News von heute: Bayern sagt alle Weihnachtsmärkte ab und verhängt Lockdowns

Die News von heute im stern-Ticker.

News von heute: Bayern sagt alle Weihnachtsmärkte ab und verhängt Lockdowns

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Die News von heute im stern-Ticker:  

14.05 Uhr: Südkorea – chinesische Flugzeuge dringen in Überwachungszone ein

Südkoreas Luftwaffe hat wegen anfliegender chinesischer und russischer Militärflugzeuge in der Nähe seines Hoheitsgebiets eigene Kampfjets in Bewegung gesetzt. Zwei chinesische und sieben russische Maschinen seien schließlich unangekündigt getrennt voneinander durch Südkoreas Luftraumüberwachungszone vor der Ostküste geflogen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab. Keine der Maschinen habe das Hoheitsgebiet verletzt. Chinesische Behörden hätten das südkoreanische Militär davon unterrichtet, dass es sich um eine gemeinsame "Routine"-Flugübung gehandelt habe.

13.48 Uhr: London will alle Flügel der Hamas als Terrororganisation einstufen

Großbritannien will künftig alle Teile der palästinensischen Organisation Hamas als terroristisch einstufen. Das gab die britische Innenministerin Priti Patel auf Twitter bekannt. Die Hamas habe "signifikante terroristische Fähigkeiten" und Zugriff auf ein weitreichendes, ausgereiftes Waffenarsenal und terroristische Ausbildungscamps, schrieb Patel.

Auf einer Reise sagte Patel dem "Guardian" zufolge in Washington D.C., man wolle nicht länger zwischen dem militärischen und politischen Flügel der Hamas unterscheiden. Bislang hatte Großbritannien nur den militärischen Flügel als Terrororganisation eingestuft. Man wolle damit auch ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Das Parlament muss der Änderung zustimmen.

13.18 Uhr: Bayern sagt alle Weihnachtsmärkte ab und verhängt Lockdowns

Bayern hat wegen der Coronalage sämtliche Weihnachtsmärkte abgesagt. Außerdem werden Klubs, Bars und die gesamte Nachtgastronomie wieder geschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung seines Kabinetts in München sagte. Es müsse dort vorgegangen werden, wo es die meisten Ansteckungen gebe, sagte der Regierungschef zur Begründung.

Außerdem soll in bayerischen Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 soll das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren werden. Dort müssen etwa die Gastronomie, Sport- und Kulturstätten schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Schulen und Kitas sollen aber auch dort weiter offen bleiben.

12.57 Uhr: Belgien und Großteil der Niederlande werden Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Belgien und den Großteil der Niederlande wegen stark steigender Infektionszahlen von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

12.48 Uhr: Ramelow will Corona-Maßnahmen in Thüringen weiter verschärfen

Die Corona-Maßnahmen für Thüringen sollen weiter verschärft werden. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) verwies am Freitag zur Begründung auf die hohe Inzidenz sowie die hohe Hospitalisierungsrate in seinem Bundesland. Er kündigte für Mittwoch eine Sondersitzung des Landtags an, in der die überarbeitete Verordnung der Landesregierung beraten werden soll. Thüringen werde sich dabei an Sachsen orientieren.

12.43 Uhr: Fachkräftemangel in Deutschland verschärft sich

Der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft verschärft sich. Im Oktober beklagten 43 Prozent der Unternehmen eine Beeinträchtigung ihrer Geschäftstätigkeit wegen fehlenden Fachpersonals, wie das zweimal jährlich erhobene Fachkräftebarometer der Förderbank KfW und des Ifo-Instituts ergab. Vor Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 hatten das nur 28,6 Prozent der Firmen als Produktionshemmnis genannt.

Betroffen seien alle Wirtschaftsbereiche und Unternehmensgrößen, erklärte die KfW am Freitag. In der Industrie seien Fachkräfte so knapp wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Der Mangel an qualifiziertem Personal drohe "zum Nadelöhr für den Wirtschaftsaufschwung zu werden", warnte die KfW.

