News vom Wochenende : Neuer Rekordwert: Inzidenz steigt unaufhaltsam

Die News von heute im stern-Ticker.

News vom Wochenende : Neuer Rekordwert: Inzidenz steigt unaufhaltsam

Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von Sonntag, den 21. November, im stern-Ticker

9 Uhr: Mehr als 6000 Morde in Südafrika innerhalb von nur drei Monaten

Die südafrikanische Polizei hat in den vergangenen drei Monaten einen außergewöhnlich starken Anstieg von Gewaltkriminalität verzeichnet. So gab es in den Monaten Juli bis September mehr als 6100 Morde und Tötungsdelikte, so die aktuelle Kriminalstatistik. Das sei ein Anstieg um 20,7 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, hieß es.

Zuletzt seien von Juli bis September 9 556 Vergewaltigungen angezeigt worden, ein Anstieg um 7,1 Prozent. Wie hoch die Dunkelziffer der nicht angezeigten Taten geschätzt wird, wurde nicht angegeben. "Die jüngsten Daten zur Kriminalität zeigen einmal mehr, dass Südafrika ein gewalttätiges Land ist", wurde Polizeiminister Bheki Cele am Samstag in südafrikanischen Medien zitiert. Das Ausmaß sexueller Gewalt sei "eine Schande und zutiefst verstörend".

8.18 Uhr: RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 372,7

Der Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen setzt sich fort. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 372,7 und erreichte damit den 14. Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Samstag hatte die Inzidenz bei 362,2 gelegen, am Sonntag vergangener Woche hatte sie noch 289,0 betragen. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Am 8. November hatte der Wert die Schwelle von 200 und damit die bisherige Höchstmarke seit Pandemiebeginn von 197,6 überschritten. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert.

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6.05 Uhr: Stichwahl um Präsidentschaft in Bulgarien begonnen

In Bulgarien hat am Sonntagmorgen eine Stichwahl um die Präsidentschaft begonnen. Dabei tritt Amtsinhaber Rumen Radew gegen den Rektor der Universität Sofia, Anastas Gerdschikow, an. Als Favorit gilt der 58 Jahre alte General der Reserve Radew. Bei der ersten Wahlrunde vor einer Woche kam er auf gut 49 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer lag mit rund 22 Prozent auf Platz zwei. Es gab insgesamt 23 Kandidaten. Die Vollmachten des bulgarischen Präsidenten sind begrenzt.

Radew hatte 2020 die Straßenproteste gegen den im April wegen Korruption abgewählten Regierungschef Boiko Borissow (GERB) unterstützt. Der frühere Kampfpilot und Luftwaffenchef wird jetzt neben den Sozialisten (früheren Kommunisten) auch von den Protestparteien unterstützt. Radew erhielt bereits bei seiner Wahl 2016 als russlandfreundlicher Kandidat die Zustimmung der Sozialisten.

Die News von Samstag, den 20. November, im stern-Ticker

18.04 Uhr: Kabinett beschließt schärfere Corona-Regeln für Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Landesregierung hat schärfere Corona-Regeln auf den Weg gebracht. Die vom Kabinett beschlossene Corona-Verordnung schließt Menschen ohne Covid-19-Schutzimpfung ab Montag von weiten Teilen des öffentlichen Lebens aus. Das Grundprinzip lautet: Bei Freizeitveranstaltungen gilt 2G (geimpft, genesen), bei beruflichen Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet). Ungeimpfte dürfen keine Innenräume von Freizeitstätten und Gaststätten mehr besuchen. Kinder bis einschließlich sieben Jahren und minderjährige Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, sind davon ausgenommen.

17.28 Uhr: 60-Jähriger im Saarland getötet - Verdächtiger stellt sich Polizei

Ein vermisster Mann aus dem Saarland ist tot gefunden worden. Ein 41-Jähriger habe sich am Freitagabend bei der Polizei in Saarlouis gestellt und angegeben, dass er zusammen mit einer Frau den 60-Jährigen aus Nalbach bei einem Streit getötet habe, teilte die Polizei mit. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. In seiner Wohnung fanden die Beamten kurz darauf die Leiche des seit einer Woche vermissten 60-Jährigen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 41-Jährige das ihm nur flüchtig bekannte Opfer in seine Wohnung eingeladen, wo die beiden mit der Frau Alkohol tranken. Dabei gerieten sie in einen Streit, bei dem der 60-Jährige getötet wurde. Um die Tat zu verdecken, sollen die beiden Tatverdächtigen versucht haben, sich der Leiche zu entledigen. Dafür hätten sie dem Toten die Arme und Beine abgetrennt und diese in einem nahe gelegenen Wald vergraben. Der Torso hingegen lag noch in der Wohnung. Die Suche nach den weiteren sterblichen Überresten laufe noch, erklärte die Polizei.

