Milliardenschwere Aktienverkäufe: Elon Musk verkauft weitere Tesla-Anteile – und der Welternährungschef erinnert ihn an ein Versprechen

Tesla-Chef Elon Musk hat in dieser Woche erneut Milliarden mit Aktienverkäufen erlöst. Und der Chef des UN-Welternährungsprogramms erklärt ihm via Twitter, wie er mit dem Geld die weltweite Hungerkatastrophe bekämpfen kann.

Milliardenschwere Aktienverkäufe: Elon Musk verkauft weitere Tesla-Anteile – und der Welternährungschef erinnert ihn an ein Versprechen

Tesla-Chef Elon Musk hat in dieser Woche erneut Milliarden mit Aktienverkäufen erlöst. Und der Chef des UN-Welternährungsprogramms erklärt ihm via Twitter, wie er mit dem Geld die weltweite Hungerkatastrophe bekämpfen kann.

Setzt Elon Musk nun wirklich seine Milliarden ein, um den Hunger auf der Welt zu besiegen? An dieses Versprechen hat ihn der Chef des UN-Welternährungsprogramm, David Beasley, erinnert und damit seinen Twitter-Schlagabtausch mit dem reichsten Mann der Welt fortgeführt.

Vor zwei Wochen hatte Beasley erklärt, zwei Prozent von Musks Vermögen – etwa sechs Milliarden Dollar – würden ausreichen, um 42 Millionen Menschen weltweit vor dem Verhungern zu bewahren. Er forderte den Milliardär auf, die Summe zu spenden. Musk entgegnete, wenn das UN-Welternährungsprogramm ihm auf Twitter genau erkläre, wie 6 Milliarden Dollar das Hungerproblem lösen können, "werde ich sofort Tesla-Aktien verkaufen und es tun". Elon Musk bietet UNO Spende an 22.48

Darauf ist Beasley nun zurückgekommen. "Die Hunger-Krise ist dringlich, beispiellos und vermeidbar", schrieb Beasley. "@elonmusk, Sie haben nach einem klaren Plan und offenen Büchern gefragt. Hier ist er! Wir sind bereit, mit Ihnen – und jedem anderen – zu sprechen, der ernsthaft Leben retten will." Dazu verlinkte er eine Seite, auf der die UN-Organisation darlegt, wie und wo sie 6,6 Milliarden Dollar einsetzen würde, um die akute Hungerkatastrophe auf der Welt zu bekämpfen.

3,5 Milliarden sollen demnach direkt in Lebensmittel und deren Lieferung gesteckt werden, 2 Milliarden flössen in monetäre Unterstützung und Lebensmittelgutscheine, 700 Millionen in weitere länderspezifische Programme und 400 Millionen in Koordination und Verwaltung des Ganzen.  

Elon Musk erlöst Milliarden mit Aktienverkäufen

Das benötigte Geld hätte Musk jedenfalls zur Hand. Nachdem er Twitter-Nutzer hat abstimmen lassen, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Anteile verkaufen soll, macht er gerade in großem Stil Tesla-Aktien zu Geld. Anfang dieser Woche stieß er erneut Tesla-Papiere im Milliardenwert ab. Seit vergangener Woche hat er insgesamt 8,8 Milliarden Dollar mit Aktienverkäufen erlöst – und der von ihm festgelegte Verkaufsplan ist wohl gerade mal zur Hälfte abgearbeitet. STERN PAID Elon Musk Steuern 11.30

Allerdings hat der Tesla-Gründer mit dem Geld anderes im Sinn als die Hungerkrise zu bewältigen. Im Rahmen der Twitter-Umfrage hatte er erklärt, der Verkauf von Aktien sei für ihn der einzige Weg, Steuern zu zahlen, da er kein reguläres Gehalt beziehe. Zudem kann er das Geld gut gebrauchen, um Aktienoptionen einzulösen und damit verbundene Steuerforderungen zu begleichen. Aufgrund von Regelungen in seinem Vergütungsvertrag hat Musk nämlich derzeit die Möglichkeit, Tesla-Aktien weit unter Wert zu kaufen. Auf die Differenz zum tatsächlichen Kurs muss er Steuern zahlen.

In den USA hatte es zuletzt eine Debatte um eine mögliche "Milliardärssteuer" gegeben, um die Superreichen zu höheren Steuerzahlungen zu verpflichten (mehr dazu hier).