12.38 Uhr: Sprechende Spielzeugpuppe löst Sucheinsatz der Polizei aus

Eine sprechende Spielzeugpuppe hat auf dem Gelände eines Abfallverwerters im niederländischen Almere einen nächtlichen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Sicherheitsmann hatte den Notruf betätigt, weil er jemanden auf dem Gelände wahrnahm und eine Stimme nach ihm rufen hörte, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Mehrere Polizeieinheiten rückten aus, umstellten das Gelände und hörten dann bei vollkommener Dunkelheit auch die Rufe: "Juhu, hier bin ich, such mich mal". Die Beamten durchkämmten das Gelände und trafen in einem Abfallbehälter auf eine Puppe, die zu dem Spiel "Miffy verstecken spielen" gehört. Die Puppe spricht dabei Sätze, die kleine Kinder dazu anregen soll, nach ihr zu suchen.

12.27 Uhr: Teenager in Schweden wegen Mord an Polizisten verurteilt

Wegen Mordes und Mordversuchs ist ein 17-Jähriger im schwedischen Göteborg zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Er hatte im Juni einen Polizisten erschossen. Das Gericht war aber nicht sicher, dass der junge Mann wusste, dass er auf einen Polizisten schoss, sagte der Vorsitzende des Gerichts, Göran Lundahl, auf einer Pressekonferenz am Freitag.

Der Beamte war im Stadtteil Biskopsgården zu einer Schießerei gerufen worden. Der nun Verurteilte hatte auf einen anderen jungen Mann geschossen. Das Gericht vermutet das Motiv in einem Konflikt zwischen rivalisierenden Gangs. Als sich der Polizist auf seinem Moped näherte, feuerte der 17-Jährige zwei Schüsse auf ihn ab. Der 33-jährige Mann wurde tödlich verletzt.

Dem Schützen gelang zunächst die Flucht. Einen Tag später wurden in einem Waldgebiet in der Nähe des Tatorts Kleidung, ein Mundschutz, ein Elektroroller und eine Waffe gefunden. Die Gegenstände konnten dem 17-Jährigen zugeordnet werden. Er hat die Tat stets bestritten.

12.23 Uhr: 81-Jährige in Bergisch Gladbach von eigenem Auto überrollt und gestorben

Eine 81-Jährige ist in Bergisch Gladbach vom eigenen Auto überrollt worden und dabei ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, als ihr 88-jähriger Ehemann das Fahrzeug in einer abschüssigen Grundstückseinfahrt neben dem Hauseingang parkte und zum Kofferraum des Wagens ging, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Die Frau bemerkte demnach das noch eingeschaltete Abblendlicht. Um dieses abzuschalten, begab sie sich zur Fahrerseite und beugte sich dort in den Wagen. Aufgrund des starken Gefälles der Grundstückeinfahrt kam das Auto plötzlich ins Rollen. Die 81-Jährige fiel zu Boden und wurde dabei vom vorderen linken Reifen überrollt. Sie erlag trotz eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen durch einen Nachbarn und der alarmierten Sanitäter noch vor Ort ihren Verletzungen.

12.19 Uhr: Spahn rechnet mit Entscheidung über Kinder-Impfstoff in einer Woche

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet Ende der kommenden Woche mit einer Zulassungsentscheidung für einen Corona-Impfstoff für Kinder und mit ersten Auslieferungen kurz vor Weihnachten. Der CDU-Politiker sagte in Berlin, er gehe davon aus, dass es bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA "am 25./26.11. zu der Zulassungsentscheidung für den Impfstoff für 5- bis 11-Jährige kommt". Alle EU-Staaten würden nach derzeitigem Stand um den 20. Dezember herum die erste Lieferung bekommen. Bisher sind Corona-Impfstoffe in der EU erst ab zwölf Jahren zugelassen.

Spahn rechnet damit, dass Deutschland in der Erstlieferung gut zwei Millionen Dosen erhalten wird. Der geschäftsführende Minister verwies auch darauf, dass nach einer Zulassung auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) allen 5- bis 11-Jährigen die Impfung ermöglicht werden solle. "Es wird eine Stiko-Empfehlung geben. Ich weiß nicht, wie die aussieht."

12.03 Uhr: Bundeswahlleiter erhebt nach Berliner Wahlchaos Einspruch gegen Bundestagsergebnis

Bundeswahlleiter Georg Thiel legt nach den Pannen bei den Wahlen in Berlin Einspruch gegen das Bundestagswahlergebnis in der Hauptstadt ein. In bestimmten Wahlkreisen habe es Wahlfehler gegeben, die vermeidbar gewesen wären, teilte eine Sprecherin des Bundeswahlleiters in Wiesbaden mit. Der Bundeswahlleiter sehe es deshalb als seine Aufgabe an, Einspruch zu erheben. Zuvor hatte das Portal "Business Insider" darüber berichtet.

Der Einspruch sollte im Lauf des Freitags an den Wahlprüfungsausschuss des Bundestags gehen. Der Ausschuss muss dann prüfen, ob Wahlfehler vorlagen und ob diese mandatsrelavant waren, also Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Bundestag hatten. Bei der Wahl zum Bundestag, zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 26. September gab es in Berlin mehrere Pannen. So gingen in einigen Wahllokalen Stimmzettel aus, in anderen lagen zunächst die falschen aus. Vor manchen Wahlorten bildeten sich zudem lange Schlangen, so dass manche Wähler erst nach 18.00 Uhr ihre Stimmen abgeben konnten.Fragen und Antworten: Muss Berliner Wahl wiederholt werden? 18.00

11.01 Uhr: Badewarnung für Tel Aviv – Abwasser mit Regen ins Meer gespült

Nach starken Regenfällen in Israel hat das Gesundheitsministerium eine Warnung für die Badestrände in Tel Aviv und anderen Orten entlang der Mittelmeerküste veröffentlicht. Mit dem abfließenden Regenwasser sei auch Abwasser ins Meer gespült worden, hieß es in der Mitteilung. "Das Gesundheitsministerium warnt vor dem Baden an den Stränden von Tel Aviv, Bat Jam und Herzlija bis zum Ende des (verschmutzten) Stroms und bis wieder normale Meerwasser-Messungen vorliegen."

Am Donnerstag hatte es entlang der Küste nach langen Monaten der Trockenheit stark geregnet. In der Metropole Tel Aviv waren mehrere Straßen zeitweise überschwemmt. Laut Wettervorhersage sollen die Regenfälle auch am Wochenende andauern.

11.01 Uhr: Ampel-Parteien verhandeln weiter

Die Unterhändler von SPD, Grünen und FDP verhandeln weiter über die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Die Top-Verhandler der drei Parteien kamen in Berlin erneut zusammen. Zum Inhalt der Gespräche äußerten sich die eintreffenden Politiker nicht. "Nichts ist geeint, bevor nicht alles geeint ist", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock zu Berichten, wonach die Ampel-Parteien sich auf die Legalisierung von Cannabis geeinigt haben.

"Wer erwischt wird beim Leaken, fliegt raus", sagte der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold im Gespräch mit Umweltaktivisten, die gegenüber des Tagungsorts Stellung bezogen hatten und Häkelschweinchen an die Politiker verteilten. Rund zwei Dutzend Menschen protestierten für eine ökologischere Landwirtschaft und gegen Waffenexporte insbesondere in Kriegsgebiete. Auf die Frage, wann die Gespräche beendet seien, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans: "So schnell wie möglich." Erklärtes Ziel der drei Parteien ist eine Regierungsbildung in der Nikolauswoche, also ab dem 6. Dezember.

10.55 Uhr: Sieben Migranten bei Verfolgungsjagd mit Polizei in Griechenland getötet

Bei einem Unfall in Folge einer Verfolgungsjagd mit der Polizei sind in Griechenland sieben Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Migranten versucht, sich einer Polizeikontrolle auf der Autobahn nahe der Landgrenze zur Türkei zu entziehen. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd durchbrach das Fahrzeug die Leitplanke und überschlug sich.

Der Fahrer stammte aus Moldau und war vermutlich ein Schleuser. Er wurde bei dem Unfall verletzt. Die weiteren Verletzten stammten aus Pakistan, Afghanistan und Nepal. Woher die Getöteten – sechs Männer und eine Frau – stammen, teilte die Polizei nicht mit. Die Verletzten sind allesamt Männer.

10.36 Uhr: Bundesrat gibt grünes Licht für Corona-Pläne der Ampel

Mitten in der vierten Corona-Welle hat der Bundesrat nach langem Ringen grünes Licht für neue Corona-Auflagen gegeben. Die Länder stimmten einstimmig für das umstrittene, von SPD, Grünen und FDP vorgelegte Infektionsschutzgesetz. Das bedeutet 3G am Arbeitsplatz, in Bussen und Zügen, aber vorerst keine Ausgangsbeschränkungen und flächendeckende Schulschließungen mehr. Die Union hatte ursprünglich mit einer Blockade gedroht: Der neue "Instrumentenkasten" schränke die Möglichkeiten der Länder zu stark ein und reiche nicht zum Brechen der Infektionswelle, hatten CDU-Politiker kritisiert. Nach einer Bund-Länder-Runde am Donnerstag hatte sich jedoch ein Kompromiss abgezeichnet. Demnach soll das Gesetz der Ampel-Parteien bereits in drei Wochen evaluiert und gegebenenfalls nachgebessert werden.

10.27 Uhr: Österreich geht erneut in Lockdown und führt Impfpflicht ein

Österreich geht wegen der Corona-Krise erneut in einen Lockdown und wird im Februar zudem eine Impfpflicht einführen. Das kündigte Bundeskanzler Alexander Schallenberg an. Österreich leidet unter einer massiven vierten Infektionswelle, die mit den bisherigen Maßnahmen nicht gebrochen werden konnte.

10.12 Uhr: 23-Jähriger bietet Polizisten in Bamberg gefälschte Impfpässe an

In Bamberg hat ein 23 Jahre alter Mann einem verdeckt ermittelnden Polizisten 70 gefälschte Impfpässe mit eingetragener vollständiger Coronaschutzimpfung zum Kauf angeboten. Bei einer fingierten Übergabe der für einen vierstelligen Betrag angebotenen Impfpässe sei der Mann am vergangenen Mittwoch festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Darüber hinaus seien zwei 20 Jahre alte Männer aus dem Landkreis Bamberg festgenommen worden.

Bei den Männern seien bei anschließenden Durchsuchungen zudem Kokain und Falschgeld gefunden worden. Einer der beiden 20-Jährigen gilt für die Ermittler als Haupttäter, er kam in Untersuchungshaft. Die anderen beiden Männer kamen gegen Auflagen wieder auf freien Fuß.

9.42 Uhr: Mehr als fünf Millionen Auffrischungsimpfungen in Deutschland verabreicht

Die Zahl der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus hat die Marke von fünf Millionen überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der sogenannten Booster-Impfungen am Freitag (Stand 9.08 Uhr) mit 5,2 Millionen an. Allein am Donnerstag kamen 393.000 hinzu. Insgesamt wurden am Donnerstag 523.000 Corona-Impfungen vorgenommen. Am Vortag lag die Zahl der Impfungen erstmals seit Wochen wieder über der Marke von 500.000.

56,4 Millionen Menschen und damit 67,9 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,5 Millionen Menschen wurden mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,4 Prozent.

9.34 Uhr: Ehepaar stirbt bei Wohnhausbrand in Hessen

Bei einem Wohnhausbrand im hessischen Viernheim sind am Morgen zwei Menschen gestorben. Ein Ehepaar konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein weiterer Bewohner des Hauses wurde leicht verletzt. Die Beamten wurden nach eigenen Angaben um kurz nach fünf Uhr alarmiert.

Wie der 73-jährige Mann und seine 69-jährige Frau starben, war zunächst unklar. Auch die Brandursache stand zunächst nicht fest. Die Löscharbeiten dauerten an.

8.58 Uhr: Medien – Österreich steht vor Lockdown

Österreich steht nach Angaben mehrerer österreichischer Medien vor einem erneuten Lockdown. Die Regierung habe sich mit den neun Bundesländern auf diese Maßnahme gegen die Corona-Pandemie geeinigt, heißt es in den Berichten. Die Ausgangsbeschränkungen sollen zunächst für zehn Tage gelten, so die "Kronen Zeitung". Das Land leidet unter einer massiven vierten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1000.

8.43 Uhr: Kaum noch Möglichkeiten für Verlegung von Intensivpatienten in Bayern

Die Lage in bayerischen Krankenhäusern ist nach Einschätzung der Krankenhausgesellschaft im Land in der vierten Corona-Welle so kritisch wie noch nie in der Pandemie. Bislang könnten Intensivpatienten zwar noch innerhalb Bayerns verlegt werden, wenn vor Ort keine Betten frei seien – das werde aber nur noch "ein paar Tage" möglich sein, warnte Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft in der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagsausgabe). Ohne harte Gegenmaßnahmen steige die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Bayern pro Woche um rund 30 Prozent – "sodass wir bald keine Chance mehr für Verlegungen innerhalb des Freistaats haben".

Auch das Verlegen von Patientinnen und Patienten in Kliniken außerhalb Bayerns sei nicht leicht: "Der Weg nach Baden-Württemberg ist eigentlich bereits geschlossen, weil sich die Kliniken dort der bayerischen Situation annähern", sagte Engehausen.

8.42 Uhr: Mann und zweijähriges Mädchen sterben nach Gasexplosion in Ankara

Ein Vater und seine zwei Jahre alte Tochter sind in der türkischen Hauptstadt Ankara infolge einer Gasexplosion in einem Wohnhaus getötet worden. Grund für die Explosion sei ersten Erkenntnissen zufolge ein Gasleck gewesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Durch die Detonation stürzte ein Teil des Gebäudes ein, wie auf Bildern zu sehen war. Einsatzkräfte suchten unter anderem mit Hunden nach Verschütteten.FS Herbsturlaub Europa Corona 10.20

7.50 Uhr: Philippinen kündigen Öffnung für internationalen Tourismus an

Die Philippinen werden schon bald wieder ihre Grenzen für internationalen Tourismus öffnen – jedoch nur für vollständig geimpfte Urlauber aus "grünen" Ländern mit einer hohen Impfquote und niedrigen Infektionszahlen. Die nationale Task Force zur Eindämmung der Corona-Pandemie arbeite noch an den letzten Details für die Regeln, sagte Präsidentensprecher Karlo Nograles. "Aber wir informieren die ganze Welt schon im Voraus, dass wir unsere Küsten bald für Touristen aus Ländern auf der Grünen Liste öffnen werden." Derzeit stehen 43 Staaten und Territorien auf der Liste, darunter China, Taiwan, Japan, Pakistan, Ruanda und die Falklandinseln. Europäische Länder sind bislang nicht dabei.

6.24 Uhr: Indiens Premier Modi will kontroverse Agrarmarktreform zurückziehen

Nach fast einjährigen Protesten will Indien eine kontroverse Agrarmarktreform kippen. Dies kündigte Premierminister Narendra Modi an. Tausende Landwirte hatten fast ein Jahr lang rund um die Hauptstadt Neu Delhi dagegen protestiert, in dieser Zeit lebten sie dort in Zelten. Modi rief sie nun auf, zu ihren Bauernhöfen zurückzukehren. Der Protest galt als eine der größten Krisen für seine Regierung.

Die Landwirtschaft in Indien ist ineffizient und viele sehen Reformbedarf. Das Thema ist allerdings politisch heikel, denn mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft – die meisten als Kleinbauern und für viele gibt es wenige Alternativen. Die Regierung hatte zuvor argumentiert, dass mehr Privatwirtschaft das Einkommen der Landbevölkerung steigern würde, aber die Landwirte befürchtetet genau das Gegenteil. 

5 Uhr: Originalexemplar der US-Verfassung für 43 Millionen Dollar versteigert

Ein seltenes Originalexemplar der US-Verfassung aus dem Jahr 1787 ist für 43 Millionen Dollar (knapp 38 Millionen Euro) versteigert worden. Wie das Auktionshaus Sotheby's nach der Auktion am Donnerstagabend in New York mitteilte, ist diese Summe ein Weltrekord für ein historisches Dokument bei einer Auktion. Sotheby's hatte den Wert ursprünglich auf 15 und 20 Millionen Dollar geschätzt. Bei dem Dokument handelt sich den Angaben zufolge um eines der letzten elf erhaltenen Originalexemplare der US-Verfassung, die am 17. September 1787 in Philadelphia von den Gründervätern der USA, darunter George Washington und Benjamin Franklin, unterzeichnet worden war.

4.59 Uhr: 314 Kilo Heroin in Thailand konfisziert

Im Zusammenhang mit der Beschlagnahmung einer großen Menge an Heroin in Thailand hat die Polizei in Australien zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Bei einem der Männer, einem 38-Jährigen aus Sydney, soll es sich um eine der "größten Bedrohungen der organisierten Kriminalität" in Australien handeln, teilte die Nationalpolizei (AFP) mit. Die Festgenommenen hätten geplant, etwa 314 Kilo Heroin aus Thailand nach Down Under zu schmuggeln. Dazu hätten sie verschlüsselte Plattformen benutzt. Die thailändische Zollbehörde hatte die Drogen am 5. Juli entdeckt, als sie einen Seefrachtcontainer untersuchte, der für Queensland im Nordosten Australiens bestimmt war. Nach Angaben der Polizei hat es einen geschätzten Wert von 117 Millionen australischen Dollar (75 Millionen Euro). Den Männern könnte eine lebenslange Haftstrafe drohen, hieß es.STERN PAID Booster-Impfungen Studien 17.00

