News von heute: Laut US-Studie gibt es ein deutlich erhöhtes Risiko für Totgeburten bei Corona-Infektion

Die News von heute im stern-Ticker.

News von heute: Laut US-Studie gibt es ein deutlich erhöhtes Risiko für Totgeburten bei Corona-Infektion

Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:  

23.03 Uhr: Verletzte durch Warnschüsse bei Corona-Demo in den Niederlanden

Durch Warnschüsse der Polizei bei einer gewalttätigen Corona-Demonstration in den Niederlanden sind mehrere Menschen verletzt worden. "Im Zusammenhang mit den Warnschüssen" habe es Verletzte gegeben, erklärte die Polizei in Rotterdam. Laut Polizei legten Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen Brände und warfen mit Feuerwerkskörpern, es habe "Krawalle" gegeben. In den Niederlanden gilt wegen steigender Corona-Infektionszahlen seit dem vergangenen Wochenende wieder ein Teil-Lockdown.

22.25 Uhr: Tesla wegen frauenfeindlicher Atmosphäre in kalifornischem Werk verklagt

Weil sie und ihre Kolleginnen nach ihren Angaben bei der Arbeit in einem Tesla-Werk in Kalifornien ständig sexueller Belästigungen ausgesetzt waren, hat eine Mitarbeiterin den US-Elektroautobauer verklagt. Von Beginn an habe sie in dem Tesla-Werk in Fremont in einem frauenfeindlichen Umfeld gearbeitet, doch trotz ihrer Beschwerden habe das Management nichts dagegen unternommen, heißt es in der von Jessica Barraza eingereichten Klage. Teslas öffentliche Versicherungen, "ein sicheres und respektvolles Umfeld für seine Mitarbeiter zu fördern", seien nur Fassade, erklärte Barraza. Drei Jahre lang seien ihre Kolleginnen und sie von Kollegen und teilweise auch von ihren Vorgesetzten tagtäglich zu "Objekten" degradiert worden, seien "begrapscht und angemacht" worden.

22.19 Uhr: US-Präsident Biden begnadigt Truthähne vor Thanksgiving-Fest

Wenige Tage vor dem amerikanischen Fest Thanksgiving hat US-Präsident Joe Biden zwei Truthähne begnadigt und den beiden Vögeln damit das Schicksal vieler Artgenossen an diesem Feiertag erspart. Bei der traditionellen Zeremonie im Rosengarten des Weißen Hauses bewahrte Biden die Truthähne "Peanutbutter" (Erdnussbutter) und "Jelly" (Gelee) vor dem Tod. Biden sagte, die Namen finde er gut, und verriet: "Das mag ich zum Mittagessen" - auch wenn seine Ehefrau damit nicht einverstanden sei. Sandwiches mit Erdnussbutter und Gelee sind eine kulinarische Eigenart der USA. Vor der feierlichen Veranstaltung waren "Peanutbutter" und "Jelly" wie üblich in einem Luxushotel in der Nähe des Weißen Hauses untergebracht gewesen. Die Vögel schnatterten während der Zeremonie mehrfach. "Ich mag es, wenn sie so mit mir reden", sagte Biden.

22.06 Uhr: Ampel-Parteien verhandeln Samstag weiter

Die Spitzen-Verhandler von SPD, Grünen und FDP setzen ihre Gespräche zur Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung am Samstag fort. Das erfuhr die Nachrichtenagentur DPA aus Verhandlungskreisen. Die Gespräche am Freitag endeten demnach am Abend gegen 22 Uhr nach rund zwölf Stunden. Erklärtes Ziel der drei Parteien ist eine Regierungsbildung in der Nikolauswoche, also ab dem 6. Dezember.

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21.59 Uhr: Ausschreitungen bei Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Rotterdam

Bei einer Demonstration Hunderter Menschen gegen schärfere Corona-Maßnahmen ist es in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. An verschiedenen Stellen sei es zu Brandstiftungen gekommen, Feuerwerkskörper seien abgefeuert worden und Beamte hätten mehrere Warnschüsse abgegeben, teilte die Polizei in Rotterdam mit. Mit einem Großaufgebot werde versucht, wieder Ordnung zu schaffen. Dabei komme auch die Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Von Verletzten war zunächst nicht die Rede. Die Kundgebung, zu der mehrere Organisationen aufgerufen hatten, richtete sich gegen Pläne der Regierung, angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage eine 2G-Regel einzuführen.

21.46 Uhr: Slowakei verschiebt 3G-Pflicht am Arbeitsplatz

Während Nachbarländer wie Österreich ihre Corona-Regeln verschärfen, macht die Slowakei wieder einen Rückzieher von gerade beschlossenen Maßnahmen. Die Gesundheitsbehörden gaben in Bratislava bekannt, dass die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz auf unbestimmte Zeit verschoben werde. Erst am Donnerstag hatte die Regierung beschlossen, dass ab Montag neben Geimpften und Genesenen nur solche Personen zur Arbeit gehen dürfen, die mindestens zweimal pro Woche einen negativen Corona-Test nachweisen können.

21.08 Uhr: Nicaragua beantragt Austritt aus Organisation Amerikanischer Staaten

Nach Kritik der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) am Ablauf der Präsidentschaftswahl in Nicaragua hat das Land den Austritt aus dem Staatenbund beantragt. Es sei die "unerschütterliche" Entscheidung der Regierung, aus der Organisation auszutreten, schrieb Außenminister Denis Moncada an OAS-Generalsekretär Luis Almagro. Die USA hatten nach der umstrittenen Wiederwahl von Daniel Ortega ein Einreiseverbot gegen den Machthaber, dessen Frau und Stellvertreterin Rosario Murillo sowie gegen sämtliche Minister verhängt. Mit der Beantragung des Ausstiegs aus der OAS beginnt eine zweijährige Übergangszeit, in der das Land seine Verpflichtungen gegenüber der Organisation weiter erfüllen muss. 

20.44 Uhr: Laut US-Studie gibt es ein deutlich erhöhtes Risiko für Totgeburten bei Corona-Infektion

Mit dem Coronavirus infizierte Schwangere haben laut einer US-Studie ein deutlich erhöhtes Risiko, eine Totgeburt zu erleiden. Laut der Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde CDC war das Risiko einer Totgeburt vor dem Auftreten der Delta-Variante des Coronavirus 1,47-mal höher als bei nicht infizierten Frauen. Nach dem Beginn der Delta-Coronawelle lag das Totgeburts-Risiko viermal höher, insgesamt war es rund 1,9-fach erhöht. In die Studie flossen US-Schwangerschaftsdaten zwischen März 2020 und September 2021 ein. Bei mehr als 1,2 Millionen Krankenhauseinweisungen für eine Entbindung gab es dabei 8154 Totgeburten. Laut den Studienautoren sind weitere Untersuchungen notwendig, um den Zusammenhang zwischen Komplikationen einer Covid-19-Erkrankung von Schwangeren und dem Risiko einer Totgeburt zu ergründen.

20.30 Uhr: Gefahr von Plastikteilen: Knöpfle der Firma Henglein zurückgerufen

Wegen möglicher Plastikteile hat die Firma Hans Henglein & Sohn GmbH das Produkt "Henglein Frische Knöpfle 400g" zurückgerufen. Betroffen sei nur die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9.12.2021. Das teilte das Unternehmen mit. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in den Lebensmitteln blaue Plastikteile befinden; es handelt sich dabei um Teile eines gebrochenen Schabers, der bei der Produktion Verwendung findet", hieß es. "Aufgrund der möglichen Verletzungsgefahr sollten Kunden dieses Lebensmittel nicht verzehren." Das Produkt wurde demzufolge bundesweit bei Globus, Edeka, Handelshof und REWE vertrieben.

20:16 Uhr. Corona: Sachsen schränkt weite Teile des öffentlichen Lebens ein

Sachsen will angesichts rasant steigender Corona-Zahlen vom kommenden Montag an weite Teile des öffentlichen Lebens einschränken. Das teilte die Regierung noch vor einer abschließenden Kabinettssitzung mit. Schließen müssen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bibliotheken, Bars, Clubs und Diskotheken. Das gleiche gilt für Weihnachtsmärkte. Die Beherbergung von Touristen ist untersagt. Die Gastronomie soll mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen dürfen. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Dezember. Auch Großveranstaltungen, Feste und Messen werden untersagt, ebenso touristische Bahn- und Busfahrten. Tanz-, Musik- und Kunstschulen dürfen genau wie Volkshochschulen nicht unterrichten. Eine Ausnahme sind Angebote für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Für Zugang zum Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel. Profisport ist ohne Zuschauer möglich, auf den Fußball kommen also wieder Geisterspiele zu.