17.10 Uhr: Kommunalpolitiker in Schweden wegen Mordverdachts verhaftet

In Schweden ist ein Kommunalpolitiker wegen Mordverdachts verhaftet worden. Es gebe schwerwiegende Beweise, sagte Staatsanwältin Marina Chirakova, wie der Sender SVT berichtete. Der Verdächtige aus der Stadt Nyköping sei älter als 60 Jahre. Nähere Angaben gab es zunächst nicht, auch nicht zur Verbindung mit dem Opfer, das ebenfalls in seinen 60ern war und seit längerem vermisst wurde. Mitte September waren in einem Kanal in Stockholm sowie an anderen Stellen der Hauptstadt Leichenteile gefunden worden. Der mutmaßliche Täter ist Mitglied der rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Die Partei zeigte sich von den Vorwürfen schockiert. Die Partei nehme die Anschuldigungen sehr ernst und habe die Mitgliedschaft des Mannes ausgesetzt, sagte ein Parteisprecher.

16.33 Uhr: Spahn verteidigt Begrenzung bei Biontech-Bestellungen

er geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die viel kritisierte Begrenzung von Bestellmengen beim Corona-Impfstoff von Biontech verteidigt. "Ich weiß, dass diese kurzfristige Umstellung für viele engagierte Helferinnen und Helfer vor Ort in den Arztpraxen und Impfzentren viel zusätzlichen Stress bedeutet. Und das bedauere ich ausdrücklich", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage nach Biontech sei in den letzten zwei Wochen so stark gestiegen, dass sich das Lager sehr schnell leere. Allein in der neuen Woche würden fast sechs Millionen Dosen an die impfenden Stellen geliefert. Das sei mehr, als es bisher überhaupt an Booster-Impfungen in Deutschland gegeben habe.STERN PAID Kommentar Corona-Politik 15.15

15.34 Uhr: Irakische Migranten berichten nach Rückkehr aus Belarus von Folter

An der polnischen EU-Außengrenze gestrandete und aus Belarus in den Irak heimgekehrte Migranten berichten von schlimmen Misshandlungen. Die Menschen seien von polnischen und belarussischen Polizisten geschlagen und gefoltert worden, sagten mehrere Betroffene aus den kurdischen Autonomiegebieten im Irak der Deutschen Presse-Agentur. Ein 38-Jähriger aus der Stadt Dohuk berichtete, er sei misshandelt und später gewaltsam aus Belarus abgeschoben worden. Zudem hätten er und andere Migranten weder Wasser noch Essen bekommen. Der Iraker wolle trotz seiner Enttäuschung über die Länder Europas erneut versuchen, dorthin zu gelangen.STERN PAID 47_21 Polen Belarus 9.55

14.55 Uhr: Tausende Menschen demonstrieren in Wien gegen Corona-Lockdown und Impfungen

In Österreich sind vor dem Inkrafttreten eines landesweiten Lockdowns für alle tausende Menschen aus Protest auf die Straße gegangen. Im Zentrum der Hauptstadt Wien schwenkten die Demonstranten am Samstag Transparente mit der Aufschrift "Corona-Diktatur" oder "Nein zum Impfzwang", wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Mehr als 1300 Polizisten wurden mobilisiert, das Innenministerium befürchtete die Teilnahme von Rechtsextremen und Hooligans.

Bereits vor dem offiziellen Beginn der Demonstrationen am Samstagmittag versammelten sich zahlreiche Demonstranten in Wien. Zur größten Protestveranstaltung hatte die rechtspopulistische FPÖ aufgerufen. Die Regierung rechnete mit bis zu 15.000 Teilnehmern, die FPÖ sprach von 100.000 zu erwartenden Demonstranten. Bei den Kundgebungen galt eine Maskenpflicht, die jedoch von vielen nicht eingehalten wurde.

