weiter an. Im Oktober stiegen die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2 Prozent, wie das Statistikamt ONS in London mitteilte. Das ist der stärkste Zuwachs seit zehn Jahren. Im September hatte die Teuerungsrate noch bei 3,1 Prozent gelegen. Analysten hatten zwar mit einem höheren Preisauftrieb gerechnet, im Schnitt aber lediglich eine Inflationsrate von 3,9 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent. Preisauftrieb kam vor allem von den Wohnkosten und haushaltsnahen Dienstleistungen. Teurer waren auch Transportdienste sowie der Besuch von Restaurant und Hotels.

8.27 Uhr: Stiko-Chef deutet baldige Ausweitung der Booster-Empfehlung an

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat eine baldige Ausweitung der Empfehlung für Corona-Auffrischungsimpfungen in Aussicht gestellt. Die Stiko werde am Mittwoch "über die nächste, sozusagen die fortgeschriebene Empfehlung beraten, und das wird nicht lange dauern, und dann wird die jetzt von Ihnen reklamierte Empfehlung auch kommen", sagte Mertens auf eine entsprechende Frage in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren. Auf Nachfrage machte Mertens klar, dass die Empfehlung "bis 18" gesenkt werden könnte.STERN PAID Booster Impfung Fragen 10.05

8.15 Uhr: Großrazzia in NRW: Durchsuchungen von 47 Objekten

Bei einem großen Einsatz gegen die organisierte Kriminalität durchsucht die Polizei in Nordrhein-Westfalen insgesamt 47 Objekte in mehreren Städten. Die Razzia laufe seit Mittwochmorgen und richte sich insbesondere gegen den Drogen- und Waffenhandel, teilte die Polizei in Duisburg mit. Es würden Wohnungen, Betriebe und Lagerhallen durchsucht. Genauere Aussagen, gegen wen sich die Durchsuchungen richten und über einen möglichen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Objekten machte eine Polizeisprecherin nicht. Die Duisburger Kriminalpolizei werde von mehreren Hundert Einsatzkräften unterstützt, hieß es. Dazu gehören demnach Spezialeinheiten, Hundertschaften und Polizeihunde.

8.05 Uhr: Nach Terroranschlag in Uganda steigt Opferzahl weiter

Nach einem Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im ostafrikanischen Uganda ist die Zahl der Todesopfer auf 13 gestiegen. Drei Selbstmordattentäter hatten am Dienstag an zwei Plätzen in der Innenstadt der Hauptstadt Kampala Sprengsätze gezündet. Dabei kamen drei Menschen sowie die Angreifer ums Leben; weitere 33 Menschen wurden verletzt. Sieben weitere Terroristen, die sich der Festnahme widersetzten, seien im Anschluss getötet worden, sagte Präsident Yoweri Museveni in der Nacht zum Mittwoch. Mehr als 80 mutmaßliche Extremisten seien demnach festgenommen worden. Am Dienstag belief sich die Opferzahl zunächst auf sechs.

Der IS bekannte sich über den digitalen Messenger-Dienst Telegram zu dem Anschlag. Die Miliz behauptete, bei dem Anschlag auch Polizisten getötet zu haben. Nach Angaben der Polizei gehörten die Täter den Islamist Allied Democratic Forces (ADF) an, einem IS-Ableger, der von der US-Regierung im März als Terrororganisation eingestuft worden war.

7.55 Uhr: Ölpreise geben nach – Spekulationen um Reserven in USA und China

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel nachgegeben. Bestimmend ist nach wie vor die Frage, ob große Verbrauchsländer gegen das hohe Preisniveau vorgehen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 81,57 US-Dollar. Das waren 86 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel in ähnlichem Ausmaß auf 79,90 Dollar. Am Markt halten sich Spekulationen, große Volkswirtschaften könnten Teile ihrer nationalen Ölreserven freigeben, um die immer noch hohen Erdölpreise zu drücken. Laut chinesischen Medienberichten haben die politischen Anführer der USA und China, Joe Biden und Xi Jinping, in dieser Woche über ein beiderseitiges Vorgehen gesprochen. Die Initiative sei von den USA ausgegangen.

7.48 Uhr: Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einen Rekordwert gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 22 479 neue bestätigte Fälle – so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie vor mehr als anderthalb Jahren. Das ging am Mittwochmorgen aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Der bisherige Höchststand lag bei 17 778 Fällen am 6. Januar.STERN Paid Frankreich Einschränkungen Nichtgeimpfte 17.05

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - stieg auf 813. In den Krankenhäusern werden mehr als 4 400 Corona-Patienten behandelt, von denen sich mehr als 660 in einem ernsten Zustand befanden. Am stärksten betroffen sind derzeit die östlichen Verwaltungsregionen Mährisch-Schlesien und Olomouc (Olmütz). Nur knapp 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner des deutschen Nachbarlandes sind vollständig geimpft.