20.00 Uhr: Schütze von Kenosha in allen Anklagepunkten freigesprochen

Im viel beachteten Prozess um den gewaltsamen Tod von zwei Menschen bei Anti-Rassismus-Protesten im vergangenen Jahr ist der Angeklagte freigesprochen worden. Die zwölf Geschworenen am Gericht in der Stadt Kenosha befanden den Schützen Kyle R. in allen fünf Anklagepunkten für nicht schuldig. Der inzwischen 18-jährige Weiße hat die tödlichen Schüsse mit einem Sturmgewehr bei dem Protest im US-Bundesstaat Wisconsin nie bestritten, plädierte aber auf unschuldig. Er berief sich auf sein Recht zur Selbstverteidigung. Nach der Urteilsverkündung rang R. im Gerichtssaal sichtlich erleichtert um Fassung.

19.04 Uhr: 22,4 Millionen Euro bei RTL-Spendenmarathon für wohltätige Zwecke

Beim RTL-Spendenmarathon ist dieses Jahr so viel Geld zusammengekommen wie noch nie. Gut 22,4 Millionen Euro - ganz exakt waren es 22.448.676 Euro - standen nach 24 Stunden auf der Spendenuhr. "Eine neue Rekordsumme, mit der Kindern in Not auf der ganzen Welt geholfen werden kann", teilte der Kölner Privatsender mit. Das live übertragene Charity-Ereignis mit Moderator Wolfram Kons fand zum 26. Mal statt. Viele Prominente wie Sarah Engels, Mickie Krause und Marie-Luise Marjan setzten sich für Spenden an wohltätige Projekte ein. Das Spektrum reichte vom Kampf gegen Kinderarmut über den Bau einer Augenklinik in Uganda bis hin zu einem Bewegungszentrum für krebskranke Kinder.

19.01 Uhr: Slowaken und Tschechen trauern um Popsänger Miroslav Zbirka

Hunderte Menschen haben in Prag von dem populären slowakischen Sänger Miroslav (Miro) Zbirka Abschied genommen. Als Ehrengäste kamen die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova und der geschäftsführende tschechische Ministerpräsident Andrej Babis zur Trauerfeier in einem Krematorium. Mit Songs wie "Biely Kvet" (Weiße Blume) wurde Zbirka in den 80er Jahren in der damaligen Tschechoslowakei zu einem der beliebtesten Interpreten, der es zeitweise sogar mit Karel Gott aufnehmen konnte. Kurz nach der Jahrtausendwende gelang ihm ein Comeback. Er starb am 10. November in Prag im Alter von 69 Jahren.

18.22 Uhr: Niederlande verbieten Böller und Raketen zum Jahreswechsel

Angesichts der sehr angespannten Corona-Lage in den Niederlanden sind Böller und Raketen wegen Verletzungsgefahr auch dieses Jahr zu Silvester verboten. Das beschloss die geschäftsführende Regierung in Den Haag, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Auch der Verkauf von Feuerwerkskörpern für den Privatgebrauch wurde verboten. Es gehe darum, die ohnehin überlasteten Kliniken, das Pflegepersonal und die Polizei zu schonen. Im vergangenen Jahr, als es ebenfalls ein Feuerwerksverbot gab, sank die Zahl der durch Raketen und Böller Verletzten, die Krankenhäuser oder einen Arzt aufsuchen mussten, um 70 Prozent im Vergleich zu 2019.

STERN PAID Corona Italien 11.30

18.19 Uhr: Mehr Moderna-Impfstoff für "Booster" - Begrenzung für Biontech

Die Corona-Auffrischungsimpfungen sollen deutlich anziehen und verstärkt mit dem Impfstoff von Moderna anstelle von Biontech vorgenommen werden. Im Bundesgesundheitsministerium heißt es, dass bis Jahresende genug Impfstoff für solche "Booster" zur Verfügung stehe. Nachdem das Präparat von Biontech bisher mehr als 90 Prozent der Bestellungen ausmache, solle aber vermehrt Moderna eingesetzt werden. Dies solle sichern, dass kurzfristig ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Zudem verfielen eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022, was aber vermieden werden müsse. Beide Impfstoffe seien nach vorliegenden Studiendaten und laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) gleichwertig.

18.19 Uhr: Frankreichs Gesundheitsbehörde empfiehlt Auffrischimpfung ab 40

Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus nun bereits für Menschen ab 40 Jahren. Nach der Auswertung internationaler Studien habe sich gezeigt, dass eine Auffrischimpfung sechs Monate nach der vollständigen Immunisierung bereits für Menschen ab 40 vorteilhaft sei, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Insbesondere wurden auf gute Erfahrungsdaten aus Israel und den USA verwiesen. Um für noch jüngere Menschen eine Empfehlung abzugeben, seien noch nicht genügend Daten verfügbar, erklärte die Behörde

18.17 Uhr: Kamala Harris für kurze Zeit amtierende US-Präsidentin

Eine Frau an der Spitze der USA: US-Präsident Joe Biden hat wegen einer Darmspiegelung unter Narkose die Amtsgeschäfte vorübergehend an seine Stellvertreterin Kamala Harris übergeben. Die 57-jährige Vizepräsidentin wurde damit für kurze Zeit amtierende Präsidentin der USA - und hatte als erste Frau in der US-Geschichte präsidentielle Macht inne. Sie war damit kurzzeitig auch Oberbefehlshaberin über die US-Streitkräfte und Herrin über die Atomwaffen des Landes. Festgehalten ist diese Stellvertreter-Vorgehen in der US-Verfassung und wurde in der Geschichte schon mehrfach angewandt.

Kamala Harris in der Zwickmühle 17.10

18.13 Uhr: Bedrohungslage an Kita in Köln beendet - Mann stellt sich

Bei einem Polizeieinsatz wegen einer Bedrohungslage in einer Kölner Kita hat sich gegen 17.30 Uhr ein Mann der Polizei gestellt. Laut Angaben eines Sprechers konnte er widerstandslos festgenommen werden, nachdem er mit erhobenen Händen das Gebäude verlassen hatte. Eine Mitarbeiterin der Kita hatte am Freitagnachmittag den Notruf gewählt, nachdem der Mann die Räume betreten und damit gedroht hatte, das Gebäude in die "Luft zu jagen", wie die Polizei mitteilte. Daraufhin sperrte ein Großaufgebot den Bereich um die Einrichtung im Stadtteil Riehl weiträumig ab.

17.52 Uhr: Sibirischer Arzt verpasst Hündin vier Titan-Pfoten

Ein sibirischer Tierarzt hat einer schwer verletzt im Wald gefundenen Hündin vier Titan-Pfoten angepasst. Zwei Wochen nach der Operation kann die beigefarbene Hündin Monika wieder laufen, wie Veterinär Sergej Gorschkow der Nachrichtenagentur AFP in Nowosibirsk schilderte. Monika war im Dezember 2020 in einem Wald in der Region Krasnodar im Südwesten Russlands gefunden worden. Statt Pfoten hatte sie vier offene blutende Wunden an den Beinen. Tierschützer nahmen sich der Hündin an und pflegten sie. Bei einem Spendenaufruf kamen umgerechnet 4800 Euro für die OP zusammen. Die Titan-Prothesen für die Hündin wurden am 3D-Drucker hergestellt.

17.50 Uhr: Grenzschutz von Belarus räumt Migrantenlager

Der Grenzschutz von Belarus hat das provisorische Lager von Migranten an der EU-Außengrenze zu Polen nach eigenen Angaben geräumt. Es würden keine Migranten mehr auf den Grünstreifen vorgelassen, sagte eine Sprecherin der Behörde. Polen bestätigte die Räumung. Dort hatten Tausende Menschen auf ihrem Weg in die EU trotz kühler Temperaturen ausgeharrt. Die Menschen, die zuvor an der Grenze zu Polen kampiert hatten, sind nun in einem Logistikzentrum in der Nähe untergebracht. Sie klagen über Hunger und mangelnde Hygiene.

17.43 Uhr: Athen verpflichtet Dutzende Privatärzte zum Dienst in Krankenhäusern

Zur Entlastung übermüdeter Krankenhaus-Ärzte in der Corona-Pandemie hat das griechische Gesundheitsministerium am Freitag 85 Privatärzte zum Dienst verpflichtet. Die entsprechenden Dokumente übergaben Polizisten an die Ärzte, die nun am Samstagmorgen in den Krankenhäusern erscheinen müssen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Regierung in Athen hatte am Vortag einen Beschluss getroffen, der diesen Schritt ermöglichte. Juristen sagten, wer sich weigere, könnte bis drei Jahre Gefängnis bekommen.