12.13 Uhr: "Orgie der Gewalt":  Rotterdamer Bürgermeister prangert Ausschreitungen bei Corona-Demo an

Nach schweren Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen Corona-Restriktionen in Rotterdam hat der Bürgermeister der niederländischen Hafenstadt eine "Orgie der Gewalt" angeprangert. Die Polizei gab in der Nacht zum Samstag mehrere Warnschüsse ab. Insgesamt wurden sieben Menschen verletzt, darunter Polizisten. Dutzende Krawallmacher wurden festgenommen. Die Stadtverwaltung verhängte ein Versammlungsverbot in dem betroffenen Gebiet. In Amsterdam wurde eine für Samstag geplante Demonstration abgesagt. 

Es seien "mehrfach" Warnschüsse abgegeben worden, erklärte die Rotterdamer Polizei. "Zu einem gewissen Zeitpunkt wurde die Situation so gefährlich, dass die Beamten sich gezwungen sahen, auf Ziele zu schießen." Dem Sender NOS zufolge wurden durch die Warnschüsse zwei Menschen verletzt. 

11.19 Uhr: Rund 5,6 Millionen Menschen haben Auffrischungsimpfung bekommen

In Deutschland haben mittlerweile 5,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Allein in dieser Woche seien bisher 1,7 Millionen Bürger "geboostert" worden, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. "Das Tempo nimmt weiter zu, danke an alle, die mithelfen, es weiter zu steigern!" Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kamen allein am Freitag 357.000 sogenannte Booster-Impfungen hinzu. Insgesamt wurden an dem Tag 475.000 Impfdosen gegen Corona gespritzt (Stand: Samstag, 9.08 Uhr.)

10.51 Uhr: Offenbar gefälschter Impfpass – Werder-Coach Markus Anfang tritt zurück 

Markus Anfang ist als Trainer von Fußball-Zweitligist Werder Bremen zurückgetreten. Damit reagierte der 47-Jährige am Samstag wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Es besteht der Verdacht, dass Anfang ein gefälschtes Impfzertifikat benutzt haben soll.

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10.44 Uhr: Neuer Rekordwert in Tschechien: Knapp 23.000 Corona-Neuinfektionen

Die Anzahl der Corona-Neuinfektinen in Tschechien hat einen neuen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 22.936 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie 2020. Nach aktuellen Zahlen gab es in Tschechien innerhalb von sieben Tagen 929 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 847. Am stärksten sind die östlichen Landesteile betroffen.

Trotz hoher Corona-Zahlen will Tschechien im Gegensatz zum Nachbarland Österreich auf einen landesweiten Lockdown vorerst verzichten. Dies hatte der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis am Freitag in Prag bekräftigt. Gegen flächendeckende Schließungen hatte sich zuvor auch sein designierter Nachfolger, der liberalkonservative Wahlsieger Petr Fiala, ausgesprochen.

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7.47 Uhr: Geldtransporter in den USA verliert tausende Dollar auf der Autobahn

Ein Geldtransporter im US-Bundesstaat Kalifornien hat Bargeld im Wert von mehreren tausend Dollar auf der Autobahn verloren. Der Zwischenfall am Freitag (Ortszeit) in der Nähe von San Diego führte zu einem Verkehrschaos, weil zahlreiche Autofahrer anhielten, um ihre Taschen mit Geldscheinen zu füllen. Die Polizei nahm zwei Menschen fest.

Das Geld gehöre einer Bank, erklärte Curtis Martin von der Polizeibehörde California Highway Patrol. Er rief die Autofahrer auf, die eingesammelten Scheine bei der Polizei zurückzugeben. 

5.28 Uhr: Brandanschlag auf iranisches Konsulat in Hamburg verübt

Auf das iranische Konsulat in Hamburg ist ein Brandanschlag verübt worden. An dem Gebäude in der Nähe der Alster sei am Freitag ein Brandsatz geworfen worden, teilte die Polizei mit. Beamte untersuchten den Tatort und leiteten Ermittlungen ein. Zur Schadenshöhe und weiteren Details wollte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Medien wie der NDR berichteten, der Brandsatz sei auf eine Stahltür geschleudert worden, die auf das Gelände des Konsulats führe. Weil ein politisches Tatmotiv nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

4 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 362,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 362,2 und erreichte damit den 13. Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Freitag hatte die Inzidenz bei 340,7 gelegen, am Samstag vergangener Woche hatte er noch 277,4 betragen. 

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Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Am 8. November hatte der Wert erstmals die Schwelle von 200 überschritten, die bis dahin die Höchstmarke seit Beginn der Pandemie gewesen war. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert.