Neue Vermarktungsstrategie: Cupra Born: Das Elektroauto im Abo

Mit dem Modell Born kommt das erste Elektroauto des Seat-Ablegers Cupra auf den Markt. Der spanische Autobauer führt damit ein Fahrzeug ein, das nicht nur zum Kauf, sondern auch im Abo erhältlich ist.

Neue Vermarktungsstrategie: Cupra Born: Das Elektroauto im Abo

Mit dem Modell Born kommt das erste Elektroauto des Seat-Ablegers Cupra auf den Markt. Der spanische Autobauer führt damit ein Fahrzeug ein, das nicht nur zum Kauf, sondern auch im Abo erhältlich ist.

Warum ein Elektroauto kaufen, wenn man es auch mieten kann? Das dachte sich wohl der spanische Seat-Ableger Cupra und geht mit seinem Modell Born einen neuen Weg beim Vertrieb. Kunden können das Fahrzeug nun bestellen – oder aber in einem "Kennlernabo" für mehrere Monate mieten. Wer nicht den Kaufpreis von mindestens 37.220 Euro (nach Abzug der aktuell noch bis zum 31. Dezember geltenden Förderprämie 27.652 Euro) bezahlen möchte, der kann für mindestens drei oder mindestens sechs Monate ein Abo abschließen. 

Ein solches E-Auto-Abo von mindestens drei Monaten kostet beispielsweise 589 Euro monatlich, der Kompaktwagen wird aber auch noch in anderen Abo-Varianten angeboten. Grundsätzlich ist eine monatliche Kilometerleistung von maximal 800 Kilometer im Preis inbegriffen – für zusätzliche Kilometer fallen Extrakosten an. Eine Versicherung ist enthalten, die Höhe der Selbstbeteiligung bei der Kaskoversicherung variiert allerdings je nach abgeschlossenem Versicherungspaket.STERN PAID 41_21 E-Autos_18.37

Cupra-Modell mit 424 Kilometer Reichweite

Das Elektro-Modell der sportlich ausgerichteten Marke hat 204 PS und beschleunigt von 0 auf 100 in 7,3 Sekunden. Dazu erscheint es ausschließlich mit Heckantrieb. Der Born ist zunächst mit einer 58 kWh Lithium-Ionen-Batterie sowie einer maximalen Reichweite von 424 Kilometer laut dem europäischen Messverfahren WLTP erhältlich. Am Schnelllader braucht der Stromer laut Cupra für eine Batterieladung von fünf auf 80 Prozent mindestens 35 Minuten, das AC-Laden dauert 6,25 Stunden.

Drei weitere Varianten des Born sollen folgen: Eine mit 150 PS und einer maximalen Reichweite von 349 Kilometer (45 kWh Batterie) und zwei Varianten mit 231 PS und einer maximalen Reichweite von 420 Kilometer (58 kWh Batterie) beziehungsweise einer maximalen Reichweite von 548 Kilometer (77 kWh Batterie).

Born ähnelt VW-Modellen

Das neue Elektro-Modell soll mit einigen Besonderheiten, wie einem Gefahrenerkennungssystem, einer automatischen Distanzregelung sowie einer Funktion, die nach Herstellerangaben die Energie effizient nutzt und so die Reichweite verbessert, punkten.06: Sportlicher Stromer Gallery - 19ea44a5ef75f7fd

Der Born hat die gleiche technische Basis wie der VW ID.3, der ID.4, der Audi Q4 e-tron oder auch der Škoda Enyaq IV. Alle diese Elektro-Modelle aus dem VW-Konzern nutzen den seit 2015 entwickelten "Modularen E-Antriebs-Baukasten" (MEB). Gebaut wird der im heimischen Martorell bei Barcelona entwickelte Spanier denn folgerichtig auch zusammen mit dem e-tron und den IDs im eigens für die Produktion von Elektroautos umgerüsteten deutschen Werk Zwickau.

VW setzt auf Auto-Abo

Auch der Mutterkonzern VW sieht in Elektroauto-Abos offenbar eine neue Vermarktungsstrategie. Kunden können seit September ein Abo für ein ID.3 und ID.4 mit einer Mindestvertragslaufzeit von drei oder sechs Monaten abschließen. Der Digitalchef von Volkswagen Financial Services (VWFS), Stefan Imme, sagte der Deutschen Presse-Agentur dazu: "Kunden können mit dem Abo Erfahrung beim elektrischen Fahren und Laden sammeln und somit vermeintliche Einstiegshürden überwinden."

Quellen: Cupra, mit Material von dpa, mit Material von Pressinform