17.40 Uhr: Gesundheitsministerium deckelt Biontech-Bestellungen durch Ärzte

Ärztinnen und Ärzte in Deutschland können ab nächster Woche nicht mehr so viel Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer bestellen, wie sie wollen. Die Höchstbestellmenge werde auf 30 Impfdosen pro niedergelassenem Arzt oder niedergelassener Ärztin beschränkt, heißt es in einem bekannt gewordenen Schreiben des Ministeriums. Impfzentren und mobile Impfteams könnten pro Woche 1020 Dosen bestellen.

Hintergrund ist demnach die Tatsache, dass die Medizinerinnen und Mediziner derzeit zu mehr als 90 Prozent den Impfstoff von Biontech/Pfizer nachfragen. "Gleichzeitig sollte auch der Impfstoff von Moderna für Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Moderna-Impfstoffe droht", heißt es in dem Schreiben von Gesundheits-Staatssekretär Thomas Steffen an die Bundesländer.STERN PAID Booster-Impfungen Studien 17.00

17.20 Uhr: Polizeieinsatz wegen Bedrohungslage in Kita – Keine Kinder mehr drin

Wegen einer Bedrohungslage in einer Kölner Kita hat die Polizei den Bereich um die Einrichtung im Stadtteil Riehl weiträumig abgesperrt. Nach ersten Erkenntnissen hatte am Nachmittag eine Mitarbeiterin über den Notruf mitgeteilt, dass ein verdächtiger Mann die Kita betreten und damit gedroht hatte, das Gebäude in die "Luft zu jagen", teilte die Kölner Polizei mit. Die Erzieherinnen und Erzieher hätte die Kinder aus dem Gebäude geleitet. Alle Kinder seien ihren Eltern übergeben worden.

17.15 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde lässt erstes Corona-Medikament in Tablettenform zu

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat dem Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmariesen MSD eine Notfallzulassung erteilt. Die Tabletten könnten zur Behandlung nicht beatmungspflichtiger Covid-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehe schwer zu erkranken, erklärte die EMA. 

Anfang des Monats war Molnupiravir in Großbritannien als erstem Land weltweit zugelassen worden. Das Mittel verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung von Covid-19 ab. Einer klinischen Studie des Herstellers Merck Sharp & Dohme zufolge halbiert Molnupiravir bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung und eines tödlichen Krankheitsverlaufs.

17.10 Uhr: Nach Unfall mit Kleinbus in Italien: Zweiter Teenager gestorben

Nach dem Zusammenstoß eines Kleinbusses für Schüler mit Behinderungen und einem Regionalzug in Norditalien ist ein zweiter Teenager gestorben. Der 18-Jährige erlag in einer Klinik der Stadt Parma seinen schweren Verletzungen, wie das Krankenhaus bestätigte. Der junge Mann war am Donnerstag eingeliefert worden, konnte von den Ärzten aber nicht gerettet werden. Ein ebenfalls 18 Jahre alter Schüler war an der Unfallstelle gestorben.

16.40 Uhr: Mit Messer und Kokain auf das Gelände des Buckingham-Palasts eingedrungen

Ein psychisch kranker Mann, der im vergangenen Mai kurzzeitig auf das Gelände des Buckingham-Palasts eingedrungen war, hat sich in allen Anklagepunkten schuldig bekannt. Staatsanwalt Alexander Alawode berichtete bei einer Gerichtsanhörung in London, wie der 44-Jährige am frühen Morgen des 10. Mai von einem Feuerwehrmann beim Versuch beobachtet wurde, über einen Zaun auf das Palastgelände zu gelangen.

Nach kurzer Zeit kletterte er wieder auf die Straße zurück, wo er von Palastwachen festgehalten wurde. In seiner Tasche fanden sie ein Messer sowie Kokain. Der Angeklagte sei als desorieniert beschrieben worden, erklärte Staatsanwalt Alawode weiter: "Er wusste weder, wo er war, noch was los war." Das Urteil wird für den 16. Dezember erwartet.STERN PAID Royal Kolumne 16.25

16.35 Uhr: Spürhunde können laut Studie Sars-CoV-2 von 15 anderen Erregern trennen

Medizinische Spürhunde sind einer Untersuchung zufolge in der Lage, das Coronavirus Sars-CoV-2 mit hoher Genauigkeit von 15 anderen viralen Atemwegserregern zu unterscheiden. Wie die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) mitteilte, zeige die Studie eines internationalen Forscherteams unter Leitung der niedersächsischen Hochschule erstmals, dass die Stoffe, die die Tiere bei Corona-Infizierten riechen, spezifisch für Sars-CoV-2 seien. Den Angaben zufolge riechen die Spürhunde nicht die Viren selbst, sondern flüchtige organische Verbindungen, die bei Stoffwechselvorgängen nach einer Virusinfektion entstehen. Die Forscherinnen und Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift "Frontiers in Medicine".

16.30 Uhr: Falsche Polizistin muss drei Jahre in Haft – 160.000 Euro ergaunert

Eine mutmaßliche Trickbetrügerin ist vom Landgericht Hamburg zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die 44-Jährige soll zusammen mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester zwei ältere Frauen in Hamburg um ihre Ersparnisse gebracht haben, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Außerdem muss sie 56.155 Euro zur Wiedergutmachung zahlen.

16.25 Uhr: EU-Kommission präsentiert Förderliste – auch mit Gasprojekten

Die Europäische Kommission will weiterhin bestimmte Energie-Gasprojekte fördern. Am Freitag veröffentlichte die Brüsseler Behörde eine neue Liste mit sogenannten Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI). Auf der Liste stehen unter anderem Projekte für den Ausbau von Stromnetzen und Anlagen für Kohlenstoffspeicher, aber auch von Gasleitungen. Die Liste ist brisant, da PCIs schneller genehmigt und mit EU-Geldern gefördert werden können. Insgesamt listet die Kommission 98 Projekte auf: 67 Projekte zum Ausbau von Stromnetzen oder zur Stromspeicherung, 20 Gasprojekte, sechs Projekte für CO2-Infrastruktur sowie fünf Vorhaben, um Energienetze intelligenter und digitaler zu gestalten - sogenannte "smarte" Netzwerke.

16.20 Uhr: UNO: Dürre in Somalia verschlimmert sich "rasant"

Die Vereinten Nationen haben vor einer "rasanten" Verschlimmerung der Dürre in Somalia gewarnt. Etwa 2,3 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land seien von schwerwiegenden Wasser- und Lebensmittelausfällen betroffen, teilte das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mit. Das Horn von Afrika stehe vor "der vierten ausgefallenen Regenzeit in Folge". Laut OCHA zwang die verheerende Versorgungslage bereits fast 100.000 Menschen in Somalia zur Flucht aus ihren Heimatorten. Die somalische Ministerin für humanitäre Angelegenheiten und Katastrophenmanagement, Chadidscha Dirije, warnte vor dem Hungertod von Familien, die angesichts ausgetrockneten Weidelands ihr Vieh verlören.Dorf Interview Kelvin Shingles Welthungerhilfe_16.25

16.08 Uhr: Prozess um ausgehobenes Callcenter falscher Polizeibeamter

In der Türkei sind im Prozess gegen die mutmaßlichen Köpfe einer Betrügerbande 13 Verdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Es handle sich hierbei unter anderem um Menschen, denen man bisher wenig nachweisen konnte, erklärte ein Prozessbeobachter in Izmir. Mehr als ein Dutzend Menschen seien noch in Haft. Wie viele genau, war unklar.

16.07 Uhr: Zwei Männer in Schweden unter Spionageverdacht

In Schweden sind zwei Männer wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Das Gericht in Stockholm ordnete für beide Untersuchungshaft an, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der eine wurde bereits im September festgenommen, der andere am Dienstag. Ihnen wird schwere Spionage in einem Zeitraum von zehn Jahren vorgeworfen. Beide bestreiten nach Angaben ihrer Anwälte die Vorwürfe. Medienberichten zufolge handelt es sich um Brüder. Der ältere soll hochrangiger Leiter einer Regierungsbehörde gewesen sein und für die Sicherheitspolizei und das Militär gearbeitet haben, berichtete die schwedischen Nachrichtenagentur TT. Ein Sprecher der Sicherheitspolizei sagte, der Fall unterliege der Geheimhaltung.

