China überholt USA im globalen Wettlauf um Wohlstand

Die Volksrepublik China hat die Vereinigten Staaten in Bezug auf das Nettovermögen überholt. Darauf wies die Consultingfirma McKinsey hin. Von 2000 bis 2020 soll sich Chinas Wohlstand um das 17-Fache erhöht haben.

China überholt USA im globalen Wettlauf um Wohlstand

Einem neuen Bericht von McKinsey zufolge hat der Reichtum weltweit weiter zugenommen. Außerdem hat China die USA als das Land mit dem größten Nettovermögen überholt.

Der Reichtum des Reiches der Mitte ist in den letzten zwei Jahrzehnten in die Höhe geschnellt, stellte das Beratungsunternehmen laut Bloomberg fest. Das Nettovermögen des Landes habe sich von sieben Billionen US-Dollar im Jahr 2000 auf 120 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 um das 17-Fache erhöht.

Auf China entfiel in diesem Zeitraum etwa ein Drittel des weltweiten Anstiegs bei den Nettovermögen. Im Jahr 2000 trat das Land der Welthandelsorganisation bei, was den wirtschaftlichen Aufstieg deutlich beschleunigte.

Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich der Wohlstand der USA. Laut McKinsey mussten die USA auf der Liste der zehn reichsten Nationen China nun aber den Vortritt lassen, da das Nettovermögen der Vereinigten Staaten im Jahr 2020 nur noch 90 Billionen US-Dollar betrug.

In beiden Ländern befinden sich mehr als zwei Drittel der akkumulierten Reichtümer, verteilt auf die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung. Insgesamt erreichte das weltweite Vermögen im Jahr 2020 514 Billionen US-Dollar gegenüber 156 Billionen US-Dollar im Jahr 2000.

Laut der Consultingfirma sind etwa 68 Prozent dieses Vermögens in Immobilien angelegt. Das schnelle Wachstum des globalen Reichtums übertrifft das des weltweiten BIP im gleichen Zeitraum. Der globale Vermögenszuwachs sei durch die explodierenden Immobilienpreise ausgelöst worden. Das Unternehmen warnte jedoch davor, dass der Anstieg der Immobilienwerte nicht nachhaltig sein könnte.

Hohe Preise könnten jedoch dazu führen, dass der Kauf von Wohneigentum für viele Menschen unerschwinglich wird. Eine solche Situation könnte laut McKinsey zu einer neuen Finanzkrise ähnlich der im Jahr 2008 führen. Diese war durch das Platzen der US-Immobilienblase ausgelöst worden. Diesmal könnte auch China aufgrund der Verschuldung seiner Bauträger davon betroffen sein.

Ein Zusammenbruch der Vermögenswerte könnte bis zu einem Drittel des weltweiten Vermögens verschwinden lassen, so das Beratungsunternehmen.

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