7.25 Uhr: Belarus: Tausend Migranten verbrachten Nacht in Lagerhalle

Nach der jüngsten Eskalation an der Grenze zu Polen haben rund tausend Migranten belarussischen Angaben zufolge die Nacht in einem neuen Schlaflager verbracht. Die belarussische Staatsagentur Belta veröffentlichte Fotos von Erwachsenen und Kindern, die mit Decken und Schlafsäcken in einer Halle sitzen. Am Vorabend hatte Machthaber Alexander Lukaschenko angeordnet, die Lagerstätten eines Logistikunternehmens in der Region Grodno nahe der Grenze zum Nachtlager umzufunktionieren.

7.21 Uhr: Schulen in Neu Delhi wegen dichter Smog-Wolke bis auf Weiteres geschlossen

Angesichts der dichten Smog-Wolke, die seit der vergangenen Woche über Neu Delhi hängt, bleiben die Schulen in der indischen Hauptstadt bis auf Weiteres geschlossen. Das kündigte die Kommission für die Regulierung der Luftqualität in der Hauptstadtregio an. Die Bürger wurden aufgefordert, im Homeoffice zu arbeiten und ein Einfahrverbot für Lastwagen mit nicht notwendigen Gütern wurde verhängt.

6.50 Uhr: Uno: Mindestens 1000 Festnahmen seit Verhängung von Ausnahmezustand in Äthiopien

In Äthiopien sind nach UN-Angaben seit der Verhängung des Ausnahmezustands vor rund zwei Wochen mindestens tausend Menschen festgenommen worden. Eine Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte sprach vor Journalisten in Genf von einer "besorgniserregenden" Entwicklung. Bei den meisten Festgenommenen handele es sich um Angehörige der Volksgruppe der Tigray. Diese würden oft unter dem Verdacht festgenommen, in Verbindung mit der Rebellengruppe TPLF zu stehen.

5.40 Uhr: Frau von Mexikos mächtigstem Drogenboss festgenommen

Die mexikanischen Behörden haben die Festnahme der Frau des mächtigsten Drogenhändlers des Landes gemeldet. Soldaten hätten Rosalinda González, die Frau des auch als "El Mencho" bekannten Kartellchefs Nemesio Oseguero, in der Stadt Zapopan im Westen Mexikos festgenommen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Das Ministerium sprach von einem "bedeutenden Schlag gegen die Finanzstruktur der organisierten Kriminalität im Bundesstaat Jalisco".PAID STERN 2019_25 Der Kurze

5.00 Uhr: Ifo: Steigende Infektionszahlen gefährden wirtschaftliche Erholung

Die steigenden Corona-Infektionszahlen gefährden nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes Ifo die Konjunkturerholung in Deutschland. "Die Ausbreitung der Infektionen sorgt dafür, dass die wirtschaftliche Aktivität in den Sektoren des sozialen Konsums - also Gastronomie, Reise, Kultur und Veranstaltungen – zurückgeht, weil Menschen Ansteckungsrisiken meiden", sagte Ifo-Chef Clemens Fuest der "Passauer Neuen Presse". Die ohnehin fragile Erholung werde so gefährdet.

Fuest sagte, zu einem großen Teil seien es nicht Lockdown-Maßnahmen, die ökonomische Kosten verursachten, sondern die Pandemie selbst. "Bei hoher Infektionsgefahr gehen die meisten Menschen nicht ins Restaurant oder zu Veranstaltungen, egal ob die durch staatliche Vorgaben geschlossen sind oder nicht." Der Unterschied zum vergangenen Winter bestehe darin, dass jetzt viele Menschen geimpft seien, auch wenn die Impfungen nicht perfekt schützten.

4.15 Uhr: RKI registriert 52.826 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 319,5

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat einen neuen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der von den Gesundheitsämtern gemeldeten Fälle am Mittwochmorgen mit 52.826 an. Vor genau einer Woche waren es 39.676 Ansteckungen. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 319,5 an – ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 312,4 gelegen, vor einer Woche bei 232,1 (Vormonat: 66,1) gelegen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.01 Uhr wiedergeben. Am vergangenem Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50.196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht.

4.10 Uhr: Elf Jahre nach schwerem Minenunglück in Neuseeland: Leichen entdeckt

Elf Jahre nach einem schweren Minenunglück in Neuseeland mit 29 Toten haben die Behörden die sterblichen Überreste von mindestens zwei der Opfer entdeckt. Die Leichen seien mittels Kameras, die durch Bohrlöcher in das Bergwerk Pike River Mine eingeführt wurden, "am äußersten Ende der Mine" gefunden worden, sagte Kriminalkommissar Peter Read. Eine Bergung, die die Angehörigen seit Jahren fordern, schließen die Behörden aber aus Sicherheits- und Kostengründen weiterhin aus. Die Mine liegt an der Westküste der neuseeländischen Südinsel.