16.05 Uhr: Region Lombardei bietet Deutschen Plätze auf Intensivstationen an

Die norditalienische Region Lombardei hat Deutschland die Aufnahme von Corona-Intensivpatienten angeboten. Das teilte Letizia Moratti, die Vizepräsidentin der Regionalregierung und Assessorin für Gesundheit, mit. Die deutschen Kliniken seien in einer dramatischen Notlage, die Intensivstationen stünden kurz vor dem Kollaps, schrieb sie bei Facebook. Rückblickend auf die deutsche Hilfe für Italien im Frühjahr 2020 "halte ich es für angemessen und unsere Pflicht, Deutschland heute anzubieten, Patienten in unseren Krankenhäusern aufzunehmen, Einrichtungen und Intensivbehandlungen zur Verfügung zu stellen", meinte Moratti.STERN PAID Interview Intensiv-Präsident Marx 10.06

16.03 Uhr: Spanien sucht nach Corona-infizierten flüchtigen Touristen aus den Niederlanden

Eine Gruppe niederländischer Touristen, die sich nach positiven Corona-Tests eigentlich in ihrem Ferienhaus in der westspanischen Region Extremadura hätten isolieren müssen, sind seit Tagen unauffindbar. Wie eine Sprecherin der Regionalregierung am Freitag berichtete, wollten Vertreter der Gesundheitsbehörde die sieben Touristen aufsuchen, doch war deren Ferienhaus in der Ortschaft Navas del Madroño komplett verwaist.

16.00 Uhr: Deutlich mehr Polizeistreifen in dunkler Jahreszeit im Ahr-Flutgebiet

Angesichts der dunklen Jahreszeit und der vielen nun unbewohnten Häuser im flutgeschädigten Ahrtal ist die Polizei dort mit deutlich mehr Streifenwagen im Einsatz. In gewöhnlichen Zeiten seien Beamte der Polizeiinspektionen Bad Neuenahr-Ahrweiler, Adenau und Remagen mit insgesamt rund sechs Fahrzeugen unterwegs, sagte der Koblenzer Vizepolizeipräsident Jürgen Süs. Wie der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) ergänzte, kommen nun täglich 18 Streifenwagenbesatzungen tagsüber und elf nachts noch hinzu. Tausende vom Hochwasser beschädigte Gebäude an der Ahr sind zum Trocknen in den Rohbauzustand zurückgesetzt worden – Fenster fehlen oft noch.

15.55 Uhr: Biden wird ärztlich untersucht – Amtsgewalt kurz bei Vize Harris

US-Präsident Joe Biden übergibt für die Dauer einer Darmspiegelung in Vollnarkose die Amtsgewalt an seine Stellvertreterin Kamala Harris. Das teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Bei dem Eingriff, dem sich der Präsident am Freitag im Militärkrankenhaus Walter Reed bei Washington unterzieht, handele es sich um eine Routineuntersuchung. Danach soll es noch eine Erklärung zu seinem Gesundheitszustand geben. Biden feiert an diesem Samstag seinen 79. Geburtstag.STERN PAID Kamala Harris 11.19

15.30 Uhr: 31-Jähriger nach Wurf von Molotowcocktail auf Obdachlosenzelt in Berlin verhaftet

Nach dem Wurf eines Molotowcocktails auf das Zelt zweier Obdachloser in Berlin hat die Polizei einen 31-jährigen Tatverdächtigen verhaftet. Der Haftbefehl wurde wegen versuchten Heimtückemordes und versuchter besonders schwerer Brandstiftung erwirkt, wie die Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte. Der am Donnerstag festgenommene Mann kam in Untersuchungshaft.

15.25 Uhr: Polen meldet erneut Grenzübertrittsversuche hunderter Migranten aus Belarus

In der Flüchtlingskrise an der belarussisch-polnischen Grenze hat es erneut Zusammenstöße zwischen polnischen Grenzschützern und Migranten aus dem Nahen Osten gegeben. Wie der Grenzschutz mitteilte, versuchten am Vorabend erneut hunderte Menschen, die Grenze zu Polen zu durchbrechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beriet mit den Chefs des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) über Möglichkeiten einer sicheren Rückführung der Menschen.

15.20 Uhr: US-Behörde erlaubt Booster-Impfungen für alle Erwachsenen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat grünes Licht für Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus für alle Erwachsenen gegeben. Die FDA genehmigte Drittimpfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna für alle Menschen ab 18 Jahren, wie die Behörde mitteilte. Nach der Zulassung stand zunächst noch eine Impfempfehlung der Gesundheitsbehörde CDC aus. In Deutschland hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) am Donnerstag allen Menschen ab 18 Jahren eine sogenannte Booster-Impfung empfohlen.STERN PAID Booster-Impfungen Studien 17.00

15.15 Uhr: EU-Haushalte geben 2020 wegen Pandemie deutlich weniger Geld aus

Privathaushalte in der EU haben während der Pandemie rekordverdächtig wenig Geld für ihren Konsum ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Ausgaben 2020 etwa für Kleidung, Kultur, Bildung und Gesundheit um insgesamt acht Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Grund sei die Pandemie. Dies sei der höchste Rückgang seit die Haushaltsausgaben gemessen wurden.

15.11 Uhr: Französische Regierung entsendet 200 Sicherheitskräfte nach Guadeloupe

Nach viertägigen, teils gewaltsamen Protesten gegen Corona-Maßnahmen entsendet die französische Regierung 200 zusätzliche Sicherheitskräfte nach Guadeloupe. Innenminister Gérald Darmanin verurteilte die "Gewaltakte" in dem französischen Überseegebiet in der Karibik. In den vergangenen Tagen war es zu Ausschreitungen bei Protesten gegen den Corona-Pass und die Impfpflicht für Pflegepersonal gekommen.

Mehrere Tage lang hatten Demonstranten die Zugangsstraßen zur Uniklinik von Guadeloupe gesperrt. Lediglich Krankenwagen wurden durchgelassen. In Pointe-à-Pitre wurden in der Nacht zu Freitag vier Wohnhäuser in Brand gesetzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bislang ein Polizist verletzt. Die Sicherheitskräfte nahmen mehrere Menschen in Gewahrsam, unter anderem einen Feuerwehrmann, der Autoreifen zu einer brennenden Barrikade bringen wollte. 

15.03 Uhr: Ampel-Koalition will laut "Spiegel"-Bericht Ministererlaubnis bei Kartellfällen abschaffen

Die Vertreter der Ampel-Koalition wollen dem "Spiegel" zufolge dem Bundeswirtschaftsminister die Erlaubnis nehmen, sich über Beschlüsse des Kartellamts hinwegzusetzen. Darauf habe sich die Arbeitsgruppe von SPD, Grünen und FDP geeinigt, berichtete das Magazin unter Berufung auf Verhandlungskreise. Vor allem Grüne und Liberale hätten sich dafür stark gemacht. Die Zustimmung der SPD soll einige in den beiden kleineren Ampelparteien überrascht haben, schrieb der "Spiegel". 

Die als Ministererlaubnis bekannte Regelung kam in der Vergangenheit eher selten zum Tragen, etwa bei der Übernahme des Einzelhandelskonzerns Tengelmann durch die Konkurrenten Rewe und Edeka. Der damalige SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte sich im Jahre 2016 gegen das Kartellamt gewandt. Es folgte ein Rechtsstreit, bei dem das Ministerium schließlich siegte.

14.56 Uhr: Tschechien verzichtet auf Lockdown – 2G für Gaststätten und Hotels

Trotz hoher Corona-Zahlen will Tschechien im Gegensatz zum Nachbarland Österreich auf einen landesweiten Lockdown vorerst verzichten. "Tschechien wird nicht dem Beispiel Österreichs folgen – auf keinen Fall", sagte der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis in Prag. Gegen flächendeckende Schließungen hatte sich zuvor auch sein designierter Nachfolger, der liberalkonservative Wahlsieger Petr Fiala, ausgesprochen. Von Montag an wird Tschechien in vielen Bereichen wie in Gaststätten und Hotels die 2G-Regel gelten. Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene. Das Kabinett beschloss zudem am Freitag eine Ausweitung der landesweiten Massentests. Nach aktuellen Zahlen gab es in Tschechien innerhalb von sieben Tagen 847 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Abstimmung 2G Fußball-Profis

14.54 Uhr: Frau von eigenem Auto überrollt und tödlich verletzt

Eine 81-jährige Frau ist in einer abschüssigen Grundstückseinfahrt vom eigenen Familienauto überrollt und tödlich verletzt worden. Der 88 Jahre alte Ehemann parkte den Wagen am Donnerstag neben dem Hauseingang des Einfamilienhauses in Bergisch Gladbach und ging zum Kofferraum, wie die Polizei mitteilte. Seine Frau bemerkte den Polizeiangaben zufolge das noch eingeschaltete Abblendlicht und ging zur Fahrerseite des Pkw, um es auszuschalten. Als das Auto auf dem abschüssigen Gelände plötzlich ins Rollen kam, stürzte die Seniorin. Sie wurde überrollt und starb noch am Unfallort. Ihr Mann konnte dem rollenden Auto ausweichen. Er fiel zu Boden und verletzte sich leicht. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an.