4.30 Uhr: Patientenschützer kritisieren Maßstab zu Klinikbelastungen

Bund und Länder haben aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz noch immer keinen verlässlichen Maßstab zur Bewertung der Corona-Lage geschaffen. Die Hospitalisierungsrate sei weder eine aktuelle Zahl, noch spiegele der Wert die tatsächliche Belastung der Krankenhäuser wider, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Überfällig sei ein "Covid-19-Radar" für die Kliniken, der tagesaktuelle Parameter in den Blick nehme. Dazu gehörten Corona-Infizierte, Covid-19-Erkrankte, Corona-Verstorbene und die Auslastung aller Stationen. Bund und Länder hatten am Donnerstag vereinbart, dass bei Überschreiten bestimmter Belastungsschwellen der Kliniken einheitlich härtere Corona-Maßnahmen greifen sollen. Orientierungsgröße soll die Hospitalisierungsrate des jeweiligen Landes sein. 

3.47 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 340,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter angestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 340,7 und erreichte damit den zwölften Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Donnerstag hatte die Inzidenz bei 336,9 gelegen. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden zudem 52.970 Neuinfektionen registriert.

Als neuen wichtigen Maßstab für die Corona-Maßnahmen legten Bund und Länder am Donnerstag zudem die Hospitalisierungsinzidenz fest. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Am Donnerstag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,3. Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden zudem 201 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. 

3.14 Uhr: Ugandas Polizei tötet nach Selbstmordanschlägen in Kampala fünf Verdächtige

Nach den beiden Selbstmordanschlägen in Ugandas Hauptstadt Kampala hat die Polizei des ostafrikanischen Landes fünf Verdächtige getötet. Vier der "Terroristen" seien bei der Rückkehr in die benachbarte Demokratische Republik Kongo getötet worden, erklärte die Polizei. Bei einer Razzia gegen die Rebellengruppe Allied Democratic Forces (ADF) habe es zudem 21 Festnahmen gegeben. Kampala war am Dienstag binnen weniger Minuten von zwei heftigen Explosionen erschüttert worden. Nach Angaben der Polizei sprengten sich drei Selbstmordattentäter in der Nähe des Parlaments und an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Polizeipräsidiums in die Luft. Vier Menschen wurden getötet.

2.19 Uhr: Hunderte Migranten in Belarus verlassen provisorisches Lager an Grenze zu Polen

In Belarus haben nach Angaben des Grenzschutzes hunderte Migranten ein provisorisches Lager an der Grenze zu Polen verlassen. Am Donnerstag seien alle Flüchtlinge aus dem Lager nahe dem Grenzübergang Bruzgi "auf freiwilliger Basis" in ein nahegelegenes Logistikzentrum gebracht worden, erklärte der belarussische Grenzschutz im Messenger-Dienst Telegram. Die Behörden veröffentlichten auch Fotos des offenbar verlassenen Lagers, in dem in den vergangenen Tagen rund 2000 Menschen ausgeharrt hatten.

Am Dienstagabend waren bereits mehr als tausend Menschen aus dem Lager in eine riesige Lagerhalle gebracht worden. Doch rund 800 weitere hatten nach Angaben der belarussischen Behörden bei Temperaturen unter 0 Grad weiter in Zelten oder an Lagerfeuern im Freien geschlafen. Diese Migranten wurden wegen "schlechter werdender Wetterbedingungen" nun ebenfalls in die Lagerhalle gebracht, wie der Grenzschutz mitteilte.

1.46 Uhr: Abholzung im brasilianischen Amazonas auf neuen Rekordwert gestiegen

Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes hat weiter dramatisch zugenommen. Wie die brasilianische Weltraumbehörde Inpe unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, wurde binnen eines Jahres so viel Regenwald vernichtet wie zuletzt vor 15 Jahren. Von August 2020 bis Juli 2021 wurden demnach 13.235 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das waren fast 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als ebenfalls ein Rekordwert verzeichnet wurde. Unter dem ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes dramatisch zugenommen. Seit seinem Amtsantritt wurde nun zum dritten Mal in Folge eine Zunahme bei der Abholzung verzeichnet. Umwelt- und Klimaschützer machen dafür direkt die Politik Bolsonaros verantwortlich, dem sie eine Begünstigung illegaler Rodungen vorwerfen.

1.45 Uhr: Bundespräsident Steinmeier in New York mit Leo-Baeck-Medaille geehrt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in New York für seinen Einsatz für den Erhalt und die Förderung jüdischen Lebens in Deutschland mit der Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. "In einer Zeit, in der zu viele Staats- und Regierungschefs der Welt schweigen, gibt es einen Mann, der deutlich und mit großer moralischer Klarheit spricht – und das sind Sie, Herr Präsident", sagte Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, am Donnerstagabend (Ortszeit) im New Yorker Leo-Baeck-Institut in seiner Laudatio.

Die Auszeichnung sei eine "große Ehre" und erfülle ihn mit "tiefer Demut", sagte Steinmeier. "Unsere Verantwortung vor der Geschichte ist Teil unserer Identität. Sie kennt keinen Schlussstrich und keine Relativierung. Wir dürfen in Deutschland keinen Antisemitismus dulden. Dafür werde ich weiter kämpfen, als Staatsoberhaupt dieses Landes und als Mensch."STERN PAID 30_21 stadt der unbeugsamen 21.10

1.34 Uhr: Neun Leichen an Brücke in Mexiko aufgehängt

Im Zentralmexiko hat die Polizei die Leichen von zehn Männern entdeckt. Neun der Opfer hingen an einer Brücke in der Ortschaft San Pedro Piedra Gorda, wie die Regierung des Bundesstaates Zacatecas mitteilte. Ein weiterer Toter lag demnach auf der Straße darunter. Die Provinzregierung verurteilte die Tat als ein "abscheuliches Verbrechen". Die Polizei suche nach den Verantwortlichen. Die Opfer wurden zur Identifizierung zum gerichtsmedizinischen Dienst gebracht. Zacatecas erlebt derzeit eine Welle der Gewalt. Erst vor wenigen Tagen waren ein Polizeichef und zwei Polizisten der Stadt Loreto entführt und später tot aufgefunden worden. Nach Medienangaben ringen in der Region das Sinaloa-Kartell, das Kartell Jalisco Nueva Generación und das Kartell Los Talibanes um die Kontrolle über die illegalen Geschäfte.

1.06 Uhr: Fast 60 Jahre nach Mord an Malcolm X – zwei Schuldsprüche aufgehoben

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des US-Bürgerrechtlers Malcolm X sind die Schuldsprüche gegen zwei Männer, die im Zusammenhang mit seiner Ermordung verurteilt worden waren, wieder aufgehoben worden. "Ich entschuldige mich für ernste und unentschuldbare Verletzungen des Gesetzes", sagte der New Yorker Staatsanwalt Cy Vance. Zuvor war eine fast zweijährige Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass die Schuldsprüche gegen Muhammad Aziz und Khalil Islam unter anderem wegen widersprüchlicher Zeugenaussagen und fehlender Beweise nicht aufrecht erhalten werden könnten.

Islam hatte nach der Verurteilung 20 Jahre im Gefängnis verbracht und war 2009 gestorben. Aziz war 1985 aus dem Gefängnis entlassen worden. "Ich brauche nicht dieses Gericht, nicht diese Strafverteidiger und kein Stück Papier, um mir zu sagen, dass ich unschuldig bin", sagte Aziz laut "New York Times". "Ich bin ein 83-Jähriger, der vom Justizsystem kriminalisiert worden ist." Der Schuldspruch eines dritten Mannes, der den Mord damals gestanden hatte, bleibt bestehen. Malcolm X war im Februar 1965 in New York erschossen worden.

0.51 Uhr: Forscher in Brasilien entdecken neue Dinosaurierart

Brasilianische Forscher haben nach eigenen Angaben eine völlig neue Dinosaurierart entdeckt. Der kleine Dinosaurier mit dem Namen "Berthasaura leopoldinae" war nur einen Meter lang, lebte vor 70 bis 80 Millionen Jahren und gehörte zur Gruppe der Theropoden, die in der Regel Fleisch- oder Allesfresser sind und Zähne haben. Die neue Art "hatte jedoch einen Schnabel und keine Zähne", erklärte das Nationalmuseum. Da der kleine Saurier keine Zähne aufweise, stelle sich die Frage, von was er sich ernährt habe, erklärte der an der Forschung beteiligte Paläontologe Geovane Alves Souza. "Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass er kein Fleisch gefressen hat". Viele Vögel etwa nutzten dafür ihre Schnäbel. "Höchstwahrscheinlich war er ein Allesfresser, der in einer unwirtlichen Umgebung lebte".