3.46 Uhr: Lieferengpässe drosseln japanische Ausfuhren

Die globalen Lieferengpässe drücken weiter auf die Erholung der japanischen Ausfuhren vom Corona-Einbruch. Im Oktober legten die Exporte der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nur noch um 9,4 Prozent zu nach 13 Prozent im September, wie das Finanzministerium in Tokio auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab. Es war das erste Mal seit acht Monaten, dass Japans Exportwachstum nur noch einstellig ausfiel. Probleme bereitete vor allem der Chipmangel, der die Exporte der für Japan so wichtigen Autoindustrie drosselt. So sanken die Ausfuhren von Autos zum Vorjahr um 36,7 Prozent, nach einem Rückgang von 40,3 Prozent im Vormonat.Was Verbraucher über die Lieferengpässe wissen müssen 15.00

3.07 Uhr: Traditionelle Silvesterparty am Times Square wieder mit vielen Gästen

Die traditionelle Silvesterfeier am New Yorker Times Square darf in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Gästen stattfinden. Als Zuschauer zugelassen würden Menschen, die eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus nachweisen könnten, sagte Bürgermeister Bill de Blasio vor Journalisten. Ausnahmen werde es für Menschen geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten. Sie müssten einen negativen Corona-Test vorlegen.

1.13 Uhr: Ukrainischer Botschafter warnt vor wachsendem Risiko einer russischen Invasion

Angesichts der russischen Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine hat der ukrainische Botschafter in Berlin vor dem wachsenden Risiko einer Invasion gewarnt. "Noch nie seit 2014, als die Russen die Krim und Teile der Ostukraine mit Waffengewalt besetzt haben, war die Gefahr eines neuen, groß angelegten Einmarsches akuter als dieser Tage", sagte Andrij Melnyk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auch Berlin sollte "diese Bedrohung viel ernster nehmen", mahnte er.

Die ukrainischen und westlichen Nachrichtendienste hätten seit Tagen eine massive Verstärkung der russischen Truppenkonzentration beobachtet, bekräftigte Melnyk. Er sprach von 114.000 russischen Soldaten, die "vor der Ostgrenze der Ukraine und im besetzten Donbass" stünden. Auf der annektierten Halbinsel Krim seien "rund 32.000 Kräfte stationiert, auch in Belarus sind es wohl mehrere Tausend", sagte er weiter. 

0.46 Uhr: Mindestens eine Tote durch Schlammlawinen in Kanada

Durch die von starken Regenfällen ausgelösten Schlammlawinen im Westen Kanadas ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Such- und Rettungstrupps hätten nahe des 250 Kilometer nördlich von Vancouver gelegenen Orts Lillooet die Leiche einer Frau geborgen, teilte die Polizei mit. Mindestens zwei weitere Menschen gelten als vermisst. Den Ermittlern lägen zwei Vermisstenmeldungen vor, sagte die Polizistin Janelle Shoihet. Allerdings bestehe die Befürchtung, dass noch weitere Menschen mit ihren Fahrzeugen von einer Schlammlawine weggespült worden sein könnten.STERN PAID Wohlleben Wetterextreme 10.00

Schlammlawinen hatten am Montag mehrere Autobahnen in der Provinz British Columbia beschädigt. Hunderte Menschen, die in ihren Fahrzeugen in Richtung Vancouver unterwegs waren, mussten mit Militärhubschraubern in Sicherheit gebracht werden. Wegen Erdrutschen fielen auch Zugverbindungen von und nach Vancouver aus. Wegen der Regenfälle hatten die Behörden Evakuierungen in Abbotsford bei Vancouver und in der Gemeinde Merritt angeordnet. Für die Betroffenen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Auch am Dienstag konnten tausende Menschen nicht in ihre Häuser zurückkehren. In 9000 Haushalten fiel der Strom aus.

0.30 Uhr: Feuer an ICE wegen heißgelaufener Bremse in Offenburger Bahnhof

Wegen einer heißgelaufenen Bremse ist es am Dienstagabend zu einem Feuer an einem ICE im Offenburger Bahnhof gekommen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte seien die 120 Passagiere bereits in Sicherheit gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit. Nach kurzem Warten hätten die Fahrgäste ihre Reise mit anderen Zügen fortsetzen können. Der betroffene ICE soll nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn nach Basel gefahren und dort von Techniker untersucht werden. Auf den Zugbetrieb habe der Brand keine Auswirkungen gehabt.

0.27 Uhr: Yellen: Zahlungsausfall der US-Regierung droht Mitte Dezember

US-Finanzministerin Janet Yellen hat vor einem möglichen Zahlungsausfall der US-Regierung ab dem 15. Dezember gewarnt – knapp zwei Wochen später als bislang von ihr befürchtet. "Es gibt Szenarien, in denen dem Finanzministerium nicht genügend Mittel verbleiben, um den Betrieb der US-Regierung über diesen Zeitpunkt hinaus zu finanzieren", hieß es in einem vom Ministerium veröffentlichten Schreiben Yellens an die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Um das Vertrauen in die USA und die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft zu gewährleisten, müsse der US-Kongress die Schuldenobergrenze so bald wie möglich anheben oder aussetzen.