14.47 Uhr: Siebenjähriger in Büren getötet – Steinkreuz war falsch befestigt

Für den Unfall-Tod eines Siebenjährigen in Büren bei Paderborn soll die unsachgemäße Befestigung eines schweren Steinkreuzes mitverantwortlich sein. Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft waren nach Überzeugung eines Gutachters zu kleine Dübel für die Verbindung des Gedenksteines zum Unterbau verwendet worden. Der Junge war beim Spielen mit einem Freund am 11. November von dem knapp ein Meter hohen Kreuz erschlagen worden, als es umkippte. Laut Obduktion hatte er tödliche Verletzungen am Kopf. Eine Woche nach dem Unglück laufen demnach die Ermittlungen zu den Verantwortlichen weiter. Das Kreuz stand nach Polizeiangaben auf einer Fläche des Landes Nordrhein-Westfalen. Zuständig ist der Landesbetrieb Straßen NRW. An dem Kreuz wurden zuletzt Reparaturen durchgeführt. Wer verantwortlich dafür war, werde derzeit geprüft, wie die Polizei mitteilte.

14.32 Uhr: Dänemark will Coronapass-Pflicht für Staatsangestellte einführen

Nach den Wünschen der dänischen Regierung sollen staatliche Arbeitgeber von ihren Angestellten künftig einen Coronapass einfordern können. Über ein entsprechendes Gesetz solle das Parlament nächste Woche abstimmen, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke bei einer Pressekonferenz. Die Maßnahme sei mit den Gewerkschaften und der Arbeitgeberorganisation abgesprochen. Mit dem Pass lässt sich nachweisen, dass man gegen Corona geimpft, genesen oder negativ getestet ist.

In Dänemark sind die Corona-Zahlen in den letzten Wochen trotz guter Impfraten rasant angestiegen. Am Freitag waren mehr als 4000 neue Fälle registriert worden. Das ist die höchste Anzahl seit Dezember 2020. Rund 380 Personen wurden wegen einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus behandelt. Die Inzidenz lag bei 388.

14.23 Uhr: 3G am Arbeitsplatz und in Verkehrsmitteln wohl ab Mittwoch

Die neuen 3G-Regeln am Arbeitsplatz und im Verkehrsbereich sollen voraussichtlich ab kommendem Mittwoch gelten. Das Bundesarbeitsministerium twitterte: "Um Beschäftigte besser zu schützen, gilt ab 24. November 3GamArbeitsplatz." Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte auf Nachfrage, das ab diesem Tag auch die geplante 3G-Regel in Verkehrsmitteln und die bundesweiten Testpflichten in Pflegeeinrichtungen in Kraft treten sollen. Die entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes enthält auch die Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht, die damit ebenfalls ab Mittwoch greifen dürfte.

Eine Sprecherin des Arbeitsministeriums schränkte auf Nachfrage allerdings ein, dass ein Inkrafttreten davon abhänge, wann das Gesetz vom Bundespräsidenten ausgefertigt und im Bundesgesetzblatt verkündet werde. Laut Gesetz tritt dieses am Tag nach der Verkündung in Kraft. Man rechne spätestens am Mittwoch damit, sagte die Sprecherin. Der Bundestag hatte die Neuregelung am Donnerstag beschlossen. Am Freitag stimmte auch der Bundesrat zu.

14.05 Uhr: Südkorea – chinesische Flugzeuge dringen in Überwachungszone ein

Südkoreas Luftwaffe hat wegen anfliegender chinesischer und russischer Militärflugzeuge in der Nähe seines Hoheitsgebiets eigene Kampfjets in Bewegung gesetzt. Zwei chinesische und sieben russische Maschinen seien schließlich unangekündigt getrennt voneinander durch Südkoreas Luftraumüberwachungszone vor der Ostküste geflogen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab. Keine der Maschinen habe das Hoheitsgebiet verletzt. Chinesische Behörden hätten das südkoreanische Militär davon unterrichtet, dass es sich um eine gemeinsame "Routine"-Flugübung gehandelt habe.

13.48 Uhr: London will alle Flügel der Hamas als Terrororganisation einstufen

Großbritannien will künftig alle Teile der palästinensischen Organisation Hamas als terroristisch einstufen. Das gab die britische Innenministerin Priti Patel auf Twitter bekannt. Die Hamas habe "signifikante terroristische Fähigkeiten" und Zugriff auf ein weitreichendes, ausgereiftes Waffenarsenal und terroristische Ausbildungscamps, schrieb Patel.

Auf einer Reise sagte Patel dem "Guardian" zufolge in Washington D.C., man wolle nicht länger zwischen dem militärischen und politischen Flügel der Hamas unterscheiden. Bislang hatte Großbritannien nur den militärischen Flügel als Terrororganisation eingestuft. Man wolle damit auch ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Das Parlament muss der Änderung zustimmen.

13.18 Uhr: Bayern sagt alle Weihnachtsmärkte ab und verhängt Lockdowns

Bayern hat wegen der Coronalage sämtliche Weihnachtsmärkte abgesagt. Außerdem werden Klubs, Bars und die gesamte Nachtgastronomie wieder geschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung seines Kabinetts in München sagte. Es müsse dort vorgegangen werden, wo es die meisten Ansteckungen gebe, sagte der Regierungschef zur Begründung.

Außerdem soll in bayerischen Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 soll das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren werden. Dort müssen etwa die Gastronomie, Sport- und Kulturstätten schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Schulen und Kitas sollen aber auch dort weiter offen bleiben.

12.57 Uhr: Belgien und Großteil der Niederlande werden Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Belgien und den Großteil der Niederlande wegen stark steigender Infektionszahlen von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

12.48 Uhr: Ramelow will Corona-Maßnahmen in Thüringen weiter verschärfen

Die Corona-Maßnahmen für Thüringen sollen weiter verschärft werden. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) verwies am Freitag zur Begründung auf die hohe Inzidenz sowie die hohe Hospitalisierungsrate in seinem Bundesland. Er kündigte für Mittwoch eine Sondersitzung des Landtags an, in der die überarbeitete Verordnung der Landesregierung beraten werden soll. Thüringen werde sich dabei an Sachsen orientieren.

12.43 Uhr: Fachkräftemangel in Deutschland verschärft sich

Der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft verschärft sich. Im Oktober beklagten 43 Prozent der Unternehmen eine Beeinträchtigung ihrer Geschäftstätigkeit wegen fehlenden Fachpersonals, wie das zweimal jährlich erhobene Fachkräftebarometer der Förderbank KfW und des Ifo-Instituts ergab. Vor Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 hatten das nur 28,6 Prozent der Firmen als Produktionshemmnis genannt.

Betroffen seien alle Wirtschaftsbereiche und Unternehmensgrößen, erklärte die KfW am Freitag. In der Industrie seien Fachkräfte so knapp wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Der Mangel an qualifiziertem Personal drohe "zum Nadelöhr für den Wirtschaftsaufschwung zu werden", warnte die KfW.

12.38 Uhr: Sprechende Spielzeugpuppe löst Sucheinsatz der Polizei aus

Eine sprechende Spielzeugpuppe hat auf dem Gelände eines Abfallverwerters im niederländischen Almere einen nächtlichen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Sicherheitsmann hatte den Notruf betätigt, weil er jemanden auf dem Gelände wahrnahm und eine Stimme nach ihm rufen hörte, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Mehrere Polizeieinheiten rückten aus, umstellten das Gelände und hörten dann bei vollkommener Dunkelheit auch die Rufe: "Juhu, hier bin ich, such mich mal". Die Beamten durchkämmten das Gelände und trafen in einem Abfallbehälter auf eine Puppe, die zu dem Spiel "Miffy verstecken spielen" gehört. Die Puppe spricht dabei Sätze, die kleine Kinder dazu anregen soll, nach ihr zu suchen.

12.27 Uhr: Teenager in Schweden wegen Mord an Polizisten verurteilt

Wegen Mordes und Mordversuchs ist ein 17-Jähriger im schwedischen Göteborg zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Er hatte im Juni einen Polizisten erschossen. Das Gericht war aber nicht sicher, dass der junge Mann wusste, dass er auf einen Polizisten schoss, sagte der Vorsitzende des Gerichts, Göran Lundahl, auf einer Pressekonferenz am Freitag.

Der Beamte war im Stadtteil Biskopsgården zu einer Schießerei gerufen worden. Der nun Verurteilte hatte auf einen anderen jungen Mann geschossen. Das Gericht vermutet das Motiv in einem Konflikt zwischen rivalisierenden Gangs. Als sich der Polizist auf seinem Moped näherte, feuerte der 17-Jährige zwei Schüsse auf ihn ab. Der 33-jährige Mann wurde tödlich verletzt.

Dem Schützen gelang zunächst die Flucht. Einen Tag später wurden in einem Waldgebiet in der Nähe des Tatorts Kleidung, ein Mundschutz, ein Elektroroller und eine Waffe gefunden. Die Gegenstände konnten dem 17-Jährigen zugeordnet werden. Er hat die Tat stets bestritten.

12.23 Uhr: 81-Jährige in Bergisch Gladbach von eigenem Auto überrollt und gestorben

Eine 81-Jährige ist in Bergisch Gladbach vom eigenen Auto überrollt worden und dabei ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, als ihr 88-jähriger Ehemann das Fahrzeug in einer abschüssigen Grundstückseinfahrt neben dem Hauseingang parkte und zum Kofferraum des Wagens ging, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Die Frau bemerkte demnach das noch eingeschaltete Abblendlicht. Um dieses abzuschalten, begab sie sich zur Fahrerseite und beugte sich dort in den Wagen. Aufgrund des starken Gefälles der Grundstückeinfahrt kam das Auto plötzlich ins Rollen. Die 81-Jährige fiel zu Boden und wurde dabei vom vorderen linken Reifen überrollt. Sie erlag trotz eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen durch einen Nachbarn und der alarmierten Sanitäter noch vor Ort ihren Verletzungen.

12.19 Uhr: Spahn rechnet mit Entscheidung über Kinder-Impfstoff in einer Woche

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet Ende der kommenden Woche mit einer Zulassungsentscheidung für einen Corona-Impfstoff für Kinder und mit ersten Auslieferungen kurz vor Weihnachten. Der CDU-Politiker sagte in Berlin, er gehe davon aus, dass es bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA "am 25./26.11. zu der Zulassungsentscheidung für den Impfstoff für 5- bis 11-Jährige kommt". Alle EU-Staaten würden nach derzeitigem Stand um den 20. Dezember herum die erste Lieferung bekommen. Bisher sind Corona-Impfstoffe in der EU erst ab zwölf Jahren zugelassen.

Spahn rechnet damit, dass Deutschland in der Erstlieferung gut zwei Millionen Dosen erhalten wird. Der geschäftsführende Minister verwies auch darauf, dass nach einer Zulassung auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) allen 5- bis 11-Jährigen die Impfung ermöglicht werden solle. "Es wird eine Stiko-Empfehlung geben. Ich weiß nicht, wie die aussieht."

12.03 Uhr: Bundeswahlleiter erhebt nach Berliner Wahlchaos Einspruch gegen Bundestagsergebnis

Bundeswahlleiter Georg Thiel legt nach den Pannen bei den Wahlen in Berlin Einspruch gegen das Bundestagswahlergebnis in der Hauptstadt ein. In bestimmten Wahlkreisen habe es Wahlfehler gegeben, die vermeidbar gewesen wären, teilte eine Sprecherin des Bundeswahlleiters in Wiesbaden mit. Der Bundeswahlleiter sehe es deshalb als seine Aufgabe an, Einspruch zu erheben. Zuvor hatte das Portal "Business Insider" darüber berichtet.

Der Einspruch sollte im Lauf des Freitags an den Wahlprüfungsausschuss des Bundestags gehen. Der Ausschuss muss dann prüfen, ob Wahlfehler vorlagen und ob diese mandatsrelavant waren, also Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Bundestag hatten. Bei der Wahl zum Bundestag, zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 26. September gab es in Berlin mehrere Pannen. So gingen in einigen Wahllokalen Stimmzettel aus, in anderen lagen zunächst die falschen aus. Vor manchen Wahlorten bildeten sich zudem lange Schlangen, so dass manche Wähler erst nach 18.00 Uhr ihre Stimmen abgeben konnten.Fragen und Antworten: Muss Berliner Wahl wiederholt werden? 18.00

11.01 Uhr: Badewarnung für Tel Aviv – Abwasser mit Regen ins Meer gespült

Nach starken Regenfällen in Israel hat das Gesundheitsministerium eine Warnung für die Badestrände in Tel Aviv und anderen Orten entlang der Mittelmeerküste veröffentlicht. Mit dem abfließenden Regenwasser sei auch Abwasser ins Meer gespült worden, hieß es in der Mitteilung. "Das Gesundheitsministerium warnt vor dem Baden an den Stränden von Tel Aviv, Bat Jam und Herzlija bis zum Ende des (verschmutzten) Stroms und bis wieder normale Meerwasser-Messungen vorliegen."

Am Donnerstag hatte es entlang der Küste nach langen Monaten der Trockenheit stark geregnet. In der Metropole Tel Aviv waren mehrere Straßen zeitweise überschwemmt. Laut Wettervorhersage sollen die Regenfälle auch am Wochenende andauern.

11.01 Uhr: Ampel-Parteien verhandeln weiter

Die Unterhändler von SPD, Grünen und FDP verhandeln weiter über die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Die Top-Verhandler der drei Parteien kamen in Berlin erneut zusammen. Zum Inhalt der Gespräche äußerten sich die eintreffenden Politiker nicht. "Nichts ist geeint, bevor nicht alles geeint ist", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock zu Berichten, wonach die Ampel-Parteien sich auf die Legalisierung von Cannabis geeinigt haben.

"Wer erwischt wird beim Leaken, fliegt raus", sagte der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold im Gespräch mit Umweltaktivisten, die gegenüber des Tagungsorts Stellung bezogen hatten und Häkelschweinchen an die Politiker verteilten. Rund zwei Dutzend Menschen protestierten für eine ökologischere Landwirtschaft und gegen Waffenexporte insbesondere in Kriegsgebiete. Auf die Frage, wann die Gespräche beendet seien, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans: "So schnell wie möglich." Erklärtes Ziel der drei Parteien ist eine Regierungsbildung in der Nikolauswoche, also ab dem 6. Dezember.

10.55 Uhr: Sieben Migranten bei Verfolgungsjagd mit Polizei in Griechenland getötet

Bei einem Unfall in Folge einer Verfolgungsjagd mit der Polizei sind in Griechenland sieben Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Migranten versucht, sich einer Polizeikontrolle auf der Autobahn nahe der Landgrenze zur Türkei zu entziehen. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd durchbrach das Fahrzeug die Leitplanke und überschlug sich.

Der Fahrer stammte aus Moldau und war vermutlich ein Schleuser. Er wurde bei dem Unfall verletzt. Die weiteren Verletzten stammten aus Pakistan, Afghanistan und Nepal. Woher die Getöteten – sechs Männer und eine Frau – stammen, teilte die Polizei nicht mit. Die Verletzten sind allesamt Männer.

10.36 Uhr: Bundesrat gibt grünes Licht für Corona-Pläne der Ampel

Mitten in der vierten Corona-Welle hat der Bundesrat nach langem Ringen grünes Licht für neue Corona-Auflagen gegeben. Die Länder stimmten einstimmig für das umstrittene, von SPD, Grünen und FDP vorgelegte Infektionsschutzgesetz. Das bedeutet 3G am Arbeitsplatz, in Bussen und Zügen, aber vorerst keine Ausgangsbeschränkungen und flächendeckende Schulschließungen mehr. Die Union hatte ursprünglich mit einer Blockade gedroht: Der neue "Instrumentenkasten" schränke die Möglichkeiten der Länder zu stark ein und reiche nicht zum Brechen der Infektionswelle, hatten CDU-Politiker kritisiert. Nach einer Bund-Länder-Runde am Donnerstag hatte sich jedoch ein Kompromiss abgezeichnet. Demnach soll das Gesetz der Ampel-Parteien bereits in drei Wochen evaluiert und gegebenenfalls nachgebessert werden.

10.27 Uhr: Österreich geht erneut in Lockdown und führt Impfpflicht ein

Österreich geht wegen der Corona-Krise erneut in einen Lockdown und wird im Februar zudem eine Impfpflicht einführen. Das kündigte Bundeskanzler Alexander Schallenberg an. Österreich leidet unter einer massiven vierten Infektionswelle, die mit den bisherigen Maßnahmen nicht gebrochen werden konnte.

10.12 Uhr: 23-Jähriger bietet Polizisten in Bamberg gefälschte Impfpässe an

In Bamberg hat ein 23 Jahre alter Mann einem verdeckt ermittelnden Polizisten 70 gefälschte Impfpässe mit eingetragener vollständiger Coronaschutzimpfung zum Kauf angeboten. Bei einer fingierten Übergabe der für einen vierstelligen Betrag angebotenen Impfpässe sei der Mann am vergangenen Mittwoch festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Darüber hinaus seien zwei 20 Jahre alte Männer aus dem Landkreis Bamberg festgenommen worden.

Bei den Männern seien bei anschließenden Durchsuchungen zudem Kokain und Falschgeld gefunden worden. Einer der beiden 20-Jährigen gilt für die Ermittler als Haupttäter, er kam in Untersuchungshaft. Die anderen beiden Männer kamen gegen Auflagen wieder auf freien Fuß.

9.42 Uhr: Mehr als fünf Millionen Auffrischungsimpfungen in Deutschland verabreicht

Die Zahl der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus hat die Marke von fünf Millionen überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der sogenannten Booster-Impfungen am Freitag (Stand 9.08 Uhr) mit 5,2 Millionen an. Allein am Donnerstag kamen 393.000 hinzu. Insgesamt wurden am Donnerstag 523.000 Corona-Impfungen vorgenommen. Am Vortag lag die Zahl der Impfungen erstmals seit Wochen wieder über der Marke von 500.000.

56,4 Millionen Menschen und damit 67,9 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,5 Millionen Menschen wurden mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,4 Prozent.

9.34 Uhr: Ehepaar stirbt bei Wohnhausbrand in Hessen

Bei einem Wohnhausbrand im hessischen Viernheim sind am Morgen zwei Menschen gestorben. Ein Ehepaar konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein weiterer Bewohner des Hauses wurde leicht verletzt. Die Beamten wurden nach eigenen Angaben um kurz nach fünf Uhr alarmiert.

Wie der 73-jährige Mann und seine 69-jährige Frau starben, war zunächst unklar. Auch die Brandursache stand zunächst nicht fest. Die Löscharbeiten dauerten an.

8.58 Uhr: Medien – Österreich steht vor Lockdown

Österreich steht nach Angaben mehrerer österreichischer Medien vor einem erneuten Lockdown. Die Regierung habe sich mit den neun Bundesländern auf diese Maßnahme gegen die Corona-Pandemie geeinigt, heißt es in den Berichten. Die Ausgangsbeschränkungen sollen zunächst für zehn Tage gelten, so die "Kronen Zeitung". Das Land leidet unter einer massiven vierten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1000.

8.43 Uhr: Kaum noch Möglichkeiten für Verlegung von Intensivpatienten in Bayern

Die Lage in bayerischen Krankenhäusern ist nach Einschätzung der Krankenhausgesellschaft im Land in der vierten Corona-Welle so kritisch wie noch nie in der Pandemie. Bislang könnten Intensivpatienten zwar noch innerhalb Bayerns verlegt werden, wenn vor Ort keine Betten frei seien – das werde aber nur noch "ein paar Tage" möglich sein, warnte Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft in der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagsausgabe). Ohne harte Gegenmaßnahmen steige die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Bayern pro Woche um rund 30 Prozent – "sodass wir bald keine Chance mehr für Verlegungen innerhalb des Freistaats haben".

Auch das Verlegen von Patientinnen und Patienten in Kliniken außerhalb Bayerns sei nicht leicht: "Der Weg nach Baden-Württemberg ist eigentlich bereits geschlossen, weil sich die Kliniken dort der bayerischen Situation annähern", sagte Engehausen.

8.42 Uhr: Mann und zweijähriges Mädchen sterben nach Gasexplosion in Ankara

Ein Vater und seine zwei Jahre alte Tochter sind in der türkischen Hauptstadt Ankara infolge einer Gasexplosion in einem Wohnhaus getötet worden. Grund für die Explosion sei ersten Erkenntnissen zufolge ein Gasleck gewesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Durch die Detonation stürzte ein Teil des Gebäudes ein, wie auf Bildern zu sehen war. Einsatzkräfte suchten unter anderem mit Hunden nach Verschütteten.FS Herbsturlaub Europa Corona 10.20

7.50 Uhr: Philippinen kündigen Öffnung für internationalen Tourismus an

Die Philippinen werden schon bald wieder ihre Grenzen für internationalen Tourismus öffnen – jedoch nur für vollständig geimpfte Urlauber aus "grünen" Ländern mit einer hohen Impfquote und niedrigen Infektionszahlen. Die nationale Task Force zur Eindämmung der Corona-Pandemie arbeite noch an den letzten Details für die Regeln, sagte Präsidentensprecher Karlo Nograles. "Aber wir informieren die ganze Welt schon im Voraus, dass wir unsere Küsten bald für Touristen aus Ländern auf der Grünen Liste öffnen werden." Derzeit stehen 43 Staaten und Territorien auf der Liste, darunter China, Taiwan, Japan, Pakistan, Ruanda und die Falklandinseln. Europäische Länder sind bislang nicht dabei.

6.24 Uhr: Indiens Premier Modi will kontroverse Agrarmarktreform zurückziehen

Nach fast einjährigen Protesten will Indien eine kontroverse Agrarmarktreform kippen. Dies kündigte Premierminister Narendra Modi an. Tausende Landwirte hatten fast ein Jahr lang rund um die Hauptstadt Neu Delhi dagegen protestiert, in dieser Zeit lebten sie dort in Zelten. Modi rief sie nun auf, zu ihren Bauernhöfen zurückzukehren. Der Protest galt als eine der größten Krisen für seine Regierung.

Die Landwirtschaft in Indien ist ineffizient und viele sehen Reformbedarf. Das Thema ist allerdings politisch heikel, denn mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft – die meisten als Kleinbauern und für viele gibt es wenige Alternativen. Die Regierung hatte zuvor argumentiert, dass mehr Privatwirtschaft das Einkommen der Landbevölkerung steigern würde, aber die Landwirte befürchtetet genau das Gegenteil. 

5 Uhr: Originalexemplar der US-Verfassung für 43 Millionen Dollar versteigert

Ein seltenes Originalexemplar der US-Verfassung aus dem Jahr 1787 ist für 43 Millionen Dollar (knapp 38 Millionen Euro) versteigert worden. Wie das Auktionshaus Sotheby's nach der Auktion am Donnerstagabend in New York mitteilte, ist diese Summe ein Weltrekord für ein historisches Dokument bei einer Auktion. Sotheby's hatte den Wert ursprünglich auf 15 und 20 Millionen Dollar geschätzt. Bei dem Dokument handelt sich den Angaben zufolge um eines der letzten elf erhaltenen Originalexemplare der US-Verfassung, die am 17. September 1787 in Philadelphia von den Gründervätern der USA, darunter George Washington und Benjamin Franklin, unterzeichnet worden war.

4.59 Uhr: 314 Kilo Heroin in Thailand konfisziert

Im Zusammenhang mit der Beschlagnahmung einer großen Menge an Heroin in Thailand hat die Polizei in Australien zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Bei einem der Männer, einem 38-Jährigen aus Sydney, soll es sich um eine der "größten Bedrohungen der organisierten Kriminalität" in Australien handeln, teilte die Nationalpolizei (AFP) mit. Die Festgenommenen hätten geplant, etwa 314 Kilo Heroin aus Thailand nach Down Under zu schmuggeln. Dazu hätten sie verschlüsselte Plattformen benutzt. Die thailändische Zollbehörde hatte die Drogen am 5. Juli entdeckt, als sie einen Seefrachtcontainer untersuchte, der für Queensland im Nordosten Australiens bestimmt war. Nach Angaben der Polizei hat es einen geschätzten Wert von 117 Millionen australischen Dollar (75 Millionen Euro). Den Männern könnte eine lebenslange Haftstrafe drohen, hieß es.STERN PAID Booster-Impfungen Studien 17.00

4.30 Uhr: Patientenschützer kritisieren Maßstab zu Klinikbelastungen

Bund und Länder haben aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz noch immer keinen verlässlichen Maßstab zur Bewertung der Corona-Lage geschaffen. Die Hospitalisierungsrate sei weder eine aktuelle Zahl, noch spiegele der Wert die tatsächliche Belastung der Krankenhäuser wider, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Überfällig sei ein "Covid-19-Radar" für die Kliniken, der tagesaktuelle Parameter in den Blick nehme. Dazu gehörten Corona-Infizierte, Covid-19-Erkrankte, Corona-Verstorbene und die Auslastung aller Stationen. Bund und Länder hatten am Donnerstag vereinbart, dass bei Überschreiten bestimmter Belastungsschwellen der Kliniken einheitlich härtere Corona-Maßnahmen greifen sollen. Orientierungsgröße soll die Hospitalisierungsrate des jeweiligen Landes sein. 

3.47 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 340,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter angestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 340,7 und erreichte damit den zwölften Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Donnerstag hatte die Inzidenz bei 336,9 gelegen. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden zudem 52.970 Neuinfektionen registriert.

Als neuen wichtigen Maßstab für die Corona-Maßnahmen legten Bund und Länder am Donnerstag zudem die Hospitalisierungsinzidenz fest. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Am Donnerstag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,3. Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden zudem 201 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. 

3.14 Uhr: Ugandas Polizei tötet nach Selbstmordanschlägen in Kampala fünf Verdächtige

Nach den beiden Selbstmordanschlägen in Ugandas Hauptstadt Kampala hat die Polizei des ostafrikanischen Landes fünf Verdächtige getötet. Vier der "Terroristen" seien bei der Rückkehr in die benachbarte Demokratische Republik Kongo getötet worden, erklärte die Polizei. Bei einer Razzia gegen die Rebellengruppe Allied Democratic Forces (ADF) habe es zudem 21 Festnahmen gegeben. Kampala war am Dienstag binnen weniger Minuten von zwei heftigen Explosionen erschüttert worden. Nach Angaben der Polizei sprengten sich drei Selbstmordattentäter in der Nähe des Parlaments und an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Polizeipräsidiums in die Luft. Vier Menschen wurden getötet.

2.19 Uhr: Hunderte Migranten in Belarus verlassen provisorisches Lager an Grenze zu Polen

In Belarus haben nach Angaben des Grenzschutzes hunderte Migranten ein provisorisches Lager an der Grenze zu Polen verlassen. Am Donnerstag seien alle Flüchtlinge aus dem Lager nahe dem Grenzübergang Bruzgi "auf freiwilliger Basis" in ein nahegelegenes Logistikzentrum gebracht worden, erklärte der belarussische Grenzschutz im Messenger-Dienst Telegram. Die Behörden veröffentlichten auch Fotos des offenbar verlassenen Lagers, in dem in den vergangenen Tagen rund 2000 Menschen ausgeharrt hatten.

Am Dienstagabend waren bereits mehr als tausend Menschen aus dem Lager in eine riesige Lagerhalle gebracht worden. Doch rund 800 weitere hatten nach Angaben der belarussischen Behörden bei Temperaturen unter 0 Grad weiter in Zelten oder an Lagerfeuern im Freien geschlafen. Diese Migranten wurden wegen "schlechter werdender Wetterbedingungen" nun ebenfalls in die Lagerhalle gebracht, wie der Grenzschutz mitteilte.

1.46 Uhr: Abholzung im brasilianischen Amazonas auf neuen Rekordwert gestiegen

Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes hat weiter dramatisch zugenommen. Wie die brasilianische Weltraumbehörde Inpe unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, wurde binnen eines Jahres so viel Regenwald vernichtet wie zuletzt vor 15 Jahren. Von August 2020 bis Juli 2021 wurden demnach 13.235 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das waren fast 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als ebenfalls ein Rekordwert verzeichnet wurde. Unter dem ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes dramatisch zugenommen. Seit seinem Amtsantritt wurde nun zum dritten Mal in Folge eine Zunahme bei der Abholzung verzeichnet. Umwelt- und Klimaschützer machen dafür direkt die Politik Bolsonaros verantwortlich, dem sie eine Begünstigung illegaler Rodungen vorwerfen.

1.45 Uhr: Bundespräsident Steinmeier in New York mit Leo-Baeck-Medaille geehrt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in New York für seinen Einsatz für den Erhalt und die Förderung jüdischen Lebens in Deutschland mit der Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. "In einer Zeit, in der zu viele Staats- und Regierungschefs der Welt schweigen, gibt es einen Mann, der deutlich und mit großer moralischer Klarheit spricht – und das sind Sie, Herr Präsident", sagte Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, am Donnerstagabend (Ortszeit) im New Yorker Leo-Baeck-Institut in seiner Laudatio.

Die Auszeichnung sei eine "große Ehre" und erfülle ihn mit "tiefer Demut", sagte Steinmeier. "Unsere Verantwortung vor der Geschichte ist Teil unserer Identität. Sie kennt keinen Schlussstrich und keine Relativierung. Wir dürfen in Deutschland keinen Antisemitismus dulden. Dafür werde ich weiter kämpfen, als Staatsoberhaupt dieses Landes und als Mensch."STERN PAID 30_21 stadt der unbeugsamen 21.10

1.34 Uhr: Neun Leichen an Brücke in Mexiko aufgehängt

Im Zentralmexiko hat die Polizei die Leichen von zehn Männern entdeckt. Neun der Opfer hingen an einer Brücke in der Ortschaft San Pedro Piedra Gorda, wie die Regierung des Bundesstaates Zacatecas mitteilte. Ein weiterer Toter lag demnach auf der Straße darunter. Die Provinzregierung verurteilte die Tat als ein "abscheuliches Verbrechen". Die Polizei suche nach den Verantwortlichen. Die Opfer wurden zur Identifizierung zum gerichtsmedizinischen Dienst gebracht. Zacatecas erlebt derzeit eine Welle der Gewalt. Erst vor wenigen Tagen waren ein Polizeichef und zwei Polizisten der Stadt Loreto entführt und später tot aufgefunden worden. Nach Medienangaben ringen in der Region das Sinaloa-Kartell, das Kartell Jalisco Nueva Generación und das Kartell Los Talibanes um die Kontrolle über die illegalen Geschäfte.

1.06 Uhr: Fast 60 Jahre nach Mord an Malcolm X – zwei Schuldsprüche aufgehoben

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des US-Bürgerrechtlers Malcolm X sind die Schuldsprüche gegen zwei Männer, die im Zusammenhang mit seiner Ermordung verurteilt worden waren, wieder aufgehoben worden. "Ich entschuldige mich für ernste und unentschuldbare Verletzungen des Gesetzes", sagte der New Yorker Staatsanwalt Cy Vance. Zuvor war eine fast zweijährige Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass die Schuldsprüche gegen Muhammad Aziz und Khalil Islam unter anderem wegen widersprüchlicher Zeugenaussagen und fehlender Beweise nicht aufrecht erhalten werden könnten.

Islam hatte nach der Verurteilung 20 Jahre im Gefängnis verbracht und war 2009 gestorben. Aziz war 1985 aus dem Gefängnis entlassen worden. "Ich brauche nicht dieses Gericht, nicht diese Strafverteidiger und kein Stück Papier, um mir zu sagen, dass ich unschuldig bin", sagte Aziz laut "New York Times". "Ich bin ein 83-Jähriger, der vom Justizsystem kriminalisiert worden ist." Der Schuldspruch eines dritten Mannes, der den Mord damals gestanden hatte, bleibt bestehen. Malcolm X war im Februar 1965 in New York erschossen worden.

0.51 Uhr: Forscher in Brasilien entdecken neue Dinosaurierart

Brasilianische Forscher haben nach eigenen Angaben eine völlig neue Dinosaurierart entdeckt. Der kleine Dinosaurier mit dem Namen "Berthasaura leopoldinae" war nur einen Meter lang, lebte vor 70 bis 80 Millionen Jahren und gehörte zur Gruppe der Theropoden, die in der Regel Fleisch- oder Allesfresser sind und Zähne haben. Die neue Art "hatte jedoch einen Schnabel und keine Zähne", erklärte das Nationalmuseum. Da der kleine Saurier keine Zähne aufweise, stelle sich die Frage, von was er sich ernährt habe, erklärte der an der Forschung beteiligte Paläontologe Geovane Alves Souza. "Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass er kein Fleisch gefressen hat". Viele Vögel etwa nutzten dafür ihre Schnäbel. "Höchstwahrscheinlich war er ein Allesfresser, der in einer unwirtlichen Umgebung lebte".